Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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Havanna, 2 Juli 2014

 

Venezolanische Oligarchie hinter Mord- und Putschplänen

WAS haben ein ehemaliger PDVSA-Manager, ein flüchtiger Bankier, ein ehemaliger COPEI-Abgeordneter, ein ehemaliger ADECO-Gouverneur und die Tochter einer alten Oligarchenfamilie in Venezuela gemeinsam?

Mindestens zwei Dinge: Sie waren Teil der Wirtschaftseliten unter den Regierungen der Vierten Republik und sind an den Mord- und Putschplänen beteiligt, die von der höchsten politischen Führung der Bolivarischen Revolution angeprangert wurden.

Nachdem Gewaltausbrüche wirkungslos geblieben waren und sich durch die aufeinanderfolgenden Wahlniederlagen Frustration breitgemacht hatte, weil das Volk weiterhin hinter der Bolivarischen Revolution stand, nahm María Corina Machado Kontakt mit Pedro Burelli, Eligio Cedeño, Gustavo Tarre, Diego Arria und anderen auf, um Präsident Nicolás Maduro zu „vernichten". Das geht aus diversen E-Mails hervor, die öffentlich gemacht wurden.

Machado war Unterzeichnerin des Dekrets von Pedro Carmona Estanga während des kurzlebigen Putsches im April 2002. Sie war im Miraflores-Palast anwesend und applaudierte Carmona, als er alle demokratischen Institutionen auflöste.

Ihre Familie, die Machado Zuloagas, gehören zur alten Bourgeosie, zu den größten Anteilseignern von La Electricidad de Caracas, des Verhüttungsunternehmens Sivensa, der Banco Mercantil, Viasa, Tacoa Holdings und seinen Tochtergesellschaften.

Nach dem Sieg der Bolivarischen Revolution im Jahr 1999 verlor diese Familie wirtschaftliche Privilegien und den Zugang zu Öleinnahmen, die sie sich auch durch ihren Einfluss auf die herrschende politische Klasse verschafft hatte.

Ein anderer, der im Plan erwähnt wird ist Pedro Burelli, ein ehemaliger Manager von PDVSA, der im Jahr 1996 vom damaligen Präsidenten Rafael Caldera zum externen Direktor ernannt wurde. Er befürwortet die Privatisierung der staatlichen Ölgesellschaft, wie aus einem Interview mit El Nacional hervorgeht.

Der derzeit in den USA ansässige Burelli ist mit Cristina Vollmer verheiratet, deren Familie in Banken und Industrieunternehmen investiert hat.

Eligio Cedeño ist ein weiterer Akteur der Mord- und Putschpläne. Er ist ein in den Vereinigten Staaten wohnender Banker, Flüchtling der venezolanischen Justiz, die ihm Fondsverschiebung und Immobilien-Betrug vorwirft. Er finanziert und finanzierte die Pläne, mit denen die Bolivarische Revolution gestoppt werden soll.

Im Mai enthüllte der Minister für Inneres, Gerechtigkeit und Frieden, Miguel Rodríguez Torres, dass Cedeño einer der wichtigsten Geldgeber für die Ausbrüche von Vandalismus und Gewalt war, die von Februar bis März registriert wurden.

In den E-Mails von Corina Machado tauchte der Name von Henrique Salas Römer auf, einem Geschäftsmann, der sich in der Politik für die wirtschaftlichen Machtgruppen mit Interessen an den Öleinnahmen eingesetzt hat. Er war Abgeordneter des ehemaligen Kongresses und Gouverneur des Bundesstaates Carabobo. Am 2. Mai 2014 deckte Minister Rodríguez Torres auf, dass Salas Römer der wirtschaftliche Arm der rechtsgerichteten Organisation Juventud Activa Venezuela Unida (Javu), mit Sitz in Valencia, Carabobo, ist.

Zwei alte Figuren der Parteien AD (Acción Democrática) und COPEI (Partido Social Cristiano) tauchen ebenfalls in den E-mails auf: der Anwalt Gustavo Tarre, ehemaliger Abgeordneter der Grünen, und Diego Arria, der im Jahr 1974 Gouverneur des Bundesdistrikts (heute Hauptstadtdistrikt) der Weißen Partei war.

Tarre war stellvertretender Leiter der Parlamentsfraktion der Christlich-Sozialen Partei COPEI. Am 23. April 2010 befürwortete er die Kandidatur von Corina Machado für die Nationalversammlung.

Arria, der nach Vorlage von Beweisen vorgab, sein Telefon sei gestohlen worden, wurde als Gouverneur des Kaufs von überteuertem Land in Vargas angeklagt. Dann, als Präsident des Simón-Bolívar-Zentrums (CSB), wurde er mit einem unsauberen Geschäft in Verbindung gebracht, bei dem das CSB Grundstücke in Maiquetia erwarb. Dort wurde ein teures Wohnprojekt für die Mittelklasse errichtet, unter Missachtung der Rechte der dort seit über 50 Jahren ansässigen Bewohner.

Im Jahr 1978 nahm Arria an den Präsidentschaftswahlen teil, die von Luis Herrera Campins gewonnen wurden. Er erhielt damals knapp 90.000 Stimmen.

Alle Beteiligten haben Verbindungen mit den Vereinigten Staaten und ihrer Regierung. Sie sind sehr daran interessiert, in Venezuela ihre alten Privilegien zurückzuerlangen. Allen ist gemeinsam, dass sie viel Geld haben, aber nur wenige Stimmen, um zum Präsidenten gewählt zu werden, und dass sie keinen Respekt vor Demokratie haben. Sie teilen auch die Vorliebe für Gewalt als Mittel, um die Regierung von Nicolás Maduro zu stürzen, der demokratisch von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt wurde. (Übernommen von AVN)
 

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