Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

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I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 17 September 2014

 

ALBA
Ein Jahrzehnt der Konsolidierung

Amílcar Morales García

PARIS – Zehn Jahre nach ihrer Gründung sei die Bolivarische Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) konsolidiert und zeige bereits Ergebnisse bei der Einheit der Region, erklärte der Generalsekretär dieser Organisation, Bernardo Álvarez, in Frankreich.

In einem Interview mit Prensa Latina machte Álvarez deutlich, dass seine Organisation eine andere Art von Integration fördere, die auf komplementärem Handel, gegenseitiger Hilfe und vor allem auf einer humanitären Vision basiert, um die soziale Ausgrenzung und die Armut, die der Neoliberalismus hinterlassen hat, zu reduzieren.

Er fügte hinzu, dass während dieses Jahrzehnts verschiedene Bereiche erforscht würden, darunter die Nahrungsmittelautarkie, der Handel unter gerechten Bedingungen und die Entwicklung der Kommunikationsmedien mit Telesur und Radio del Sur. Zur Zeit sei man dabei, die Tätigkeitsbereiche um eine Allianz ALBA-Petrocaribe zu erweitern.

Die Organisation war am 14. Dezember 2004 mit einer Grundsatzerklärung, die in Havanna von den damaligen Präsidenten Kubas und Venezuelas, Fidel Castro und Hugo Chávez unterzeichnet worden war, gegründet worden.

Bolivien schloss sich 2006 an und später folgten Nicaragua, Ecuador und Honduras, wenn auch die Mitgliedschaft des letztgenannten Landes nach dem Staatsstreich gegen den Präsidenten Manuel Zelaya ausgesetzt wurde.

Gegenwärtig gehören auch Dominica, Antigua und Barbuda, Santa Lucia und Saint Vincent und die Grenadinen dazu.

Die ALBA Gründung fand zum Zeitpunkt eines starken neoliberalen Angriffs statt, als nämlich Washington versuchte der ganzen Region das sogenannte „Gebiet des Freien Handels der Amerikas" (ALCA) aufzuerlegen, erinnerte der Generalsekretär.

Weiter führte er aus, dass die US-Ideologen damals daran gearbeitet hätten, die Völker der Region davon zu überzeugen, dass es dazu keine Alternative gebe und man sich deswegen anpassen und der bestehenden Ordnung fügen müsse.

Eine der großen Leistungen von ALBA bestand darin, das Gegenteil zu beweisen und einen anderen Weg der Entwicklung zu entwerfen, der heute anderen Teilen der Welt, Europa eingeschlossen, als Vorbild oder als Inspiration dienen kann.

Nach den gegenwärtigen Herausforderungen gefragt, erwähnte Álvarez die Notwendigkeit, die virtuelle regionale Währung, den Sucre, zu stärken, der dazu gedacht ist, die Herrschaft des Dollars im interregionalen Handel zu brechen.

„Wir haben bei Null angefangen und stehen jetzt bei einem Austausch, der einem Gegenwert von fast 2,5 Milliarden Dollar entspricht, unter sehr aktiver Beteiligung von Venezuela, Ecuador und Nicaragua", sagte er.

Um den Sucre effektiver zu machen, müsse der Handel erhöht werden und deswegen sei im Augenblick eine der wichtigsten Aufgaben, einen allgemeinen Plan darüber aufzustellen, was in den einzelnen Mitgliedsländern produziert und gekauft worden sei.

„Dies wird uns ermöglichen, den Fluss des Austausches zu steigern. Die Welt ist eigentlich so geschaffen, dass wir untereinander gar keinen Handel treiben sollen und deswegen ist es auch viel einfacher, von einer lateinamerikanischen Hauptstadt nach Miami zu kommen, als zu irgendeiner anderen Stadt in der Region", versicherte er.

Als eine weitere Priorität erwähnte er die Schaffung einer Wirtschaftszone ALBA-Petrocaribe und deren Anbindung an regionale Organe, darunter die Union der Nationen Südamerikas (UNASUR) und der Gemeinsame Markt des Südens (MERCOSUR).

Der Koordinierung der sozialen Bewegungen neue Impulse zu geben, sei eine weitere große Aufgabe. Es seien nämlich diese sozialen Bewegungen, die das alternative Entwicklungsmodell verteidigen.

„Es genügt nicht, progressive Regierungen und Führungen zu haben, sondern man braucht auch eine Gesellschaft, die mobilisiert ist, und darin haben wir Fortschritte gemacht", sagte Álvarez, der am traditionellen Pressefest der L´Humanité in Frankreich teilnahm.
 

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