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Erklärung des kubanischen
Außenministeriums
Das Ministerium
für Auswärtige Angelegenheiten der
Republik Kuba
hat von der
Beschwerde Kenntnis genommen, die
die Präsidentin der
Republik Argentinien,
Cristina Fernández de
Kirchner, gegen die Urteile
des Obersten Gerichtshofs
der Vereinigten Staaten und
eines Berufungsgerichts
dieses Land vorgebracht hat,
welche nicht nur
im Widerspruch zu den
Interessen des
südamerikanischen
Bruderlandes stehen, sondern auch zu denen von
92 Prozent der
Gläubiger, die mit einer
Umstrukturierung der Schulden einverstanden
sind.
Argentinien
wurde heute
an den Rand
einer beispiellosen
Staatsschulden-Krise gestellt, die
selbst die von 2001 übersteigt,
die die Hälfte der
Argentinier
in die Armut abgleiten ließ
und ein Viertel
arbeitslos machte, wie die
Regierung und der Kongress angeprangert
haben.
Es ist nicht
das erste Mal,
dass Gerichte der Industrieländer
zu Gunsten
von Inhabern von
„Geier-Fonds“ entscheiden. Dieses
Phänomen wurde 1986 vom
historischen Revolutionsführer
Fidel Castro Ruz im Rahmen
seines Kampfes gegen die
Verschuldung der Dritten Welt
beschrieben und
angeprangert.
Nobelpreisträger für
Ökonomie
wie Joseph Stiglitz und
Paul Krugman, Ökonomen wie
Anne
Kruger, Thomas
Palley
und Nouriel Roubini;
internationale Organisationen
und Regierungen unterschiedlicher
Richtungen haben das
spekulative
und korrupte
Verhalten der
Eigentümer der
Geierfonds
und von US-Richtern, die
die US-Gerichte
über das
Völkerrecht und die
Rechtsvorschriften der
Staaten stellen, in Frage
gestellt.
Das Ministerium
für Auswärtige Angelegenheiten klagt an, dass
es sich um eine neue Form der
Aggression
gegen die Völker
des Südens handelt,
die von den wirtschaftlichen
Bedingungen profitiert, die durch die
Auslandsverschuldung
und die
Krise des Kapitalismus
erzeugt wurden.
Zwanzig
Länder wurden Opfer
dieser Art von Maßnahmen,
die vor allem gegen
progressive
Regierungen gerichtet sind, die
ihre Souveränität
verteidigen,
wie auf dem jüngsten Gipfel
der Gruppe der 77
und China
enthüllt wurde, der in Bolivien
stattfand.
Diese Aggression
gegen Argentinien ist auch
gegen das gesamte „Unser
Amerika“
gerichtet,
insbesondere gegen die Prozesse
der lateinamerikanischen
und karibischen
Integration. Indem wir Argentinien verteidigen,
verteidigen wir
das Recht der
Nationen des Südens auf
nachhaltige Entwicklung und
eine gerechte
Weltwirtschaftsordnung.
Havanna,
26. Juni 2014
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