Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 23 September 2014

 

Es ist möglich den Hunger zu reduzieren – Lateinamerika und die Karibik haben es bewiesen
• Die Region hat das erste der Millenniumsziele ein Jahr vor dem von der Internationalen Gemeinschaft festgesetzten Termin erreicht

Lisandra Fariñas Acosta

WENN noch in den 90er Jahren die Zahl der Hungernden in der Region 68 Millionen überschritt, zeigt der neue von der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und dem Internationalen Fond für Landwirtschaftliche Entwicklung veröffentlichte Bericht, dass die Zahl auf 37 Millionen zurückgegangen ist.

Laut Dokument bedeutet dies, dass in wenig mehr als zwei Jahrzehnten 31,5 Millionen Männer, Frauen, Mädchen und Jungen die Unterernährung überwunden haben, so dass das Ziel des Weltgipfels der Ernährung, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Zahl aller Hungernden zu halbieren, noch erreichbar ist.

Diese Ergebnisse, so hob der FAO-Vertreter in Kuba, Theodor Friedrich, hervor, machen aus Lateinamerika und der Karibik die Region mit den größten Fortschritten im Kampf gegen den Hunger, und das ist seiner Meinung nach, wie auch aus dem Bericht hervorgeht, die Frucht des politischen Willens der Regierungen, die Armut zu verringern, die eine Verbündete des Hungers ist.

Friedrich sagte, dass die Maßnahmen jedes Landes sich in die Gemeinschaftsprojekte einfügen. Es ist die erste Region, die sich das Ziel „Hambre Cero" (Null Hunger) durch die Annahme der „Initiative Lateinamerika und die Karibik Ohne Hunger 2025" gesetzt hat, die von den Staatschefs der Region auf den letzten Gipfeltreffen der Vereinigung der Staaten Lateinamerikas und der Karibik (CELAC) bekräftigt wurde.

Die großen politischen Übereinkünfte sind es, die den Unterschied der Situation in Lateinamerika und der Karibik zu den andern Regionen ausmacht und das überträgt sich auf alle Ebenen: die Nahrungsmittelsicherheit ist eine Priorität in den Arbeitsplänen der wichtigsten politischen und ökonomischen Integrationsorganismen der Region wie CELAC, MERCOSUR, Petrocaribe-ALBA, CARICOM, CAN, SELA, SICA und das Lateinamerikanische Parlament, heißt es in dem Bericht.

Der Vertreter der FAO in Kuba unterstrich, dass heute 14 Länder der Region dieses Ziel erreicht haben und andere auf dem Weg sind, es bis 2015 zu schaffen.

Innerhalb der Länder, die den schnellsten Fortschritt zu verzeichnen haben, befinden sich Bolivien, Kolumbien, Brasilien, Honduras, Nicaragua, Panama und Peru. Andere wie El Salvador und Guatemala haben Fortschritte gemacht, aber aber sehr viel langsamer. Auch liege Lateinamerika vor der Karibik.

Andererseits gehört Haiti immer noch zu den Ländern mit den größten Schwierigkeiten, mit 51,8% Hungernden in der Bevölkerung, „eine Ziffer, die trotz vieler Initiativen konstant geblieben ist".

Jedoch sagte Friedrich, dass 37 Millionen Hungernde, 164 Millionen Arme und 68 Millionen im Elend Lebende uns zeigen, welche Herausforderungen eine Region, die reich an natürlichen Ressourcen ist und genügend Nahrungsmittel produziert, in der aber eine große Ungleichheit besteht, noch vor sich hat.

Laut Bericht sind die allgemeinen Tendenzen weltweit positiv, auch wenn noch 805 Millionen Menschen unter chronischer Unterernährung leiden. 65% von ihnen leben in Asien (525,6 Millionen), 28% leben in Afrika und 4,6% in Lateinamerika und der Karibik. 2% leben in Regionen der Ersten Welt. Die größte Ballung an Unterernährten ist in dem Teil Afrikas, der sich südlich der Sahara befindet, wo einer von vieren Hunger leidet.

„Es geht nicht nur darum, Lebensmittel zu haben, sondern sicher zu stellen, dass alle jederzeit Zugang zu qualitativ guten Produkten in ausreichender Menge haben", führte der Experte aus.

Der Vertreter der FAO in Kuba erwähnte noch eine weitere Sorge, nämlich die Fettleibigkeit und das Übergewicht. „Wir sprechen immer von Hunger und Ernährung, aber es ist wichtig, dass es eine gesunde Ernährung ist. Das Aufkommen der Übergewichtigen in der Region liegt bei 23%, aber es gibt Länder, in der sie 40% überschreitet", sagte er.

Auf Kuba bezogen, lenkte Friedrich seine Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit einer Nahrungsmittelsouveränität. „Die Sicherheit, genügend Lebensmittel zu haben, basiert noch zu stark auf Importen, was immer Unwägbarkeiten mit sich bringt. Es ist wichtig, die nachhaltige Produktion zu erhöhen und die Fähigkeit zur Selbstversorgung zu erlangen."

In diesem Zusammenhang betonte er den Beitrag der landwirtschaftlichen Familienbetriebe für die Selbstversorgung der Bevölkerung.
 

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