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Havanna, 24 Juni 2014

 

Der kubanische Präsident rief zur tiefgründigen wirtschaftlichen Analyse auf

Havanna, 23. Juni (PL) - Der kubanische Präsident Raúl Castro rief zur eingehenden Analyse der Ursachen auf, die die wachsende, aber nicht schnell genug wachsende nationale Wirtschaft schädigen, betonten lokale Medien.

„Wir haben eine riesige Aufgabe vor uns, aber wir dürfen nicht zulassen, dass uns die Probleme überwältigen, und dürfen uns nicht vor ihnen fürchten“, sagte der Präsident während der Ministerratstagung am vergangenen Samstag, über die am Montag berichtet wurde.

„Die kubanische Wirtschaft wächst im Vergleich zu 2013, erreicht aber nicht das im Plan vorgesehene Niveau, was zu einer größeren Verlangsamung als erwartet führt“, sagte der Minister für Wirtschaft und Planung, Adel Yzquierdo.

Er erklärte, dass dies vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die geplanten Auslandseinnahmen nicht erreicht werden, sowie auf die Existenz von widrigen Wetterbedingungen und auf interne Schwächen, die die Wirtschaft nach wie vor konfrontiert. Er fügte hinzu, dass sich dies im Rahmen einer komplexen internationalen Lage und einer Verschärfung der von den Vereinigten Staaten auferlegten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade abspiele.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres werde ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent erwartet, sagte er.

Der Minister hob unter den Aktivitäten mit größerem Wachstum die Bereiche Transport, Lagerung, Kommunikation, Landwirtschaft, Vieh- und Forstwirtschaft, Zuckerindustrie sowie Hotelwesen und Gastronomie hervor.

Die stärksten Rückgänge gebe es in der Industrieproduktion, in anderen Aktivitäten werde ein ähnliches Niveau wie im ersten Halbjahr 2013 registriert, sagte er.

Er schätzte ein, dass im zweiten Halbjahr eine größere Wirtschaftsdynamik erforderlich sei. Es müssen alle Effizienzreserven genutzt werden, um ein BIP-Wachstum von rund 1,4 Prozent zu gewährleisten.

Auf die Investitionen eingehend, berichtete er, dass diesbezüglich der Plan des ersten Halbjahres erfüllt wird und vorgesehen ist, den Plan des Jahres zu 95 Prozent zu erfüllen, was eine Verbesserung in der Verwaltung des Investmentprozesses widerspiegelt.

All dies werde erreicht, obwohl es weiterhin Probleme gebe in Verbindung mit der Erlangung rechtzeitiger Lieferungen, Personaldefizit, niedriger Produktivität und Mängeln bei der Erlangung und Ausführung von externer Finanzierung.

Er führte aus, dass der Plan der Warenzirkulation zwar insgesamt erfüllt werde, es aber Mangel an bestimmten Produkten hoher Nachfrage der Bevölkerung gegeben habe, hervorgerufen durch Verzögerungen bei der Einfuhr von Fertigprodukten und Rohstoffen für die inländische Produktion.

Die Ministerin für Finanzen und Preise, Lina Pedraza, berichtete, dass die Umsetzung des Staatshaushalts im ersten Halbjahr eine Übererfüllung bei den Einnahmen von 1,3 Prozent verzeichnet.

Außerdem sei die Nichtausführung von Ausgaben vorgesehen, hervorgerufen hauptsächlich durch Ausfälle im Produktionsbereich, was sich ungünstig auf die Wirtschaft auswirke und sich in temporären Defiziten von Produkten und dementsprechend der Notwendigkeit von mehr Importen äußere.

Pedraza führte aus, dass die Einnahmen ins Budget zu 97 Prozent erfüllt werden. Zu den Steuereinnahmen betonte sie, dass diese 37 % des BIP darstellen und sich aus der Anwendung von 18 Abgaben der 25, die schrittweise eingeführt werden, ergeben, darunter 12 Steuern, drei Taxen und drei Beiträge.

Sie fügte hinzu, dass für Bildung, Gesundheit, Kultur, Sport und Sozialhilfe 66 Prozent der laufenden Ausgaben des Haushalts aufgewendet wurden.

Auf das Haushaltsdefizit eingehend erläuterte sie, dass es 1,17 Milliarden Peso (zum offiziellen Kurs gleich dem Dollar) beträgt, was 45 Prozent des Plans entspricht. Sie fügte hinzu, dass die Nicht-Umsetzung des Defizits das Ergebnis der Nicht-Umsetzung der Gesamtausgaben sei, was mit dem Mangel an Effizienz in Verbindung steht.

 

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