Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

NUR TEXT |    

K U B A

Havanna, 9 Juni 2014

 

FAO hebt Potenzial für
eine nachhaltige Landwirtschaft
in Kuba hervor

THEODOR Friedrich, Vertreter der Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in Kuba, hob das Potenzial des Landes für einen nachhaltigen landwirtschaftlichen Anbau hervor.

Der Experte erklärte, dass bei den kubanischen Wissenschaftlern das politische Interesse und das Wissen über das so genannte Paradigma der Erhaltung der Landwirtschaft vorhanden sei, dass aber Veränderungen in der Form der Bodenbearbeitung eingeführt werden müssen, da sie in der bisherigen Form zur Verschlechterung der Bodenqualität beiträgt.

Ein besserer Schutz des Bodens durch Direktsaat und Diversifizierung der Kulturen werde ermöglichen, die Produktion von Gemüse und anderen Nahrungsmitteln zu erhöhen, was sehr wichtig sei für das Land, das derzeit rund 80 Prozent seiner Lebensmittel importieren muss, sagte Friedrich.

Der Vertreter der FAO wies auch darauf hin, dass die angestrebte Nahrungsmittelsicherheit aufgrund der hohen Preise, der Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit und anderer Hindernisse für die Welt eine große Herausforderung darstelle, obwohl genügend produziert werde.

Friedrich erklärte, dass im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen auf der ganzen Welt ernährt werden müssen, weshalb eine Veränderung in den Paradigmen von Produktion und Verteilung unaufschiebbar sei, da gegenwärtig 30 Prozent der Lebensmittel verschwendet werden.

Sergio Rodríguez, Direktor des Forschungsinstituts für tropische Nutzpflanzen (INIVIT) stellte fest, dass die Nahrungsmittelproduktion eine Sicherheitsstrategie für das Land darstellt.

Der Leiter des INIVIT verwies darauf, dass die globale Nahrungsmittelproduktion eine ökonomische, ökologische und soziale Krise durchläuft, verbunden mit der Verdoppelung der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Er betonte, dass es derzeit im Ergebnis der Maßnahmen der Industrieländer „keine Solidarität im Bereich der Lebensmittel gibt, sondern nur Geschäft".

„Trotz dieser Probleme hat Kuba dank seines politischen Willens und der wissenschaftlich-technischen Kenntnisse das Potenzial, das Ernährungsproblem zu lösen", sagte er.

Angesichts der Krise des Weltnahrungsmittelsystems bestehe die Aufgabe, ein „umweltgerechtes, wirtschaftlich machbares, sozial gerechtes und kulturell angepasstes" Entwicklungsmodell zu errichten.

Gemäß dieser Realität und dieser Leitbilder sind mehrere alternative landwirtschaftliche Entwicklungsmodelle entwickelt worden.

Kuba, das von den großen globalen und regionalen Handelsabkommen ausgeschlossen ist, wie auch von der Finanzierung durch globale Institutionen wie die Weltbank und die Interamerikanische Entwicklungsbank, und keinen transnationalen Unternehmen verpflichtet ist, die die Produktion und Vermarktung von Lebensmitteln immer weiter konzentrieren, implementiert ein Landwirtschaftsmodell, das vier Schwerpunkte verfolgt: alle zu ernähren, die Umwelt zu schützen, die wissenschaftlich-technischen Kenntnisse zu erweitern und die nationale Souveränität aufrecht zu erhalten. (Redaktion Granma Internacional)
 

                                                                                                  ARTIKEL DRUCKEN


Generaldirektor: Pelayo Terry Cuervo. Chefredakteur: Gustavo Becerra Estorino
Hosting:
Teledatos-Cubaweb. Havanna
Granma Internacional Digital:
http://www.granma.cu/

E-mail  | Index | Español | Inglés | Francés | Portugués | Italiano | Themen
© Copyright. 1996-2014. Alle Rechte vorbehalten. GRANMA INTERNACIONAL. Kuba

UP

Granma
Internacional Deutsche Ausgabe