Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 29. Januar 2013

 

CELAC: gemeinsame Vision des Großen Vaterlandes
Ansprache Raúls auf der Plenarsitzung des ersten Gipfeltreffens der CELAC Kuba übernahm die Präsidentschaft Pro Tempore der Organisation

Leticia Martínez Hernández und Yaima Puig Meneses

SANTIAGO DE CHILE, Chile.— „Für mich ist es eine große Ehre, die Präsidentschaft Pro Tempore der CELAC zu übernehmen. Ich empfinde es als Anerkennung des aufopferungsvollen Kampfes unseres Volkes um seine Unabhängigkeit, die gerade heute, am 160. Jahrestag seiner Geburt, zur besonderen Ehrung gereicht“, sagte der Präsident des Staats- und des Ministerrates, Raúl Castro Ruz, in seinen kurzen Worten bei Übernahme der Präsidentschaft der Organisation. 

Unter den abgehaltenen Treffen sprach Armeegeneral Raúl Castro Ruz auch mit dem Präsidenten Kolumbiens, José Manuel Santos
Unter den abgehaltenen Treffen sprach
 Armeegeneral Raúl Castro Ruz auch mit
dem Präsidenten Kolumbiens,
José Manuel Santos

In diesem Sinne hob er das Interesse Kubas hervor, zur Konsolidierung des ersten Mechanismus der Verständigung und der Integration beizutragen, der die 33 Länder Unseres Amerikas vereint.

Ebenso versicherte er, dass wir für den Frieden, die Gerechtigkeit, die Entwicklung und das Verständnis zwischen allen unseren Völkern eintreten werden. „Wir werden vom Verständnis unserer Verschiedenheit ausgehen, um die Einheit im Kampf für das gemeinsame Ziel zu fördern, das Wohlergehen und die Würde unserer Völker zu erreichen, und wir werden unermüdlich arbeiten, um das Ideal der Unabhängigkeit Bolivars und aller unserer berühmten Persönlichkeiten Wirklichkeit werden zu lassen.“

Während der Plenarsitzung stimmten die Delegationsleiter darin überein, die Übernahme der Präsidentschaft Pro Tempore der CELAC durch Kuba als historisches Ereignis für die Region zu bezeichnen und drückten ihr Vertrauen in den Erfolg derselben aus.

Bei seiner Ansprache auf der Plenarsitzung vor Beendigung des Treffens widmete der kubanische Präsident seine ersten Worte der Ehrung des Andenkens an Salvador Allende, eines großartigen Lateinamerikaners, der sein Leben für die Unabhängigkeit Chiles gab.

Raúl brachte zum Ausdruck, dass die Existenz der CELAC es uns ermöglichte, die Herausforderungen des Jahres 2012 mit mehr Bewusstsein darüber anzugehen, wer wir sind und wohin wir gehen inmitten der aufgewühlten und komplizierten Umstände.

„Die CELAC ist kein Verband, in dem es lediglich um Versammlungen oder pragmatische Übereinstimmung geht, sondern sie ist die gemeinsame Vision des großen lateinamerikanischen und karibischen Vaterlandes, die nur ihren Völkern verpflichtet ist.“

Ebenso unterstützte er die Entschiedenheit, mit der UNASUR angesichts des parlamentarischen Staatsstreiches in Paraguay handelte, und schätzte ein, dass die Gemeinschaft nicht komplett ist, solange in ihr der Sitz Puerto Ricos fehle. Desweiteren drang er auf die Dringlichkeit, Haiti noch mehr zu unterstützen, dessen Regierung Ressourcen für den Wiederaufbau und die Entwicklung benötigt. Desgleichen trat er dafür ein, die Anstrengungen gegen die Drogensucht und den illegalen Drogenschmuggel zu vereinigen.

Die ausgearbeitete Rede beiseite lassend, berichtete er von der Erfahrung Kubas im Kampf gegen diese Geißel. Dementsprechend sagte er, dass es besser sei, diesen Problemen zu begegnen, solange sie im Entstehen begriffen sind.

