Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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Havanna, 23. Oktober 2014

 

Gedächtnis gegen Manipulation
• Tabaré Vázquez strebt für die Frente Amplio von Uruguay die Präsidentschaft an, muss sich dafür aber am 26. Oktober gegen die Vertreter der Opposition durchsetzen

 Joaquín Rivery Tur

Tabaré Vázquez strebt zum zweiten Mal die Präsidentschaft im Namen der Frente Amplio von Uruguay (FA) an, die in zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten von fünf Jahren die Heimat von Artigas regiert hat.


Die drei Kandidaten der Präsidentschaftswahl in Uruguay: Tabaré Vázquez, Luis Lacalle und Pedro Bordaberry. Foto: AFP

Vázquez tritt am 26. Oktober gegen die Vertreter der Opposition an, angeführt von Luis Lacalle Pou (Partido Nacional oder Blanco, PN) und Pedro Bordaberry (Partido Colorado, PC), deren Propaganda darauf basiert, dass die Uruguayer angeblich der zehnjährigen Kontinuität der Regierung müde sind.

Meinungsumfragen können nicht verbergen, dass die Absichten der Stimmabgabe mit 42 % die FA begünstigen und Vázquez damit 10 Punkte vor Lacalle Pou und 27 vor Bordaberry liegt.

Gemäß dieser Prognose ist es wahrscheinlich, dass keine der Parteien in der ersten Wahlrunde die absolute Mehrheit erhält und es im November zur Stichwahl kommt. Dann will sich die politische Opposition zusammenschließen, um den Sieg davonzutragen. Doch ihre Schätzungen ignorieren die Tatsache, dass die Frente Amplio die Allianz von Weiß und Rot schon zweimal an der Wahlurne geschlagen hat und auch die Linke Verbündete besitzt.

Die Angriffe kommen heute aus den Mainstream-Medien, angefangen mit El País uruguayo und El País español, gefolgt von der Website Infobae und anderen rechtsgerichteten, die Tabaré Vázquez angebliche Nachteile nachsagen und seinen Gegnern Flexibilität zusprechen.

Die uruguayische Opposition geht bei ihren Angriffen auf die FA absichtlich nicht viel auf die Geschichte ein.

Daniel Olesker, Minister für Soziale Entwicklung, erinnerte die Wähler daran, dass es seit 2006 eine Verbesserung bei den öffentlichen Ausgaben, vor allem in ihrer Verteilung, gegeben hat.

So sind in dem Land mit drei Millionen Einwohnern 696.000 Menschen aus der Armut herausgekommen. In der Provinz Artigas betrug vor 2005 der Anteil der Armen 50 % der Bevölkerung, heute etwa 18%.

Das Elend ist in allen Altersgruppen zurückgegangen. Bei Kindern und Jugendlichen betraf die Armut jede zweite Person, heute jede fünfte.

Das Pro-Kopf-Einkommen lag im Jahr 2013 ca. 47% höher als im Jahr 2005.

In dem zehnjährigen Zeitraum der Regierung der Frente Amplio hat sich die Situation von 60 % der ärmsten Bevölkerung verbessert. Ein weiterer wichtiger Indikator ist, dass seit 2006 etwa 220.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Dies führte zur niedrigsten Arbeitslosenquote in der Geschichte des Landes, die über die Jahre beibehalten wurde.

In der gleichen Zeit ist die Zahl der Beitragszahler zur Sozialversicherung um mehr als 450.000 gestiegen, und viele prekäre Beschäftigungen wurden formalisiert, mit allen dazugehörigen Rechten wie Boni, Urlaubsgeld, Krankenversicherung und Rentenzahlung.

Mehr junge Menschen als früher konnten die Sekundarschulbildung abschließen.

Vor der Gesundheitsreform waren 586.000 Menschen durch die Gesundheitsfürsorge abgedeckt, davon 50.000 Rentner und niemand unter 18 Jahren; heute sind es 2,2 Millionen Menschen, darunter 350.000 Rentner und mehr als 500.000 Kinder unter 18 Jahren.

Der massive Angriff der rechte Presse gegen die Frente Amplio versucht, ihr Anhänger wegzunehmen, indem sie angebliche Fähigkeiten der Vertreter der Opposition überhöht.

Aber die erreichten Leistungen, von denen die Rechte nicht spricht, haben auch ein Gewicht, vor allem bei den Nutznießern der oben genannten Vorteile, die den massiven Angriff der rechten Führer und Medien nicht berücksichtigen werden, obwohl er sicher Einfluss auf die Wahl haben wird. Am 26. Oktober wird sich entscheiden, wer gewinnt und ob es zu einer Stichwahl kommt.
 

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