Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

   

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Havanna, 10 September 2014

 

Die Blockade ist zum Finanzkrieg geworden

Bei Vorstellung des neuen Berichts über die für Kuba entstandenen Schäden dieser Politik der USA prangerte Abelardo Moreno, stellvertretender Außenminister, dies an.

Der kubanische Vizeaußenminister Abelardo Moreno, während er  der Presse den Bericht Kubas über die Resolution 68/8 der UNO- Generalversammlung „Notwendigkeit der Beendigung der Wirtschafts- Handels- und Finanzblockade der Vereinigten Staaten gegen Kuba“ vorstellte. (Foto: Roberto MOREJON RODRIGUEZ/AIN)
Der kubanische Vizeaußenminister Abelardo Moreno, während er  der Presse den Bericht Kubas über die Resolution 68/8 der UNO- Generalversammlung „Notwendigkeit der Beendigung der Wirtschafts- Handels- und Finanzblockade der Vereinigten Staaten gegen Kuba“ vorstellte. (Foto: Roberto MOREJON RODRIGUEZ/AIN)

Die Blockade der USA gegen Kuba richtet immer größere Schäden an. Sie ist zu einem Finanzkrieg geworden“, versicherte der stellvertretende Außenminister Kubas, Abelardo Moreno, als er der Presse den Bericht über die Resolution 68/8 an die UNO-Generalversammlung  „Notwendigkeit der Beendigung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade, die Kuba von den Vereinigten Staaten von Amerika auferlegt worden ist“ vorlegte. 

 Der wirtschaftliche Schaden, der der Insel entstanden ist, „beträgt unter Berücksichtigung der Entwertung des Dollar im Bezug zum Gold auf dem Weltmarkt 1.112.534.000.000 USD“, versicherte Moreno trotz der Preisminderung des Goldes im Vergleich zum Vorjahr.

 „Zum Marktpreis hat die Blockade in all diesen Jahren Schäden in Höhe von über 116 Milliarden Dollar angerichtet“, fügte Moreno hinzu, der eine Pressekonferenz in der Sonderschule „Solidarität mit Panama“ abhielt, in der Hunderte von Kindern mit physisch-motorischen oder mehrfachen Behinderungen lernen.

Der stellvertretende Außenminister erinnerte zum Beispiel daran, dass die Sonderschulen auf der Insel über 982 Lehrwerkstätten verfügen, um die Kinder in das soziale Leben und die Arbeitswelt zu integrieren. Jedoch verhindern die Restriktionen, die uns die Blockade auferlegt, dass Rohstoffe, Geräte und Technologien für diese Werkstätten erworben werden können. Das betrifft auch 22.872 Schüler, die einer besonderen Förderung bedürfen.

Er erklärte, dass aufgrund dieser Politik kubanische Kinder, die an einem Krebs der Netzhaut des Auges leiden, keine okulare Brachytherapie erhalten können, weil die radioaktiven Jodplatten, die für diese Behandlung nötig sind, nur von dem US-Unternehmen 3M hergestellt werden.

 Weiter heißt es in dem Bericht: „Die Blockade ist nicht nur illegal, sondern auch moralisch unhaltbar“ und „ es gibt gegen kein anderes Land auf der Welt, gegen das ein unilaterales System von Sanktionen über einen so langen Zeitraum angewandt wird“. Moreno versicherte: „Es gibt keinen Bereich im sozialen Leben des kubanischen Volkes, der nicht von der zerstörerischen und destabilisierenden Kraft der Blockade betroffen wäre.“

Der Vizeaußenminister erinnerte daran, dass, wenn man über die Blockade spreche, es sich nicht nur um ein Gesetz handele, sondern um eine ganze Anhäufung von Gesetzen, die eine extraterritoriale Ausrichtung haben. „Es gibt keinen Bereich des wirtschaftlichen und sozialen Lebens, der den destabilisierenden Auswirkungen dieser feindseligen Politik, die seit über einem halben Jahrhundert der Insel auferlegt wird, entkommen könnte“, fügte er hinzu.

Er wies darauf hin, dass Kuba weder aus den USA importieren noch in die USA exportieren oder den Dollar benutzen könne. Es habe keinen Zugang zu Krediten und aufgrund des Helms-Burton-Gesetzes darf jedes Schiff, das zu Handelszwecken in einem kubanischen Hafen anlegt, erst 180 Tage später die USA anlaufen. „Das ist eine brutale Beeinträchtigung für die kubanische Wirtschaft und die kubanische Gesellschaft“, sagte er.

Er sagte, dass es den Irrglauben an eine angebliche „Flexibilisierung“ der aggressiven Politik der US-Regierung gebe, aber die Wirklichkeit dies täglich Lügen strafe. Das Hauptcharakteristikum der US-Aktionen in der Gegenwart ist das Beharren darauf, Dritte dafür zu bestrafen, dass sie Kontakte mit der Insel aufrechterhalten und die absurde Anmaßung, dass ihre Gesetzgebung universellen Charakter habe, wenn es sich um das kubanische Volk handle.

Er führte als Beispiel ein australisches Unternehmen an, das sich nach den Gesetzen jenes Landes richten muss und keine Beziehungen zu Kuba haben darf, weil sein Hauptsitz in Washington dies verbietet und es sich so der Gesetzgebung eines Staates unterwerfen muss, aus dem dieses Unternehmen nicht stammt.

Deutlicher Beweis für die Verfolgung Kubas im Finanzbereich ist die Tatsache, dass laut Bericht, „allein seit Januar 2009 bis zum 2. Juni des laufenden Jahres die Obama Administration 36 US-amerikanische und ausländische Unternehmen gezwungen hat, fast 2.6 Milliarden Dollar dafür zu zahlen, dass sie Beziehungen zu Kuba unterhielten.“

Die unerbittliche Verfolgung von kubanischen Finanztransaktionen ist eine der sichtbarsten Merkmale der Entscheidung, die kubanische Wirtschaft zu lähmen und als Beispiel dafür führte er die Megastrafe an, die über die französische Bank Paribas verhängt wurde, weil sie unter anderem mit Kuba Finanztransaktionen durchgeführt hatte.
 

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