Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

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Havanna, 22. September 2012

 

MARABANA 2012
Eine spannende Massenveranstaltung wie immer

Yoel Tejeda Pérez

Die Hauptstadt aller Kubaner wurde am Sonntag erneut zum Schauplatz der berühmten Laufveranstaltung Marabana, die in diesem Jahr zum 26. Mal stattfand und mehr als 2.700 Teilnehmer zählte, darunter etwa 300 aus anderen Ländern.

Über 2.700 Teilnehmer hatte Marabana. Foto: Ricardo López Hevia
Über 2.700 Teilnehmer hatte Marabana. Foto: Ricardo López Hevia

Letztere Zahl bestätigt die hohe Akzeptanz der Veranstaltung bei den Besuchern, die jedes Jahr gestiegen ist. Wie der Leiter des Projekts Marabana-Maracuba, Carlos Gattorno, festgestellte, ist dieses Ereignis „mehr als Laufen, es ist Kuba“. Nicht zu vergessen seien die brüderlichen Bindungen, die unter den Protagonisten entstehen und dazu beitragen, eine Brücke der Freundschaft und Solidarität zwischen allen Menschen zu „bauen“.

An Marabana teilzunehmen – mehr als über gepflasterte Wege zu laufen, heißt es, sich in einem echten Potpourri von Menschen zu befinden -, ist eine lebendige und bereichernde Erfahrung. Man konnte Minuten vor dem Startschuss sowohl einem jungen Mann begegnen, dem beide Beine amputiert wurden, und der dem Rhythmus des Liedes „La Maquinaria“ der Gruppe Van Van aus seinem Rollstuhl heraus folgte; als auch einem anderen, der im asiatischen Gewand am Boden saß und mit Meditationstechniken des Yoga vor dem Start Konzentration suchte.

Nach dem Rennen am Samstag waren einige verwundert über die eigenartige Fortbewegungsweise von vier Läufern, die mit gutem Orientierungssinn „rückwärts“ laufend die Strecke absolvierten, während ein blinder Mann, mit seinem Begleiter zur linken Seite und dem Stock in der rechten Hand schnellen Schrittes lief.

Einige Kilometer nach dem Start mussten mehrere Läufer wegen Erschöpfung den Lauf unterbrechen, aber statt den Wettkampf aufzugeben, gingen sie im Schritt weiter, aus Respekt vor der Veranstaltung, ihren Kameraden und sich selbst. Einige beschlossen sogar, sich auf dem Malecón hinzusetzen, geplagt von Muskelschmerzen und Müdigkeit, um weiterhin den Wettbewerb zu unterstützen. Gleichermaßen taten es die Bewohner der Straßen an der Strecke, die von den Balkons oder von den Bürgersteigen aus den Läufern zujubelten.

Dies alles und noch viel mehr erlebte man bei Marabana 2012. Die Gewinner des Wettkampfes, der auch die Landesmeisterschaft in dieser Disziplin darstellt, waren Dailin Belmonte und Richer Perez im halben Marathon und Yailén Jorge Garcáa und Luis Suarez über die 42,195 Kilometer.

Wieder war das traditionelle Rennen Marabana ein unbestreitbares Erlebnis für die Bevölkerung.
 

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