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Havanna, 4. September 2014

 

Carlos Acosta: vom klassischen zum zeitgenössischen Tanz

Amelia Duarte

EINE der universellen Figuren der kubanischen Ballettschule, der prominente Tänzer und Choreograph Carlos Acosta, der 2011 mit dem kubanischen Nationalpreis im Tanz und 2007 mit dem Preis des London Critics’ Circle und dem Laurence Olivier Awards gewürdigt worden war, hat für die kommende Saison 2015-2016 seinen Rücktritt vom klassischen Repertoire angekündigt.

Acosta kündigte seinen Rückzug
aus dem klassischen Repertoire an
Foto: Archiv

Der 41jährige Künstler, der vor kurzem auch zum Commander of The Most Excellent Order of the British Empire ernannt wurde, teilte Granma seine Pläne mit, nach seinem Rückzug aus dem Ballett auf der Insel eine Tanzkompanie zu gründen. „Ich würde gern eine kleine Kompanie gründen, die eine neoklassische und zeitgenössische Linie entwickelt. Ich bin noch dabei, die Idee des Projekts reifen zu lassen, aber es sollte in den nächsten zwei Jahren realisiert werden. Das kubanische Publikum wird also noch viel Zeit haben, um mich tanzen zu sehen, weil ich mich definitiv in Kuba niederlassen will", sagte er.

Acosta plant seinen Abschied von der Bühne nach der von ihm geleiteten Inszenierung einer Carmen-Version für das Royal Ballett London, jene Kompanie, deren Erster Gasttänzer er seit elf Jahren ist.

„Mit Carmen werde ich mich von den Weltbühnen im klassischen Repertoire verabschieden. Ich habe vor, eine Tournee nach New York zu unternehmen, mich im Metropolitan Opera House zu präsentieren und natürlich auf einigen Bühnen von London, und auf anderen, auf denen ich mehrmals getanzt habe, wie dem Bolschoi. Dieses gesamte Saison wäre wie ein Abschied vom klassischen Repertoire und ich hoffe, bis zu dem Zeitpunkt meine Tanzkompanie aufgestellt zu haben."

Bezugnehmend auf seine kürzliche Präsentation in London (21, 22. und 23. Juli) mit Danza Contemporanea de Cuba (Zeitgenössischer Tanz Kubas), sagte der Künstler, zufrieden zu sein mit der Aufnahme durch das Publikum. „Ich hatte die Chance, eine Produktion im Royal Ballet London zu machen und wollte mit den jungen Tänzern von Danza Contemporánea, mit denen ich bereits früher zusammen gearbeitet hatte, eine Show unter dem Namen Cubanía bieten. Ich stellte ein Programm auf, und im zweiten Teil machten wir eine Suite, eine kleinere Version von Tocororo, das seit langer Zeit nicht getanzt worden ist. Das hatte großen Erfolg und wir beendeten das Programm mit der zum Tocororo gehörigen Conga, um damit jüngere Leute in unseren Bann zu ziehen, mit einer anderen Vision, und ein wenig mit dem klassizistischen Stil jenes Theaters zu brechen.

„Wenn die Kritiker auch geteilter Meinung waren, denn ich werde im gegenwärtigen Moment sehr streng beurteilt, erfüllte die Show ihr Ziel: sie ist unterhaltsam, beliebt, sie ist eine Sommer-Show für den Genuss der Leute".

Darüber hinaus veröffentlichte Acosta, der auch bereits im Film zu sehen war, im Oktober letzten Jahres seinen ersten Roman in englischer Sprache unter dem Titel Pata de Puerco (Schweinepfote). Der Künstler, der stark daran interessiert ist, sein literarisches Werk den kubanischen Lesern vorzustellen, besteht aber darauf, vorher in Kuba seine Autobiographie zu veröffentlichen und erst danach den Roman.
 

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