Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

NUR TEXT |   FEEDS RSS  

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 9 Juni 2014

 

Die Tage der USAID
in Ecuador sind gezählt

Néstor Marin

DIE US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID), die vor kurzem auch in Verbindung mit subversiven antikubanischen Plänen Aufsehen erregte, hat bereits einen Ausreisetermin aus Ecuador, nachdem sie sich geweigert hat, die Zusammenarbeitsregeln der lokalen Regierung zu befolgen.

Laut verbreiteten Presseberichten ist der endgültige Abzug der US-Agentur für den 30. September geplant, sobald die drei noch laufenden Projekte abgeschlossen sind.

Die Tage der USAID in dem südamerikanischen Land waren aber bereits seit Dezember letzten Jahres gezählt, als sie sich geweigerte, eine Rahmenvereinbarung mit der von Präsident Rafael Correa angeführten Regierung zu unterzeichnen, in der die Bedingungen der Zusammenarbeit und die Art der Projekte festgelegt werden.

„Wir brauchen keine Wohltätigkeit oder Almosen, die die USAID oft klientelistisch verteilte. Der Staat kann sich selber helfen", versicherte damals der Staatschef.

Correa fügte hinzu, dass Ecuador Technologietransfer und Investitionen brauche, was, wie er sagte, im Fall der von der US-Agentur geleisteten Zusammenarbeit nicht zu verzeichnen sei.

Diese Ansicht wurde später durch das Technische Sekretariat für Internationale Zusammenarbeit der ecuadorianischen Regierung bestätigt, als Gabriela Rosero erklärte, dass ein guter Teil der 32 Millionen, die die USAID in den vergangenen sechs Jahren in dem Land investiert hat, für Verwaltungskosten von Nichtregierungsorganisationen und private Projekte ausgegeben wurde.

„Die USAID sollte verstehen, wie es andere Kooperationspartner verstanden haben, dass sich die Spielregeln der Zusammenarbeit in Ecuador verändert haben, es geht nicht mehr um ein Geschenk oder eine Entschädigung", urteilte Rosero Ende letzten Jahres.

Die Vizepräsidentin der Nationalversammlung, Marcela Aguiñaga, die in Guayaquil am Abschluss eines der Projekte teilnahm, die die US-Agentur in Ecuador unterhielten, ging ebenfalls auf die neuen Zeiten ein, die das Land erlebt, seit im Januar 2007 die Bürgerrevolution an die Macht kam.

Die Regierung hat sehr klar gesagt, dass alle Kooperationsverträge, die Verträge aller Länder, mit der ecuadorianischen Regierung abgestimmt werden müssen, was die Vereinigten Staaten nicht getan haben, sagte die Abgeordnete, wie von der Zeitung El Telégrafo zitiert wird.

Die Direktorin der USAID in Ecuador, Jeannie Friedmann, wiederum, nutzte die Gelegenheit, um eine verschleierte Drohung loszulassen, indem sie sagte, dass mit dem Weggang der Agentur die US-Unterstützung für das südamerikanische Land „anders sein wird".

Die US-Regierungsbehörde stand vor kurzem am öffentlichen Pranger. Ihr Direktor Rajiv Shah musste vor einem Senatsausschuss erscheinen, um die Finanzierung eines Programms zu erklären, das zur Destabilisierung der verfassungsmäßigen Ordnung in Kuba konzipiert war.

Mit dem Projekt, das als ZunZuneo bekannt ist, versuchte man, über einen Kurznachrichtendienst junge Menschen in Kuba zu beeinflussen und eine Art arabischen Frühling auf der Karibikinsel zu schaffen. (PL)
 

                                                                                                  ARTIKEL DRUCKEN


Generaldirektor: Pelayo Terry Cuervo. Chefredakteur: Gustavo Becerra Estorino
Hosting:
Teledatos-Cubaweb. Havanna
Granma Internacional Digital:
http://www.granma.cu/

E-mail  | Index | Español | Inglés | Francés | Portugués | Italiano
© Copyright. 1996-2013. Alle Rechte vorbehalten. GRANMA INTERNACIONAL. Kuba

UP

Granma
Internacional Deutsche Ausgabe