Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

S P O R T

Havanna,  27. Februar 2012

 

LONDON 2012
Illegale Wetten: Bedrohung für
den Sport

Alfonso Nacianceno

DAS Internationale Olympische Komitee (IOC) wird seinen Kampf gegen die Bedrohung fortsetzen, dass die Wettmafia in die Olympischen Spiele von London 2012 einfällt.

Die Beunruhigung wächst immer mehr, Sportler könnten Täuschungsmanöver starten und Ergebnisse oder Teilergebnisse verschiedener Wettkämpfe manipulieren, in Komplizität oder unter dem Druck von Wettbetrugsringen, die nicht davor zurückschrecken, sogar Angehörige der Athleten zu erpressen, um ihre Ziele zu erreichen. Eingeweihte in diesen Kampf haben erklärt, dass diese Aktionen sehr schwer aufzudecken sind, so dass es angebracht ist, auf den Schauplätzen des Events selbst wachsam zu bleiben.

Das IOC hat Wetten für die teilnehmenden Athleten und ihr Begleitpersonal während der Olympiade verboten und über die Einrichtung einer Telefon-Hotline informiert, die dazu dienen soll, verdächtige Aktivitäten anzuzeigen.

Im März 2011 bildete es eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Korruption, die in der Lage wäre, das Fairplay während der Spiele in Frage zu stellen. Auf ihrer dritten Tagung in Lausanne, Schweiz, legte sie übereinstimmend fest, dass „der Sportbetrug als krimineller Delikt zu werten ist", und kam auch zu der Erkenntnis, dass weltweit wenig erreicht wurde, um dieses Übel auszurotten, zu dessen mächtigsten Verbündeten der Umstand der Online-Zahlung zählt.

Für Christophe de Kepper, Generaldirektor des IOC „müssen die Regierungen viel tun und es ist eine Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Justiz der ganzen Welt erforderlich", wenn man Erfolge gegen diese unheilvolle Praxis erzielen will, berücksichtigend, dass der größte Fluss illegaler Wetten aus Europa und dem Fernen Osten kommt.

Interpol (Internationale Kriminalpolizei-Organisation) schätzt ein, dass dieses schmutzige Geschäft ca. 140 Milliarden Dollar jährlich bewegt, wobei ihm seine eigene Geldwäsche anhaftet. Mehr als ausreichende Gründe, um ein Bewusstsein zu schaffen über die Gefahr, die diese Mafiabanden und ihre wirtschaftliche Macht darstellen.

GENAUSO ERNST WIE DAS DOPING

Die Wettbetrüger „bilden eine ähnlich ernste Bedrohung wie das Doping für die Glaubhaftigkeit des Sports, und möglicherweise eine noch ernstere, wenn wir die betroeffenden Geldsummen berücksichtigen", meint De Kepper. Deshalb habe er die Schaffung eines universalen Verhaltenskodex für die Sportler, Kampf- und Schiedsrichter der olympischen Bewegung vorgeschlagen. Er betonte die Notwendigkeit, dass die „Regierungen sich des Ausmaßes des Problems bewusst werden", und nannte den Fußball und das Kricket als die von Spielabsprache-Skandalen am meisten betroffenen Sportarten.

Am gleichen Tag der Tagung in Lausanne, drei Tage vor dem Super Bowl oder Super Tazón, dem Finalspiel der National Football League (NFL), schloss die US-Staatsanwaltschaft 16 Websites, die Sportwettkämpfe und andere Events illegaler Zahlung direkt per Internet übertrugen, Piraterie-Praktiken, die von Februar 2010 bis Januar 2012 funktionierten. Neun davon leitete ein einziger Mann, bekannt als Ronaldo Solano, von Michigan aus.

Anfang 2012 versicherte Chris Eaton, Sicherheitschef des Weltfußballverbandes (FIFA) in einem Interview, das auf der Website des Verbandes veröffentlicht wurde, dass es „die Menschen unvorstellbar finden, den Fußball zu benutzen, um irgendwelche Betrugsmanöver zum persönlichen Vorteil zu machen, und das ist der Hauptfeind im Kampf gegen diese Übel".

Eaton erinnerte daran, dass nach der WM 2010 in Südafrika die Abteilung Sicherheit der FIFA entstand, um jenen schmutzigen Manövern vorzubeugen, aber damit ihre Arbeit der Bereinigung Erfolg haben kann, ist es grundlegend, über die genaue Information jener Spieler, Schiedsrichter und anderem Personal zu verfügen, die bedroht wurden, damit sie Spielergebnisse manipulieren. Die Leitinstitution dieser Sportart versprach, eine Stelle einzurichten, an die man sich, auch anonym, wenden kann, um Erpressungsfälle zu melden.

Kehren wir zum Thema der Olympischen Spiele von London zurück, die in weniger als sechs Monaten eröffnet werden. Das IOC versicherte, dass die Sportorganisationen derzeit Empfehlungen darüber erhalten, wie sie ihre Athleten und Mitarbeiter beraten können, um sich gegen die Belagerung der Wettmafia schützen können. Obwohl es seine Position klargestellt hat, im Kampf gegen dieses Laster nicht einzuhalten, sind einige dafür, eine unabhängige Institution, ähnlich der Antidoping-Weltagentur, für die Bekämpfung dieses Phänomens zu bilden.

Was die allgemeine Sicherheit der Spiele 2012 betrifft, werden Quellen bei Scotland Yard gemäß 25.000 Polizisten eingesetzt werden, um jene, die versuchen wollen, die Durchführung des Events zu stören, davon abzuhalten, und um gegen das organisierte Verbrechen zu kämpfen sowie gegen den Weiterverkauf von Eintrittskarten auf dem Schwarzmarkt und Fälschungen vorzugehen.
 

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