Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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K U B A

Havanna, 11 April 2014

 

Wiederbelebung des Obstanbaus

KUBA strebt eine nachhaltige Entwicklung der Obstproduktion an, um die Nachfrage der Bevölkerung und des Tourismus befriedigen und Obst auch exportieren zu können. Dazu gibt es eine Regierungsstrategie, welche die Erweiterung der Anbaufläche, eine angemessene Bereitstellung von Technologie und die Anwendung des Know-how im landwirtschaftlichen Produktionsprozess umfasst.

Gemäß den Mitte 2013 vom Forschungsinstitut für Tropischen Obstanbau zur Verfügung gestellten Zahlen beträgt die für den Obstanbau genutzte Gesamtfläche auf der Insel 88.367 Hektar. Etwa 30 Prozent davon entfallen auf Mango-Plantagen. Zählt man die Anbaufläche der Zitrusfrüchte hinzu, beträgt die Gesamtfläche für die Produktion von Früchten109.367 Hektar.

Aber die Ergebnisse sind noch nicht ermutigend, denn laut dem Nationalamt für Statistik und Informationen hat sich von Januar bis September letzten Jahres das Produktionsvolumen in der Landwirtschaft, den Zuckerrohranbau ausgenommen, um 2,6 % verringert, und innerhalb dieser Produkte zeigen die Zitrusfrüchte und das Obst, mit Ausnahme von Ananas und Guave, noch immer erhebliche Anzeichen des Rückgangs.

Für die Wiederbelebung der Obstproduktion, die vor über 30 Jahren ihre höchste Pracht erreichte, verfügt die Insel neben idealen klimatischen Bedingungen über den Sektor der Genossenschaften und der Kleinbauern, der die höchsten Produktionsraten erzielt.

Innerhalb dieser Gruppe entwickelt sich eine Bewegung von Obstanbau-Genossenschaften, die 102 spezialisierte Einrichtungen im ganzen Land vereint, welche sich durch ein hohes Produktionsniveau, hohe Qualität der Früchte, die Anwendung von Verfahren wie Mischkulturen und die Verwendung von Biodünger auszeichnen.

Laut der Unternehmensgruppe Frutícola werden 31.000 Hektar Land von den Genossenschaften dieser Bewegung bebaut. Vorherrschend sind dabei der Anbau von Mango (11.500 ha), Avocado (6.000), Guave (4.500), Papaya (2.700), Ananas (2.400), Breiapfel (600) und auf 3.300 Hektar werden andere Obstsorten angebaut.

„Die Bewegung hat in den letzten Jahren große Veränderungen erlebt. Der Zugang zu Verbrauchsmitteln und anderen Ressourcen hat sich verbessert. Dies ermöglicht uns, Pläne zu schmieden. Im nächsten Jahr wollen wir den Obstanbau auf fast 200 Hektar ausweiten und auch neue Sorten einführen", sagte gegenüber Granma International Luis Gerardo Pérez Gutiérrez, der Vorsitzende der Genossenschaft Nelson Fernández der Gemeinde Madruga in der Provinz Mayabeque.

VOM ZUCKER ZUM OBST

Im Rahmen der Umstrukturierung, die die kubanische Zuckerindustrie im Jahr 2002 mit Blick auf die Verbesserung ihres wirtschaftlichen Managements erfuhr, wurde 62 % des Landes des bisherigen Zuckerrohranbaus für die Produktion von Hackfrüchten, Bananen, Gemüse, Obst und anderen Kulturen freigegeben. Dies betraf auch die Kooperative Nelson Fernández - eine der 5.200 landwirtschaftlichen Genossenschaften, die es heute in Kuba gibt - und jetzt gehört sie zur Bewegung der Genossenschaften, die im Obstanbau führend sind.

„Aufgrund der Entfernung unserer Kooperative vom Zuckerwerk - argumentierte Luis Gerardo - wurde beschlossen, dass wir kein Zuckerrohr mehr anbauen, sondern den Schwerpunkt auf verschiedene andere Kulturen setzen würden."

„Als dann das Dekret 259 und später das Dekret 300 verabschiedet wurden - in Bezug auf die Landübergabe in Nießbrauch - wuchs unsere Genossenschaft. Wir hatten nur 169 Hektar Landund jetzt sind noch 872 Hektar hinzu gekommen, die 93 Nutzern zur Verfügung gestellt wurden. Das bedeutet, dass sich unsere Landfläche beinahe auf das Siebenfache erhöht hat."

Derzeit dienen in der Genossenschaft über 140 Hektar Land dem Obstanbau, wobei ca. 40 Sorten mit gutem Ertragsniveau angebaut werden. „Wir haben die Produktion von Zitrusfrüchten deutlich erhöht, die in Kuba oft große Beeinträchtigung durch Schädlinge erleidet. In diesem Jahr haben wir bereits über 100 Tonnen der persischen Limette erreicht."

Obwohl die Obstproduktion ihre Hauptaufgabe ist, hat die Genossenschaft Nelson Fernández auch Ergebnisse in der Milch- und Fleischproduktion sowie bei der Produktion von Hackfrüchten, Bananen und Gemüse aufzuweisen. Ebenso kommen dem Land ihre hohen Erträge bei Mais und Bohnen zugute, sehr wichtige Nahrungsmittel, durch deren Produktion Importe eingespart werden können.

„Indem wir das Land, das von Marabu-Sträuchern überwuchert und verunkrautet war, weiter säubern, wollen wir weiter wachsen, den Obstanbau ausweiten, der unser Unternehmenszweck ist, und wir wollen in diesem Jahr den neuen Modus der Minindustrie umsetzen, um eine Schließung des Produktionszyklus zu erreichen."

„Dank der Anstrengungen aller haben wir die bisherigen Ergebnisse erzielt. Ich bin der Vertreter von 167 Bauern, die durch ihr Engagement und ihre tägliche Arbeit alle Verdienste erarbeitet haben."

Es gibt also ermutigende Beispiele wie die Genossenschaft Nelson Fernández. Die organisatorische Arbeit dieser Bewegung ist noch nicht zu Ende, denn es müssen immer noch Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden, die das Erreichen ihres Ziels behindern, die Traditionen der Obstproduktion zu retten.

Die Einhaltung erprobter Produktionsverfahren, die korrekte Abwasserbehandlung in der Miniindustrie, Vertragsabschlüsse über die Produktion im Einklang mit der Nachfrage und die Absicherung mit Materialien für die Anwendung von geeigneten Technologien auf den Plantagen und in den Baumschulen sind Teil der Strategie, die zu befolgen ist, um einen stabilen Aufschwung der Obstanbau-Agrarindustrie zu erreichen.
 

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