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U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 18. November 2014

 

Außenminister Ecuadors bedauert, dass sein italienischer Amtskollege ihn nicht empfangen wollte

Der Außenminister Ecuadors Ricardo Patiño bedauerte heute in Rom, dass sein italienischer Amtskollge Paolo Gentiloni keinen Platz auf seiner Agenda gefunden hatte, um ihn zu empfangen und das Thema der Migrantenfamilien zu erörtern, bei denen es Probleme wegen des Sorgerechts gebe. „Ich bedauere es sehr. Ich bin gekommen, um ein so gravierend, wichtiges und menschlich dringendes und delikates Problem zu erörtern und  ich habe keine Gelegenheit gehabt, mich mit dem Außenminister zu teffen“, sagte er vor der italienischen Presse.

Außenminister Ecuadors bedauert, dass sein italienischer Amtskollege ihn nicht empfangen wollte

Der Minister machte die Besorgnis der Regierung in Quito wegen der Familien deutlich, die die Vormundschaft über ihre Kinder verloren haben oder sich wegen dieses Themas im Konflikt befinden.

Er sagte, dass dieses Phänomen nur in Italien auftrete und in andern Länden Europas praktisch nicht vorkomme.

Patiño erklärte, dass etwa 100 Minderjährige davon betroffen seien. Einige werden von sozialen Einrichtungen beaufsichtigt, andere zu Heimen gebracht. Es gebe Kinder, die jeglichen Kontakt mit hren Familien verloren hätten und italienischen Familien zur Adoption freigegeben worden seien.

Er fügte hinzu, dass man bei Überprüfung der Fälle Verfahrensfehler festgestellt habe: So habe z.B. die Armut der Familien verhindert, dass sie Zugang zu einer Rechtsverteidigung hatten. Wegen der Sprachprobleme häten einige Eltern Dokumente unterzeichnet, deren Inhalt sie nicht richtig verstanden hätten und die Gerichte hätten die kulturellen Unterschiede nicht berücksichtigt.

Der Außenminister sagte weiter, dass man vielen Familien das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen habe, weil sie wirtschaftlich nicht  in der Lage seien, für ihren Unterhalt aufzukommen, ohne dass man ihnen vorher die Möglichkeit gegeben habe, auf die Hilfen zurückzugreifen, die das italienische Gesetz  vorsehe.

Er wies darauf hin, dass in Fällen, bei denen das Problem in Konflikten innerhalb der Familien begründet sei, sich diese noch verschimmern könnten, wenn die Familie eines ihrer Miglieder verliere.

Angesichts dieser Siuation erinnerte der an die Richtlinien der Vereinten Nationen, dass die Familie das natürliche Umfeld für das Aufwachsen der Kinder sei und die Anstrengungen des Staates darauf gerichtet sein müssten, diese in ihrer Fürsorgefunktion zu unterstützen.

Patino wies darauf hin, dass die Regierung Ecuadors, nach Überprüfung der Lage begonnen habe, den Migranten, die unter diesem Konflikt leiden, umfassende Betreuung zukommen zu lassen. Dazu gehöre auch ein von Quito finanzierter Rechtsbeistand, psychologische Hilfe und Sozialfürsorge.

 “Wir möchten, dass unsere Migranten wissen, dass sie  auf uns zählen können und dass wenn solche Probleme auftreten, sie sich an die Konsulate wenden können”, sagte der Minister.

 

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