WIE jedes Jahr im Mai, dem Vorabend der
Hurrikansaison (1. Juni bis 30. November) probte die
kubanische Bevölkerung, wie das Schutzsystem für den
Fall von Wetterereignissen und anderen Natur-,
Technologie- und Gesundheitskatastrophen verbessert
werden kann.
Da Kuba in einem Gebiet liegt, das oft von
Orkanen durchlaufen wird, hat das Land wertvolle
Erfahrungen im Umgang mit diesen Phänomenen
angesammelt. Für den kubanischen Staat ist das
wertvollste Gut natürlich das Leben der Männer und
Frauen, die den Archipel bewohnen.
Daher werden während der jährlichen Meteoro-Übung
die Bevölkerung, die Verteidigungsräte,
Bürgerorganisationen, medizinischen Einrichtungen,
Schutz- und Rettungskräfte darin ausgebildet, die
Anordnungen der Zivilverteidigung zu erfüllen, die
dazu dienen, den Schlag zu mildern, den die
unaufhaltsame Kraft der Natur oder eine andere
Katastrophe entfesseln könnte.
Die kubanische Bevölkerung ist darauf vorbereitet,
diese Ereignisse zu konfrontieren, was auch von
internationalen Organisationen anerkannt worden ist.
Der Staat hat über die Zivilverteidigung eine auf
Präventionsmaßnahmen basierende Strategie
organisiert, deren Erfüllung streng zu befolgen ist.
Dazu gehören die Prüfung von Frühwarnsystemen, der
Schutz der Bevölkerung und deren Eigentum, um nach
den Erfahrungen in den einzelnen Gebieten und
Wirtschaftssektoren des Landes die Anfälligkeit
auszuschließen oder zu verringern. Gleichzeitig
sollen die identifizierten Schwachstellen im
Schutzsystem weiter studiert werden, um sie nach und
nach abzubauen.
Zu den Prioritäten gehören die Versorgung und der
Transport bei der Evakuierung bedrohter Gemeinden,
der Schutz des Vermögens der evakuierten Familien,
der wirtschaftlichen, Bildungs- ,
Tourismus-Einrichtungen etc., wie auch die schnelle
Mobilisierung der Kräfte, die zur Behebung von
Gefahren zum Einsatz kommen, die durch Katastrophe
verursacht werden.
Während der jährlichen Meteoro-Übung wird
Festgelegtes geprobt und gleichzeitig erfolgen
Kontrollen, um Mängel oder Fehler aufzudecken.
Zunehmend bereitet man sich dabei außer auf
Beeinträchtigen durch Wirbelstürme auch auf andere
Naturkatastrophen wie Erdbeben sowie Industrie-,
Feuer - oder epidemische Katastrophen vor.
Eine Aktion ist die Ausbildung von Einwohnern in
Hochrisikogebieten. Priorität wird dabei auf die
Schaffung hygienischer Bedingungen, die
Vektor-Kontrolle, das Beschneiden von Bäumen und die
Reinigung von Regenwassernetzen, die Kontrolle der
Wasserqualität, die Abfallsammlung und die
Abwasserentsorgung gelegt.
Nach Ansicht von Experten des Landesinstituts für
Wasserressourcen gibt es im Land keine Stauseen, die
eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, und
alle Schleusenüberläufe sind in einem guten
technischen Zustand.
In einigen Orten wurden Aktionen für den
angenommenen Fall einer Ölverschmutzung geprobt, in
anderen ging man während der Übung verstärkt auf die
Notwendigkeit der Vektor-Kontrolle ein. Dazu wurden
Vorträge gehalten, Gelände gereinigt und es erfolgte
eine Anleitung zu Wohnungsinspektionen. Die massive
Beförderung von Verwundeten wurde geübt und das
Kommunikationssystem des Landes für die Warnung und
Beratung der Bevölkerung geprobt.
In jedem Fall zeigen die Meteoro-Übungen den
politischen Willen des Staates, den Schutz von Leben
und Eigentum bei einem möglichen Auftreten von
Wetterereignissen und anderen Katastrophen zu
gewährleisten.