Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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Havanna, 31. Januar 2014

 

Proklamation von Lateinamerika und der Karibik als Friedenszone

Die Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC), die in Havanna, Kuba, am 28. und 29. Januar 2014 zum zweiten Gipfeltreffen versammelt sind, geben im Namen ihrer Völker und indem sie deren Wünsche und Sehnsüchte treulich wiedergeben,

unter Bekräftigung der Verpflichtung ihrer Länder gegenüber den Zielen und Grundsätzen, die in der Charta der Vereinten Nationen und des Völkerrechts verankert sind, und im Bewusstsein, dass der Wohlstand und die Stabilität der Region zum internationalen Frieden und der Sicherheit beitragen,

im Bewusstsein dessen, dass der Frieden ein höchstes Gut und ein legitimes Verlangen aller Völker ist und dass dessen Erhaltung ein wesentliches Element der Integration von Lateinamerika und der Karibik und ein gemeinsames Prinzip und ein Wert der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) ist,

bekräftigend, dass die Integration die Vision einer gerechten Weltordnung stärkt, die durch das Recht und eine Kultur des Friedens gefestigt wird, welche die Anwendung von Gewalt und unrechtmäßiger Mittel der Verteidigung ausschließt, einschließlich der Massenvernichtungswaffen und insbesondere der Atomwaffen,

die Bedeutung des Vertrags von Tlatelolco für das Verbot von Kernwaffen in Lateinamerika und der Karibik hervorhebend, der erstmalig eine atomwaffenfreie Zone in einem dicht besiedelten Gebiet einrichtete, was ein Beitrag zum regionalen und internationalen Frieden und Sicherheit ist,

erneut auf die dringende Notwendigkeit der allgemeinen und vollständigen nuklearen Abrüstung hinweisend sowie auf die Verpflichtung gegenüber der strategischen Agenda des Organisation für das Verbot von Kernwaffen in Lateinamerika und der Karibik (OPANAL), die von den 33 Mitgliedstaaten der CELAC auf der Generalkonferenz von Buenos Aires im August 2013 angenommen wurde,

an die Prinzipien von Frieden, Demokratie, Entwicklung und Freiheit erinnernd, die die Aktionen der Mitgliedsländer des Zentralamerikanischen Integrationssystems SICA inspiriert,

an den Beschluss der Staatschefs der UNASUR erinnernd, Südamerika als eine Zone des Friedens und der Zusammenarbeit zu stärken,

an die Einrichtung der Zone des Friedens und der Zusammenarbeit des Südatlantiks im Jahr 1986 erinnernd,

auch auf unsere Verpflichtung hinweisend, die in der Erklärung des Gipfeltreffens der Einheit Lateinamerikas und der Karibik am 23. Februar 2010 vereinbart wurde, die Umsetzung eigener Mechanismen für die friedliche Beilegung von Streitigkeiten zu fördern,

nochmals auf unsere Verpflichtung hinweisend, dass sich in Lateinamerika und der Karibik eine Zone des Friedens konsolidiert, in der die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Nationen friedlich, durch Dialog und Verhandlungen oder andere Lösungsformen und in vollem Einklang mit dem Völkerrecht entschieden werden,

auch im Bewusstsein der katastrophalen weltweiten humanitären und langfristigen Auswirkungen des Einsatzes von Kernwaffen und anderer Massenvernichtungswaffen, und der zu diesem Thema andauernden Diskussionen, folgende Erklärung:

1. Wir erklären Lateinamerika und die Karibik zur Zone des Friedens auf der Grundlage der Achtung der Grundsätze und Normen des Völkerrechts, einschließlich der internationalen Instrumente, denen die Mitgliedstaaten angehören, und der Grundsätze und Ziele der Charta der Vereinten Nationen;

2. Wir erklären unsere anhaltende Verpflichtung zur friedlichen Beilegung von Streitigkeiten, um für immer die Anwendung und die Androhung des Einsatzes von Gewalt aus unserer Region zu verbannen;

3. Wir erklären die Verpflichtung der Staaten der Region zur strikten Erfüllung der Pflicht, nicht einzugreifen – weder direkt noch indirekt - in die inneren Angelegenheiten jedwedes anderen Staates, und die Grundsätze der nationalen Souveränität, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker zu achten;

4. Wir erklären die Verpflichtung der Völker Lateinamerikas und der Karibik, freundschaftliche Beziehungen und Zusammenarbeit untereinander und mit anderen Nationen zu fördern, unabhängig von Unterschieden in ihren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systemen oder des Entwicklungsniveaus; Toleranz zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben;

5. Wir erklären die Verpflichtung der Staaten Lateinamerikas und der Karibik, uneingeschränkt das unveräußerliche Recht eines jeden Staates zu achten, sein politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles System zu wählen, als wesentliche Bedingung, um ein friedliches Zusammenleben zwischen den Nationen sicherzustellen;

6. Wir erklären die Förderung einer Kultur des Friedens in der Region, die unter anderem auf den Grundsätzen der Erklärung der Vereinten Nationen über eine Kultur des Friedens basiert;

7. Wir erklären die Verpflichtung der Staaten der Region, sich in ihrem internationalen Verhalten von dieser Erklärung leiten zu lassen;

8. Wir erklären die Verpflichtung der Staaten der Region, weiterhin die nukleare Abrüstung als vorrangiges Ziel zu fördern und zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung beizutragen, um die Stärkung des Vertrauens zwischen den Völkern zu fördern;

Wir fordern alle Mitgliedstaaten der internationalen Gemeinschaft auf, diese Deklaration in ihren Beziehungen zu den Mitgliedstaaten der CELAC voll und ganz zu respektieren.

Sehr geehrte Staats- und Regierungschefs, verehrte Gäste: Ich erkläre feierlich LATEINAMERIKA UND DIE KARIBIK ZUR ZONE DES FRIEDENS.
 

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