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Havanna, 8. Mai 2014

 

Kuba zählt auf seine Intellektuellen und Künstler
• Präsident Raúl Castro nahm an der Abschlusstagung des VIII. Kongresses des Schriftsteller- und Künstlerverbandes Kubas teil

Präsident Raúl Castro Ruz gratulierte der gewählten Leitung des Schriftsteller- und Künstlerverbandes Kubas (UNEAC) - die Miguel Barnet als Präsidenten ratifizierte - und allen Delegierten des VIII. Kongresses der Organisation, der am 11. und 12. April im Kongresspalast in Havanna stattfand.

Die Debatte der 310 Delegierten, welche die über 9.000 Mitglieder der UNEAC vertraten, bekräftigte, dass die Kultur den Prozess der Veränderungen begleiten muss, der sich im wirtschaftlichen und sozialen Leben Kubas vollzieht.

Der Staatschef nahm an der Abschlusstagung des Kongresses teil, wo er erklärte, dass er alle Meinungen zur Kenntnis genommen habe, die von den Delegierten geäußert wurden. „Ich bin ein absoluter Gegner der Einstimmigkeit. Die Diskrepanzen sind auf den Sitzungen hervorzubringen, um jeden Preis. Die Probleme, die hier aufgeworfen wurden, müssen diskutiert und gelöst werden und dürfen nicht den nächsten Kongress erreichen, um erneut aufgeworfen zu werden", sagte er.

Aus den Händen von Miguel Barnet und dem Bildhauer José Villa nahm Raúl als Anerkennung der Mitglieder der UNEAC zwei Kunstwerke von Juan Quintanilla in Empfang - eins für den historische Revolutionsführer Fidel Castro und das andere für ihn.

Die Abschlussansprache der Tagung, an der auch Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla, Kulturminister Julián González Toledo, der Berater des Präsidenten, Abel Prieto, Roberto Montesinos, Abteilungsleiter des Zentralkomitees der Partei, sowie führende Persönlichkeiten der Partei, Intellektuelle und Angehörige der fünf Helden teilnahmen, wurde von Miguel Díaz-Canel Bermúdez, dem ersten Vizepräsidenten des Staats- und des Ministerrats, gehalten.

Bezugnehmend auf die Umsetzung der auf dem 6. Parteitag angenommenen Leitlinien der Wirtschafts- und Sozialpolitik sagte Díaz-Canel: „Wir leben in einer bedeutsamen Zeit der vaterländischen Geschichte. Die Aktualisierung des Modells wird gleichzeitig mit der Absicherung des Funktionierens der Wirtschaft und des täglichen Lebens der elf Millionen Kubaner durchgeführt, in einem Umfeld von internationalen Krisen und einer verschärften Blockade. Wir haben gerade die schwierigste Etappe in Angriff genommen: die Transformationen in den sozialistischen Staatsunternehmen und die Währungsunion."

In seiner Rede bezog sich der Erste Vizepräsident auf „die neuen Formen der Subversion, die unsere Feinde zu implementieren versuchen und deren Hauptstrategie in der Einführung einer Plattform des neoliberalen Denkens und der Wiederherstellung des neokolonialen Kapitalismus besteht, die gegen das Wesen selbst der Revolution gerichtet und bemüht ist, einen ideologischen Bruch zwischen den Generationen zu erzeugen, was einen Angriff auf die Werte, die Identität und die Kultur der Nation darstellt".

Die jüngste Enthüllung eines Plans der US-Regierung zur Förderung der Subversion in Kuba sei ein unwiderlegbarer Ausdruck dieser finsteren Absichten, sagte er.

„Bei der Auflistung der Kräfte, über die wir verfügen, um uns diesen Herausforderungen zu stellen, erwähnte unser Präsident an erster Stelle die Intellektuellen und Künstler, deren patriotische Verpflichtung, als Teil der großen Masse des Volkes, außer Zweifel steht."

„In diesem Geist hat sich, von der Basis an, die Debatte dieses Kongresses der UNEAC gestaltet, der bestätigt hat, dass die Kultur die Anstrengungen begleiten muss, die heute unternommen werden, um die Produktivkräfte und auch die moralischen Reserven des Landes zu entfalten, und so einen erfolgreichen und nachhaltigen Sozialismus zu erreichen, in dem das, was den Menschen auszeichnet, nicht materielle Besitztümer sind, sondern der Reichtum an Wissen, Bildung und Sensibilität", fügte er hinzu.

Die Forderung, immer effektiver in der Verteidigung der nationalen Identität und der Förderung der authentischen Werte der kubanischen Kultur zu sein, damit sie die jungen Generationen erreichen, waren ebenfalls Aspekte, auf die Díaz-Canel einging.

„Wir können nicht verleugnen, dass heute das wichtigste Herrschaftsinstrument, das dem Imperialismus zur Verfügung steht, kultureller und informativer Art ist.

