Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

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I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 26 September 2014

 

Maduro: Die UNO muss sich einer multipolaren Welt anpassen

VEREINTE NATIONEN – Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro stellte am Mittwoch in seiner Rede während der 69. Sitzungsperiode der Vollversammlung die Forderung nach einer Umgestaltung und Modernisierung der UNO.

„Gegenwärtig spielen die Regionen eine andere Rolle als 1945, es ist eine andere Welt", stellte Maduro fest.

„Die Charta der Vereinten Nationen ist eines der schönsten Gedichte, die es zu lesen gibt. Sie hat sich aber in Wirklichkeit in ein Instrument verwandelt, das beiseite gelegt und vergessen wurde und deren fundamentalen Zielen permanent Gewalt angetan wird."

Er fügte hinzu, die Vereinten Nationen müssten sich einer multipolaren Welt anpassen, multizentriert und pluripolar, mit neuen politischen Akteuren, mit neu auf der Bildfläche erscheinenden Ländern und Regionen, die ihre eigene Stimme und ihr eigenes Denken haben und in der Welt respektiert werden wollen.

Maduro hob den historischen Moment heraus, den Lateinamerika im 21. Jahrhundert auf seiner Suche nach Integration erlebt.

Er erwähnte die Wichtigkeit des Bolivarischen Bündnisses für die Völker Unseres Amerika (ALBA), das demnächst seinen 10. Jahrestag feiern wird, und sagte, dass man in aller Bescheidenheit feststellen könne, dass es eine bedeutende Rolle beim Aufbau eines neuen sozialen und wirtschaftlichen Modells übernommen habe.

Er nahm Bezug auf Petrocaribe, dem 18 Staaten angehören und das eines der Projekte ist, die am besten aufzeigen, wie eine neue Welt, die auf Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität, Zusammenarbeit und Komplementarität basiert, sein könnte.

„Eine andere Welt ist möglich, und das beweisen wir in unserem Amerika", sagte er und hob dabei das Entstehen der Union der Südamerikanischen Staaten (UNASUR) und deren Verbindungen mit den anderen Nationen der Welt hervor. Er bezog sich auch auf die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC), die sich auf den Gipfeltreffen in Santiago de Chile und Havanna konsolidiert hat und dies weiter im Januar in San José, Costa Rica, vertiefen wird.

Dieses Szenario, fügte er hinzu, bilde einen neuen Regionalismus, in den sich Lateinamerika mit Optimismus einfüge, und auf der Grundlage dieser Erfahrung würden neue Formen zur Etablierung einer Road Map für die Neugründung der Vereinten Nationen entstehen.

An anderer Stelle wiederholte der venezolanische Staatschef die Ablehnung seines Landes gegenüber der Blockade Kubas durch die USA, die er als „Anachronismus des Kalten Krieges" bezeichnete.

„Barack Obama, wann werden Sie die Gelegenheit nutzen, als derjenige in die Geschichte einzugehen, der ein für allemal die kriminelle Wirtschaftsblockade und die Verfolgung unserer Schwesternation Kuba aufhebt?", fragte er.

Er erwähnte auch andere Punkte, die international breiten Rückhalt erfahren haben, wie die Unterstützung der argentinischen Regierung gegen die Angriffe der Geierfonds.

Maduro sagte weiter, dass sein Land aufmerksam die Agenda post 2015 und die Erfüllung der Ziele des Milleniums im Auge habe. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir in unserem Land, dem Bolivarischen Venezuela unseres Comandante Hugo Chávez, mit einer großen Anstrengung praktisch alle Milleniumsziele erreicht haben."

Er hob die Fortschritte in der Wirtschafts- und Sozialpolitik hervor, die sich seit Beginn des Jahrhunderts konsolidiert haben, obwohl sein Land „eine ständige Belagerung, eine andauernde Verschwörung durch die Kräfte des US-Imperiums und seiner Verbündeten ertragen musste, die immer wieder versuchten, die Demokratie zu untergraben".

Der venezolanische Präsident sprach auch Probleme an, die augenblicklich die ganze Menschheit betreffen, wie die von der Ebola-Epidemie ausgehende Bedrohung.

„Wenn diese Welt und unser System der Vereinten Nationen etwas mehr Vernunft walten ließe, würden wir, anstatt Drohnen, Raketen und Bomben zu schicken, um das Volk von Gaza zu vernichten oder die Völker des Irak und Syriens zu bombardieren, alle Anstrengungen darauf konzentrieren, dieser realen Bedrohung zu begegnen."

Er verurteilte auch jegliche Art von Terrorismus auf der ganzen Welt.

Was die Situation im Mittleren Osten angehe, sagte er, müssten die souveränen Regierungen der Islamischen Republik Iran, des Irak, Syriens, des Libanon, Jordaniens, Ägyptens und der Region zusammenkommen, um eine politische, militärische und kulturelle Gesamtstrategie zu erarbeiten, die vom Sicherheitsrat der UNO begleitet wird. „Alles andere ist Wahnsinn."

Am Anfang seiner Rede dankte er persönlich der UNO-Vollversammlung, allen Regierungen und den verschiedenen Organen der Vereinten Nationen für die Ehrung, die gleichzeitig am Sitz der UNO in New York, in Genf und an anderen Orten der Welt dem Comandante Hugo Chávez erwiesen wurde, den er als einen „außerordentlichen Menschen, der immer die Banner des Friedens, der Gleichheit und der Achtung unseren Völkern gegenüber hoch hielt", bezeichnete.
 

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