Auf der Plenarsitzung des Gipfeltreffens, die vom chilenischen Fernsehen live übertragen wurde, kam es zur einstimmigen Anerkennung des wichtigen Beitrags, den die ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, Felipe Calderón und Leonel Fernández sowie der venezolanische Regierungschef Hugo Chávez Frías geleistet hatten, um die Entstehung der CELAC zu gewährleisten.

Offene und freimütige Debatten

Bei Beginn der Wortmeldungen auf der Plenarsitzung verlas Nicolás Maduro eine von Chávez an die am Treffen teilnehmenden Staats- und Regierungschefs gerichtete Botschaft, in der er hervorhob, dass die Einheit und der Traum vom Großen Vaterland der Befreier des Kontinents bereits Gestalt annimmt.

In dem Dokument schätzte der venezolanische Staatschef ein: „ Wir ähneln uns bereits dem, was wir einmal waren und was uns genommen wurde ... Der Geist der Einigkeit ist mit ganzer Kraft wiedergekehrt.“ 

Der Präsident Mexikos, Enrique Peña Nieto, hob hervor, dass „die Welt heute nicht mehr polar, sondern multipolar ist“ und dass die CELAC als eine Chance entsteht, „mit pluralistischem Charakter, die es erlaubt, verschiedene Positionen der Bruderländer anzuerkennen“. In diesem Sinne versicherte er, dass sein Land weiter arbeiten wird, um die Rolle dieses Forums zu stärken, da die Gemeinschaft eine strategische Rolle spielt.

Evo Morales, Präsident Boliviens, bezog sich seinerseits auf die Abwesenheit auf diesem Treffen des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz und des Regierungschefs Hugo Chávez, die sich stolz fühlen müssen ob der Tatsache, dass heute hier die Länder der Region versammelt sind, ihre Differenzen respektieren und die Demokratie verteidigen. Er bat darum, das kubanische Volk nicht allein zu lassen in seinem Kampf gegen die Wirtschaftsblockade, die ihm von der Regierung der Vereinigten Staaten aufgezwungen wird, und lobte die bedingungslose Solidarität der Insel.

Bei der Wortmeldung des uruguayischen Regierungschefs, José Mujica, würdigte dieser, dass die lateinamerikanischen und karibischen Völker nie zuvor in der Region dagewesene Geschehnisse erleben. „Wir beginnen, unsere eigenen Herren zu sein. Wir versuchen, Kraft zu sammeln, um einen ebenbürtigen Dialog mit jedermann auf der Welt anzubahnen“, meinte er. 

Bei Beendigung der Debatte stimmten die Delegationsleiter mehreren speziellen Kommuniqués zu, bezüglich der Unterstützung der Republik Haiti; der Entkolonisierung der Malvineninseln; des Kampfes gegen den Terrorismus in allen seinen Erscheinungen; der Notwendigkeit, die Wirtschaftsblockade gegen Kuba zu beenden; der Hilfe für die kleinen Inselstaaten und des Respekts des traditionellen Brauchs des Kokakauens, unter anderen.

Außerdem wurde die Einbeziehung des Präsidenten Pro Tempore des CARICOM in die Troika — die aus Chile, Kuba und Costa Rica besteht — bestätigt, die in diesem Semester Haiti zukommt. Ebenso wurde vereinbart, der Republik Ecuador die Präsidentschaft Pro Tempore der regionalen Gemeinschaft im Jahr 2015 zu gewähren.

Als Höhepunkt des Treffens stimmten die Staats- und Regierungschefs der CELAC der Erklärung von Santiago zu, in der gemeinsame Positionen über bestimmte Probleme der Region festgelegt werden und einseitige Maßnahmen mit exterritorialen Auswirkungen abgelehnt werden, die dem Völkerrecht widersprechen und dem Multilateralismus schaden können.

In ihr wird auch die Verpflichtung bestätigt, dass das Klima des Friedens, das in Lateinamerika und der Karibik vorherrscht, gefestigt wird und dass sich in unserer gesamten Region ein Gebiet des Friedens konsolidiert, in dem die Unstimmigkeiten zwischen den Ländern auf friedliche Art auf dem Wege des Dialogs und der Verhandlungen gelöst werden.
 

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