Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 2. April 2014

 

Die CIA log über Folter, so die Washington Post

WASHINGTON - Die CIA hat den Kongress und die US-amerikanische Öffentlichkeit über Aspekte der Verhörprogramme getäuscht, die nach dem 11. September 2001 begonnen wurden, schließt ein Bericht des Geheimdienstausschusses des Senats.


Aktivisten machen eine Demonstration des Waterboarding, einer der Foltermethoden der CIA. Foto : DAILY MAIL

Obwohl das 6.300 Seiten lange Dokument weiterhin streng geheim ist, verbreitete die Washington Post einige Details, die auf durchgesickerten Informationen von Beamten beruhen, die Zugang zu dem Dokument hatten und unter der Bedingung der Anonymität aussagten.

Die CIA hat vor dem Justizministerium und dem Kongress verteidigt, dass ihr Verhörprogramm dazu diente, um Information zu erhalten, die sonst nicht zugänglich wäre. Sie hatte ebenfalls betont, dass es ihr dank dieser Techniken – von denen einige als Folter eingestuft werden – gelungen war, Terrorpläne aufzudecken und Tausende von Leben zu retten.

Aber der Bericht des Senats wirft der CIA vor, Details über die Schwere der angewandten Methoden verborgen und die Bedeutung der Daten übertrieben zu haben, die von der Gefangenen zur Verfügung gestellt wurden.

Der Bericht zitiert auch Fälle, wo die Anwendung „harter Verhörmethoden" fortgesetzt wurde, auch als Analysten davon überzeugt waren, dass die Gefangenen keine weiteren Informationen mehr geben konnten.

Laut der Washington Post teilt sich der Bericht in drei Bände: einer verfolgt die Chronologie der Verhöroperationen, ein anderer analysiert die Beschwerden der Geheimdienstmitarbeiter und ein dritter enthält Studien von den Fällen praktisch aller Gefangenen in der Haft der CIA seit Beginn des Programms im Jahr 2001.

In dem Dokument sind bisher nicht bekannte Fälle von Missbrauch beschrieben, darunter eine Form, ähnlich dem Waterboarding oder simulierten Ertrinken, „die nicht in die Liste der Techniken aufgenommen war, die vom Justizministerium genehmigt wurde".

Ein CIA- Sprecher sagte, die Agentur habe die endgültige Fassung des Berichts noch nicht gesehen, weshalb er keinen Kommentar abgeben könne.

Es wird erwartet, dass der Geheimdienstausschuss des Senats am Donnerstag über eine Entsendung einer Zusammenfassung des Berichts an den US-Präsidenten Barack Obama zwecks ihrer Freigabe abstimmen wird. Allerdings könnte es, laut US-Beamten, Monate dauern, bevor die Dokumente öffentlich gemacht werden.
 

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