Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

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I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 22 September 2014

 

Weltweite Märsche gegen den Klimawandel

NEW YORK - Über 600.000 Menschen demonstrierten am Sonntag in mehreren Städten der Welt gegen den Klimawandel. In New York kam es zu einem historischen Marsch, der nach Angaben der Veranstalter 310.000 Demonstranten vereinte, wenige Stunden bevor der UN-Gipfel zu diesem Thema begann.

Mit Bands und gigantischen Blumen nahmen Hollywood-Stars, Politiker, Aktivisten und Studenten in Manhattan am großen „Marsch der Menschen für das Klima" teil, der zum größten der Geschichte wurde, wie die Veranstalter mitteilten.

Auf dem Weg durch die Innenstadt von Manhattan reihten sich der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, der ehemalige Vizepräsident Al Gore und der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, in die Demonstration ein.

„Dieser Marsch markiert eine historische Richtschnur. Für uns bedeutet er, dass die Führungskräfte verstehen müssen, dass es weltweit eine betroffene, organisierte und mobilisierte Bevölkerung gibt. Sie müssen uns anhören!", sagte gegenüber AFP Juan Pedro Chang, ein Peruaner von 57 Jahren, der aus Paramonga, 220 km nördlich von Lima, zum Big Apple kam.

Etwa 310.000 Menschen zogen auf die Straßen von New York, wie die Website www.peoplesclimate.org mitteilte, die von den 1.572 Organisationen, die zum Protest aufgerufen hatten, eingerichtet worden war.

Insgesamt gab es über 2.808 Veranstaltungen in 166 Ländern, darunter simultane Demonstrationen in London, Paris, Berlin, Rio de Janeiro, Istanbul und Bogotá, mit einer Zahl von 580.000 Demonstranten, einschließlich der in New York, teilten die Veranstalter mit.

Die Proteste fanden als Auftakt zum Klimagipfel in New York statt, der von der UNO einberufen wurde und zu dem mehr als 120 Regierungsvertreter erwartet werden. Ziel der Tagung ist es, den politischen Willen zu mobilisieren, um bis Ende 2015 einen neuen Weltklimavertrag abzuschließen, informiert AP.

Währenddessen marschierten Zehntausende durch die Straßen von London, in das die Flutopfer vom letzten Winter in England kamen, sowie die britische Schauspielerin Emma Thompson, die von einer Expedition in die Arktis mit Greenpeace zurückgekommen war, um das Schmelzen der Gletscher anzuzeigen.

In einer besonders familienbetonten Atmosphäre manifestierten sich nach Polizeiangaben annähernd 5.000 Menschen in Paris. „Früher konnten wir sagen, dass wir nichts wussten. Nun wissen wir, dass der Klimawandel begonnen hat", sagte Nicolas Hulot, Sonderberichterstatter des französischen Präsidenten für den Schutz des Planeten.

In Madrid versammelten sich Hunderte von Demonstranten vor dem Umweltministerium mit Bannern mit der Aufschrift„Es gibt keinen Planeten B", „Ändere dein Leben, nicht dein Klima" oder „Unser Klima ist deine Entscheidung".

In Cairns, Australien, wo die Finanzminister der G-20 versammelt waren, demonstrierten mehr als einhundert Menschen mit Papierherzen um den Hals. In Rio de Janeiro und Bogotá waren es jeweils etwa 5.000 Menschen.

Hunderte versammelten sich auch in Sydney und Neu-Delhi, wo etwa 300 Demonstranten Schilder mit Aufschriften trugen wie „Ich will die Wälder retten" und „Die Kohle tötet", während sie Parolen riefen und im Takt der Trommeln tanzten.
 

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