Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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Havanna, 11. Dezember 2014

 

Internet und die Rechte aus der
Sicht der Studenten

Lissy Rodriguez Guerrero

Die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie, die Möglichkeiten der Internetverbindungen der Jugendlichen und der Bevölkerung im allgemeinen, die Qualität der technologischen Infrastruktur Kubas und die Kompetenzen, die man erwerben muss, um sich der Entwicklung in diesem Bereich stellen zu können, waren die Themen, die die Studenten der Universität Havanna (UH) im Rahmen der Versammlung der Union der Jungen Kommunisten (UJC) der Universität und des Tages für die Menschenrechte behandelten.

Die Studenten tauschen sich über die Entwicklung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologie aus. Foto: Yaimí Ravelo Rojas
Die Studenten tauschen sich über die Entwicklung der neuen Informations-
und Kommunikationstechnologie aus.
Foto: Yaimí Ravelo Rojas

Verschiedene Gesichtspunkte wie die des Mathematikstudenten Ernesto Domínguez und des Journalistikstudenten Hansel Oro über die Wichtigkeit, in frühester Kindheit ein kritisches Bewusstsein bei der Aufnahme von Informationen und bei der Nutzung dieser Technologie zu entwickeln, und die des Tourismusstudenten Amed Hernández, der die Kreativität bei den nationalen Produktionen vermisste, waren einige der Meinungsnuancen dieses Treffens.

„Wir sind ein gebildetes Volk, aber uns fehlt das Werkzeug, um uns mit dem Cyberspace und mit der Kultur der Debatte auseinanderzusetzen“, meinte der Jurastudent Edilio Martínez.

In dem Meinungsaustausch dominierte die Besorgnis der Jugendlichen, über einen nicht genügend breiten Zugang zur „Infomationsautobahn“ und über die sogenannte „digitale Lücke“.

Der kubanische Vizeminister für Kommunikation Wilfredo González sagte, dass im Falle Kubas dieses Phänomen dadurch geprägt sei, dass der hohe Bildungsgrad der Bürger nicht dem unzureichenden Fortschritt bei der Kommunikationsinfrastruktur entpreche. „Die ökonomischen Beschränkungen, denen wir unterliegen, haben zur Folge, dass unser Land die Nummer 153 von 157 in diesem Bereich ist“, sagte der Minister.

Die Anwendung neuer Technologien und die Verkleinerung der digitalen Lücke zum Nutzen der Bevölkerung sei eine Notwendigkeit, denn dies sei ein Thema, das „genutzt worden ist, um uns mit Netzen zu überziehen, die außerhalb der Rechtmäßigkeit des Betreibers der nationalen Kommunikation liegen“, fügte González hinzu und bezog sich auf die Projekte „Zunzuneo“ und „Piramideo“, die finanziert worden waren, um Situtionen zu provozieren, die das Land destabilisieren sollten.

„Im Juni 2013 ist der Zugang zum Internet auf 118 Einrichtungen ausgedehnt worden und jetzt sind wir bei 154 angelangt, die bald in die „Joven Club de Computación“ (Jugendcomputerklubs) eingegliedert werden“, sagte er. Diese Klubs bestehen seit 20 Jahren und haben als Ausgangspunkt für die Hinführung der Bevölkerung zur Infomatik gedient.

Der Minister deutete auch an, dass das Internet irgendwann drahtlos die Haushalte erreichen werde. „Es gibt keine politische Restriktion, was die Erweiterung des Zugangs zum Internet angeht“, betonte er. „Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten diesen Zugang erweitern.“

Der Rektor der Universität Havanna, Gustavo Cobreiro, sagte, dass man dort die Bandbreite erweitert habe und man dabei sei, drahtlose Netze einzurichten. „Dies ist wahrscheinlich die Einrichtung des Bildungsbereiches mit den besten Verbindungen ans Internet“, sagte er.

Abel Prieto Jiménez, der Berater des Präsidenten des Staats- und Ministerrats, umriss die Leistungen, die die Revolution im Bildungsbereich erbracht hat. „Das Interesse am Lesen, an der Geschichte, am Kino als Kunstform ist schwächer geworden. Die Schlacht muss man dadurch gewinnen, indem man den Leuten Instrumente zur Verfügung stellt, um das zu analysieren, was die neuen Technologien bieten.“

Professor Raúl Capote, Ex-Agent der Sicherheit des Staates, nahm Bezug auf die „Welt, in der der Mensch lebt, abhängig von der allerjüngsten Neuheit und seiner sozialen Realität entfremdet“.

„Bald kann man auf ein Land treffen, wo die Leute in einem Elendsviertel leben, abends nichts zu essen haben, Analphabeten sind, weil sie keinen Zugang zur Bildungt haben, aber man wird eine Antenne vorfinden, und das neueste Mobiltelefon auf dem Markt. Ist das die Welt, von der wir träumen? Wir müssen uns dieser Frage stellen, wenn wir uns verantwortlich und kritisch mit der der Welt der Technologie auseinandersetzen wollen.“

Der Internationale Tag der Menschenrechte hat die Entwicklung der Debattenkultur in Zentren wie der Hochschule für Design, der Universität für Medizinische Wissenschaften in Havanna, der Polytechnischen Hochschule José Antonio Echevarría, der Universität für Sportwissenschaften und Sport Manuel Fajardo, der Hochschule für Kunst und der Universität für Pädagogische Wissenschaften Enrique José Varona gefördert.

 

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