Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 13. März 2012

 

Evo Morales verteidigt
die Nutzung des traditionellen
Koka-Blattes vor der UNO

WIEN, 12. März.— Der Präsident Boliviens, Evo Morales, verteidigte heute auf der Eröffnung der 55. Vollversammlung des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) die traditionelle und medizinische Nutzung des Koka-Blattes in seinem Land, berichtet Telesur.

Mit dem Teil einer Kokapflanze in der Hand bat Evo die Vertreter von 157 Ländern, die in dieser Hauptstadt versammelt waren, das Verbot des Kauens der Kokablätter in ihrem natürlichen Zustand aufzuheben, das seit 1961 auf der Liste der verbotenen Gifte oder psychotroper Substanzen steht. „Ich möchte um die Hilfe der internationalen Gemeinschaft bitten, um die Berichtigung eines historischen Fehlers zu unterstützen, der gegen das bolivianische Volk begangen wurde" waren seine Worte.

„Die Produzenten des Kokablattes sind keine Rauschgifthändler, die Konsumenten sind keine Drogenabhängige", unterstrich der Regierungschef auf dem bis zum kommenden Freitag andauernden Forum.

Er stellte ebenfalls die Ergebnisse seiner Regierung im Kampf gegen den Drogenhandel dar, dem zufolge im vergangenen Jahr 27 Tonnen Kokapaste, 5,1 Tonnen Hydrochloride und 382 Tonnen Marihuana beschlagnahmt wurden, setzt PL hinzu.

Am 1. Januar 2012 beantragte Bolivien seine Wiederaufnahme in das UNO-Betäubungsmittelabkommen, aber „mit Vorbehalten" bezüglich der traditionellen Nutzung des Kokablattes in seinem Territorium. Ein Antrag, dem das Organ noch nicht stattgegeben hat.

Der Regierungschef hob die Nutzung dieser Pflanze zu medizinischen Zwecken und zur Herstellung von Erfrischungsgetränken, Marmeladen, Tees und Likör hervor.
 

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