Kuba ist diesem Einfluss ausgesetzt, zu dessen Zielgruppen die Intellektuellen und Künstler gehören, mit der Absicht, sie von jeglichen sozialen Absichten und Anliegen zu trennen. So wollen sie unter ihnen Banalität und Frivolität säen, sie von politischem und sozialem Engagement abhalten und Chaos und Verwirrung schaffen. Deshalb ist es für das Land so wichtig, über eine künstlerische Avantgarde zu verfügen, wie sie in der UNEAC repräsentiert ist, die entscheidende Beiträge in dem kulturellen Kampf leisten kann, gegen das Projekt der globalen Kolonisation und gegen die subversiven Versuche des verworrenen und brutalen Nordens."

Die größte Herausforderung, fügte er hinzu, liege in der Schlacht gegen die pseudo-kulturellen Botschaften. Er führte aus: „Wir müssen uns immer besser vorbereiten, um Ideen zu konfrontieren und unseren Sozialismus und seine Perfektionierung als die einzige Alternative zur Rettung der Kultur zu verteidigen, eine der wichtigsten Errungenschaften der Revolution."

„Es geht darum, Entwicklung und Wirtschaftswachstum zu verfolgen, aber mit der Seele voller Gefühle und Spiritualität; und dies erreicht man, indem man die Kultur rettet, was gleichzeitig bedeutet, das Vaterland, die Revolution und den Sozialismus zu retten.

Die künstlerische Avantgarde muss unsere Wahrheiten verteidigen. Selbst wenn die neuen Technologien den Menschen ermöglichen zu entscheiden, was sie in kultureller Hinsicht konsumieren, müssen die öffentlichen Räume von den privaten differenziert werden.

Die Kulturpolitik ist eine der wichtigsten Errungenschaften der kubanischen Revolution und ihre Anwendung ist dem Staat und seinem Netz von Institutionen vorbehalten, wobei mit der Teilnahme unserer revolutionären Intellektuellen gerechnet wird."

Er war der Ansicht, dass der Geschmack der Bevölkerung beeinflusst werden müsse, „aber nicht mit Verboten, sondern durch die Entwicklung entsprechender Maßnahmen".

Díaz-Canel betonte auch, dass die Einheit als mögliche Vereinbarung verschiedener Gesichtspunkte die grundlegende Strategie der kubanischen Revolution sei. „Verteidigen Sie diese Einheit, die für die Gewährleistung der Kontinuität der Revolution notwendig ist. Sie können sicher sein, dass Sie die Unterstützung der Partei und der Regierung des Landes haben werden."

„Angesichts der Ergebnisse dieses Kongresses können wir bestätigen, dass die echte Avantgarde unserer Schriftsteller und Künstler existiert, lebt, sich ihrer Revolution bewusst und ihr verpflichtet ist", sagte er.

Miguel Barnet analysierte im Rechenschaftsbericht der Organisation, den er dem Kongress am ersten Sitzungstag vorlegte, die seit 2008 geleistete Arbeit, als der VII. Kongress stattgefunden hatte. Dieser Bericht diente als Ausgangspunkt für tiefgründige Debatten.

Barnet bezog sich auf die radikale Art und Weise, in der die neuen Technologien das Schaffen, die Verteilung und den Konsum von Botschaften und Ausdrucksformen verwandelt haben, die „in der Mehrheit koloniale Merkmale haben und unserer Wesensart völlig fern sind".

Die kubanischen Intellektuellen hätten unter diesen Umständen die Pflicht, zur Verbesserung des geistigen und materiellen Lebens beizutragen.

„Wir sind eine Organisation, die die Kultur fördern und damit zur Bildung des geistigen Gefüges der Nation beitragen soll."

Er erinnerte daran, dass die Rolle der Kultur wesentlich sei zu einem Zeitpunkt, an dem, wie Präsident Raúl Castro im Juli letzten Jahres vor dem Parlament angesprochen hatte, ein Verfall der ethischen und staatsbürgerlichen Werte festzustellen sei, der durch die abgestimmte Aktion aller gesellschaftlicher Faktoren rückgängig gemacht werden könne.

Der Historiker Eusebio Leal erinnerte an die Rolle, die die kubanischen Intellektuellen im Prozess der Herausbildung der Nation gespielt haben. Er erwähnte Fidel: „Ohne ihn wäre diese Zusammenkunft nicht möglich gewesen und wir hätten auch die Notwendigkeit der Pflege des Gedankenguts nicht verstanden."

Vor Abschluss der Tagung stellte die Journalistin Magda Resik die neue Nationalleitung vor, der außerdem der audiovisuelle Regisseur Luis Morlote, als erster Vizepräsident; Arístides Hernández, Digna Guerra und Pedro de la Hoz, als Vizepräsidenten; und Omar Felipe Mauri und Nieves Laferté als Sekretäre angehören. Auf der Tagung wurden auch die gewählten Präsidenten der Provinzkomitees und die Präsidenten der Landesverbände bekannt gegeben.
 

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