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U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 18 November  2013

 

Präsidentschaftswahl in Chile wird unter Frauen entschieden werden
• Die frühere Präsidentin Michelle Bachelet gewann in der ersten Wahlrunde, muss aber in der Stichwahl am 15. Dezember gegen die Kandidatin der Regierungspartei, Evelyn Matthei, antreten 

SANTIAGO DE CHILE - Neun Kandidaten wetteiferten um den höchsten Sitz im La-Moneda-Palast, aber die erste Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag bestätigten das Kräfteverhältnis, das in der chilenischen Politik seit der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1990 geherrscht hat. 

Bachellet (links) und Matthei erhi
Bachellet (links) und Matthei erhi

Die Vertreterin der Neuen Mehrheit und der Kommunistischen Partei, die ehemalige Präsidentin Michelle Bachelet, war die Kandidatin, die die meisten Stimmen erhielt, 47 %, aber nicht genug für einen Sieg in der ersten Runde. 
Am 15. Dezember steht die entscheidende Konfrontation mit der Kandidatin der Allianz für Chile, Evelyn Matthei, an, die etwas über 25 % der Stimmen erhielt und sich ihren Weg in die zweite Runde sicherte, wie offizielle Angaben nach Auszählung von
96 % der Wahllokale besagen. 
Dies bestätigt die Dominanz der beiden traditionellen Koalitionen, die nach dem Ende der Diktatur von Augusto Pinochet an die Macht gekommen sind. 
Der dritte Platz war eine der Überraschung. 
Der Kandidat der Progressive Partei, Marco Enríquez-Ominami (10,94 %) besiegte den unabhängigen rechtsgerichteten Kandidaten Franco Parisi (10,14 %), den die jüngsten Umfragen als Favoriten für einen zweiten oder dritten Platz aufgeführt hatten. 
Das niedrige Ergebnis von Matthei - die auch zusammen mit den Stimmen der anderen rechten Kandidaten nicht gewonnen hätte - zeigt auch die Unfähigkeit der gegenwärtigen Regierung der Allianz für Chile, ihre Wiederwahl sicherzustellen, nachdem sie im Jahr 2009 zum ersten Mal seit der Rückkehr zur Demokratie an die Macht gelangt war, äußerten verschiedene Experten. 
Ein weiteres Merkmal dieser Wahlen war die hohe Wahlenthaltung (49 %). Von 13 Millionen wahlberechtigten Bürgern nahmen nur 6,5 Millionen an der Wahl teil, die zum ersten Mal freiwillig war. 
Die nächste Präsidentin wird ihr Amt am 11. März 2014 für eine Amtszeit von vier Jahren antreten. 

AUCH KONGRESSSITZE STANDEN ZUR WAHL

Bei den Wahlen an diesem Sonntag ging es auch um die Besetzung von 20 der 38 Senatssitze. Zwölf Kandidaten des Mitte-Links-Bündnisses Neue Mehrheit wurden gewählt, sowie sieben Kandidaten der rechte Allianz für Chile, während es nur ein unabhängiger Kandidat in den Senat schaffte. 
Die 120 Sitze der Abgeordnetenkammer waren nach der Auszählung von 96 % der Wahllokale auch praktisch definiert. Die Neue Mehrheit erreichte 67 Sitze, die Allianz für Chile 49, die Progressive Partei einen Abgeordneten, und drei unabhängige Kandidaten wurden ebenfalls Kongressabgeordnete. 
Eine besondere Erwähnung verdienen die ehemaligen Studentenführer, die sich der Wahl für den Kongress stellten. Fünf von ihnen konnten Abgeordnete werden. 
Dies sind die ehemaligen Präsidenten des Studentenverbandes der Universität von Chile, Camila Vallejo und Gabriel Boric, der ehemalige Präsident des Studentenverbandes der Katholischen Universität, Giorgio Jackson, und die ehemalige Präsidentin des Studentenverbandes der Universität Concepción und Präsidentin der Jungen Kommunisten, Karol Cariola. (Internationale Redaktion) 
 

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