Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 13. Oktober 2014

 

TAG DES INDIGENEN WIDERSTANDES
Derselbe Kampf
• Im Zuge der seit 1998 durch die Bolivarische Revolution geförderten Politik der Eingliederung wurden die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rechte der indigenen Bevölkerung verfassungsrechtlich garantiert

Caracas - Mit der europäischen Invasion dieser Region und der Begegnung zweier Welten vor fünf Jahrhunderten begann auch ein Zeitraum des Widerstandes gegen die Einführung einer neuen Kultur. Die Eroberung und Kolonisierung hinterließen unauslöschliche Spuren in den Völkern Amerikas und führten zu einer Mischung, die zu einem Identitätsmerkmal wurde.

Um an die Kämpfe der indigenen Völker zu erinnern, wird an jedem 12. Oktober der Tag des indigenen Widerstandes in Lateinamerika und der Karibik begangen.

In Ländern wie Venezuela, das eine ethnische Vielfalt verzeichnet, kennt man den Tag auch als „Tag der Rasse“ oder „Kolumbus-Tag“.

Im Zuge der seit 1998 durch die Bolivarische Revolution geförderten Politik der Eingliederung wurden die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rechte der indigenen Bevölkerung verfassungsrechtlich garantiert.

Nach Angaben des Nationalen Statistikamts gibt es mindestens 725.000 Venezolaner, die sich selbst als Indigenes betrachten. Hauptsächlich sind sie in den Bundesstaaten Amazonas, Bolívar, Zulia, Delta Amacuro, An­zoátegui, Monagas, Apure und Sucre ansässig.

Der Kampf um die Rechte der indigenen Völker erstreckt sich über die Grenzen von Venezuela hinaus. Die 61. Generalversammlung der Vereinten Nationen hat im Jahr 2007 eine UNO-Erklärung über die Rechte der indigenen Völker angenommen. Sieben Jahre und viele Debatten später wurde die Resolution über den Schutz der Rechte dieser Völker verabschiedet.

Im Zeichen dieses Kampfes stand die Politik der Regierungen der Region, in denen es auch Vertreter dieser Völkergruppen gibt. Dies ist der Fall von Bolivien, dem Land mit dem größten indigenen Bevölkerungsanteil in Lateinamerika und der Karibik. Sein Präsident, Evo Morales, ist ein Aymara, der zum ersten indigenen Präsidenten wurde und an der Spitze des Kampfes um die Anerkennung der Rechte der indigenen Völker steht.

In Bolivien wird der Tag als Tag der Entkolonialisierung und Tag der Befreiung, der Identität und des Multikulturalismus begangen. In der Tat ist die offizielle Bezeichnung Boliviens als Plurinationaler Staat eine Anerkennung vonseiten des Staates der verschiedenen indigenen Völker, die hier miteinander leben.

Die Mapuche in Chile, die Guaraní in Paraguay, die Wayúu in Venezuela, die  K´iche´ in Guatemala und die Miskito in Nicaragua sind Beispiel für den kulturellen Reichtum dieses Kontinents. Es stellt sich die große Herausforderung, den Kampf um ihr volles Recht auf das Leben in den gegenwärtigen Gesellschaften fortzusetzen.
 

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