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UN-Sicherheitsrat nimmt Resolution
zur Ebola-Bekämpfung an
VEREINTE NATIONEN - Der
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) hat am
Donnerstag einstimmig eine Resolution zur Bekämpfung
des Ebola-Ausbruchs in Westafrika angenommen.
Die Resolution, motiviert
durch die rasche Expansion der Epidemie, fordert die
internationale Gemeinschaft und insbesondere die
Länder der Region auf, dringend die technischen
Ressourcen und medizinischen Kapazitäten zu
mobilisieren und aufzubieten, um dem tödlichen Virus
schnellstens entgegenzutreten.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
wird ferner aufgefordert, sicherzustellen, dass alle
Organisationen ihre Reaktion auf die Epidemie
beschleunigen. Auch die Entwicklung und Durchführung
der Pläne, die in Zusammenarbeit mit den Regierungen
der Region entwickelt wurden, sollen schneller
voranbegracht werden.
Es wird sich auch dafür
ausgesprochen, dass die Gesundheitsorganisation (WHO)
ihre technische Führerschaft in diesem Bereich
stärkt.
Die von der Krankmeit am
meisten betroffenen Länder - Liberia, Guinea Conakry
und Sierra Leone – werden aufgerufen, beschleunigt
nationale Verfahren einzurichten, die Frühdiagnosen,
Isolierung von Verdachtsfällen und die Behandlung
sowie die Durchführung von Aufklärungskampagnen zur
Vermeidung von Ebola ermöglichen.
Die Resolution, die von mehr
als hundert Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen
unterstützt wurde, stellt fest, dass es in diesen
Ländern, wenn der Ausbruch nicht gestoppt wird, zu
Unruhen, sozialen Spannungen und zur
Verschlechterung des politischen und
sicherheitspolitischen Klimas kommen könne.
Im Text wird die
internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Reise-
und Handelsbeschränkungen aufzuheben, die einige
Länder vor kurzem erlassen haben, da sich diese
nachteilig auf die Bemühungen zur Bekämpfung der
Krankheit auswirken.
Dies ist das dritte Mal in
der Geschichte, dass der UN-Sicherheitsrat aufgrund
eines Gesundheitsproblems tagt; bei den letzten
beiden Malen ging es um die Aids-Epidemie.
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