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Havanna, 8. Mai 2014

 

Pinar del Río gewann Baseball-Landesmeisterschaft
• Das Team der Westprovinz entschied die Finalserie der 53. Baseball-Meisterschaft gegen das kämpferische Matanzas mit 4:2 zu seinen Gunsten • Matanzas wurde zum zweiten Mal Jahr in Folge Vizemeister • Für Pinar del Río ist es der insgesamt zehnte Titel. Trainer Alfonso Urquiola hob den Zusammenhalt seines Teams hervor 

Yoe Tejeda

Ganz Kuba verfolgte die spannenden Auseinandersetzungen der Finalserie der 53. Baseball-Landesmeisterschaft, bei der sich die kämpferischen Teams der „Vegueros" (Tabakanbauer) aus Pinar del Río und der „Krokodile" aus Matanzas gegenüber standen.

Das Team von Pinar del Rio genoss den Sieg im Stadion „Victoria de Girón" von Matanzas, als wäre es im heimischen Stadion. Viele grün gekleidete Fans waren aus der westlichen Provinz angereist. Sie stürmten nach dem Sieg auf das Spielfeld, um ihrer Mannschaft zu gratulieren und gemeinsam den Meistertitel zu feiern, der mit dem 9:6 im sechsten Spiel der Finalserie erkämpft wurde.

Das Team von Pinar del Río, das auch den Beinamen „Grünes Tsunami" hat, war gezwungen worden, für die Entscheidung nach Matanzas zurückzukehren, aber es führte nach zwei Spielen in Matanzas und dreien in Pinar del Río 3:2 und für den Titel fehlte ihm nur ein weiterer Sieg. Seine wichtigsten Werfer waren einsatzbereit, zumal das Spiel wegen starken Regens am Vortag um 24 Stunden verschoben wurde.

Von den ersten beiden Spielen hatte jede Mannschaft eins für sich entschieden. Die Serie hatte in Matanzas begonnen, weil die „Krokodile" nach der vorangehenden Etappe der Meisterschaft auf dem ersten Platz lagen. Für viele waren sie trotzdem nicht der große Favorit, da die „Play Off"-Spiele andere Merkmale haben als die der regulären Saison.

Eine große Mehrheit sympathisierte mit dem Team, das von dem erfahrenen Alfonso Urquiola geleitet wird, zum Teil wegen seines Images als Gewinner-Manager oder weil es ihm im Halbfinale gelungen war, das starke Team der Hauptstadt, „Industriales", auszuschalten, oder einfach, weil sie nicht wollten, dass der umstrittene Trainer Víctor Mesa gewann, der es geschafft hatte, Matanzas in drei aufeinander folgenden Spielzeiten unter die drei Erstplatzierten zu bringen.

Von den drei Spielen im überfüllten Stadion „Capitán San Luis" in Pinar del Río gewannen die „Tabakanbauer" zwei. Im zweiten Spiel liefen die Dinge nicht wie gewollt, was sofort vom kämpferischen Matanzas ausgenutzt wurde, das damit absicherte, dass die endgültige Entscheidung in Matanzas fallen würde.

Mit dem 3:2-Vorstand hätte Urquiola es sich nun leisten können, ein Spiel zu verlieren und das letzte für sich zu entscheiden. Víctor Mesa und seine „Krokodile" waren vor einheimischem Publikum, hätten aber zwei Spiele hintereinander gewinnen müssen.

Der Trainer von Pinar del Río setzte seine „schwere Artillerie" ein. Er wollte es nicht zu einem siebten Spiel kommen lassen. Auf dem Werfer-Hügel stand mit Yosvany Torres kein Geringerer als der wertvollste Spieler der Saison. Als dieser unsicher wurde, wechselte er ihn gegen Vladimir Gutierrez aus, der von der Presse zum Neuling des Jahres deklariert worden war, und um den Erfolg abzusichern, setzte er im neunten Durchgang auf Vladimir Baños, der im Fall eines siebten Spiels als erster Werfer vorgesehen war und in einem der vorangegangenen Spiele eine beeindruckende Leistung erbracht hatte. Auch diesmal gelang es ihm, die Gefahr in Form von zwei gegnerischen Spielern auf Basen, ohne Out, abzuwenden.

Immer wieder betonte Urquiola auf den Pressekonferenzen im Anschluss an die Spiele, wie auch in seinen Worten nach dem Gewinn der Meister-Trophäe - die neunte, an der er entweder als Spieler oder als Manager beteiligt ist - , dass der Schlüssel zum Erfolg im Zusammenhalt, in der Einheit des Teams liege, darin, auch außerhalb des Spiels als eine disziplinierte Gruppe zu funktionieren, denn es sei nicht genug, den Ball zu schlagen und zu werfen oder das Feld gut zu verteidigen, um Champion zu werden.

In der Tat erhöhte der Wunsch beider Teams, Meister zu werden, die Spannung auf dem Spielfeld auf ein unvorstellbares Niveau. Missgeschicke in der Verteidigung gesellten sich zu unbestreitbaren Mängeln, die die kubanischen Werfer gegenwärtig aufweisen. Dies ergab eine Auseinandersetzung, deren Qualität gegenüber den Emotionen etwas in den Hintergrund geriet. Bis zum letzten Out gab kein noch so großer Vorsprung Sicherheit.

Das letzte Mal hatte Pinar del Río im Jahr 2011 den Meistertitel errungen, ebenfalls unter der Leitung von Urquiola. Für ihn ist es der dritte Titel als Trainer, denn auch 1998 hatte er die Mannschaft zum Sieg geführt.

Nach der politisch-administrativen Einteilung des Landes in 14 Provinzen und den Sonderbezirk Insel der Jugend, im Jahr 1976, sind Vertretungen der Provinz Pinar del Río insgesamt zehn Mal Meister geworden, sechs Mal unter dem Namen „Vegueros" und vier Mal unter dem jetzigen Namen „Pinar del Río". Santiago de Cuba gelang dies acht und „Industriales" sieben Mal.

53. MEISTERSCHAFT

TABELLENENDSTAND

  1º Pinar del Río
  2º Matanzas
  3º Industriales
  4º Villa Clara
  5º Holguín
  6º Artemisa
  7º Insel der Jugend
  8º Santiago de Cuba
  9º Ciego de Ávila
10º Las Tunas
11º Mayabeque
12º Granma
13º Cienfuegos
14º Camagüey
15º Guantánamo
16º Sancti Spíritus

 

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