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Kuba: erste Phase des Hafens von Mariel eingeweiht
Ramadan Arcos
Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Präsident des Staats-
und des Ministerrates, und die Präsidentin von
Brasilien, Dilma Rousseff, eröffneten den ersten
Abschnitt des Containerterminals im Hafen von
Mariel, 45 Kilometer westlich von Havanna.
Ebenfalls zugegen waren die Präsidenten von
Bolivien, Evo Morales Aima, von Venezuela, Nicolas
Maduro Moros, von Guyana, Donald Rabindranauth
Ramotar, von Haiti, Michel Martelly und die
Premierministerin von Jamaika, Portia
Simpson-Miller.
Desweiteren
waren
Führungskräfte von Reedereien und brasilianische
Geschäftsleute anwesend.
Es handelt
sich um eine spezielle Entwicklungszone, die Kuba in
Übereinstimmung mit seinem Prozess der
Aktualisierung des Wirtschaftsmodells ausführt und
die ausländische Investitionen in diesem
Tiefwasserhafen fördert.
Der Bau wird
von der brasilianischen Baufirma Odebrecht
ausgeführt und stützt sich auf eine von der
Nationalen Wirtschafts-und Sozialentwicklungsbank,
der Entwicklungsbank der brasilianischen Regierung,
gegebene Finanzierung über 682 Millionen Dollar.
Brasilien
ist in den letzten Jahren ein wichtiger
Handelspartner der Insel geworden, mit der sie auch
gemeinsame Projekte in der Zucker-und der
biopharmazeutischen Produktion vornehmen.
Die Enklave ist ein wirksamer Raum zur Förderung des
Exports kubanischer Waren und Dienstleistungen, zur
Förderung der effektiven Importsubstitution und zur
Schaffung von Arbeitsplätzen in einer ständigen
Abstimmung mit dem internationalen Handel und der
Wirtschaft des Landes.
Sobald die konstruktiven Maßnahmen abgeschlossen
sind, wird eine umfangreiche Infrastruktur mit
Autobahnen, Eisenbahnlinien und schneller Verbindung
zu mehreren Flughäfen zur Verfügung stehen, außer
dem Hafen an sich und dem modernen
Containerterminal.
Um ausländische Kapitalanlagen anzuziehen, wurden
Sonderrichtlinien mit speziellen Steuer-, Rechts-
und Arbeitsanreizen in der Bucht eingerichtet, deren
Ausdehnung 465 Quadratkilometer in der Provinz
Artemisa beträgt.
Diese erste Phase
beinhaltet die Fertigstellung
einer ersten 700 Meter langen
Mole, die die Riesencontainerschiffe, die unter dem
Namen Postpanamax bekannt sind, empfangen
kann, welche ab 2015
den Panamakanal passieren
werden.
Das Container-Terminal
wird bei seiner Fertigstellung Kapazität für drei
Millionen Container pro Jahr haben.
Brasilien
trägt auf entscheidende Weise zur
Finanzierung für
die Errichtung dieses
Zentrums mit
großem wirtschaftlichem, industriellem und
kommerziellem Potenzial bei.
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