Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

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I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 17. November  2014

 

New York Times verurteilt US-Politik des Brain Drain gegenüber Kuba

WASHINGTON – In einem heute von der New York Times veröffentlichten Editorial verurteilt das Blatt den von den Vereinigten Staaten geförderten Brain Drain, insbesondere das Programm, das die Abwanderung von Ärzten bei offiziellen Missionen im Ausland fördert.

Es ist dies das sechste Mal in etwas mehr als einem Monat, dass das Redaktionskomitee der New Yorker Zeitung das Thema der Politik Washingtons gegenüber der Karibikinsel anschneidet.

Laut New York Times gibt es viele verdammenswerte Aspekte in der gescheiterten Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba, wie das Embargo (Blockade), das man seit Jahrzehnten aufrechterhält, aber das Programm, das darauf ziele, Ärzte zur Flucht zu veranlassen, sei besonders schwer zu rechtfertigen.

Unter dem Titel „A Cuban brain drain, courtesy of US“, in Spanisch und Englisch veröffentlicht, erwähnt die US-Zeitung, dass laut US Citizen and Emigration Service nur für das Jahr 2014 berechnet eine Rekordzahl von 1.278 Ärzten aus Kuba ausgewandert seien.

Sie zeigt außerdem auf, dass die illegalen Programme Washingtons zwischen 2006 und 2014 die Migration von 5.490 kubanischen Ärzten provozierten.

Die Times bezeichnet dies als eine absurde Politik, wenn auf der einen Seite Außenminister John Kerry und die UN-Botschafterin der USA Samantha Power voll des Lobes für die Arbeit der kubanischen Ärzte sind, die Ebola Patienten in Westafrika behandeln, und auf der anderen Seite Pläne unterhalten, um das medizinische Potenzial Kubas auszubluten.

„Es passt nicht zusammen, dass die Vereinigten Staaten den Beitrag der von der kubanischen Regierung geschickten Ärzte würdigen, die in globalen Krisen helfend eingreifen wie z.B. bei dem Erdbeben in Haiti 2010, während sie weiter versuchen, den (kubanischen) Staat zu destabilisieren, indem sie diese Fahnenflucht organisieren“, heißt es im Editorial der New York Times.

Das Editorial führt weiter aus, dass das US-Einwanderungssystem den Flüchtlingen und den gefährdeten Personen, die verfolgt werden, Priorität einräumen müsse, dass es aber nicht dazu benutzt werden dürfe, die Flucht von Fachleuten aus einem gegnerischen Land  anzuheizen, vor allem dann nicht, wenn die Verbesserung der Beziehungen zwischen den Ländern ein gangbarer und vernünftiger Weg sei.

Es erinnert außerdem daran, dass das Programm des Raubes von Ärzten im August 2006 begonnen habe, als der der Regierung der Insel feindlich gesonnene Kubanoamerikaner Emilio Gonzalez die Leitung des US Citizen und Imigration Service übernahm.

Zu dieser Zeit, fährt das Editorial fort, suchte die Bush-Regierung die kubanische Regierung zu sabotieren und die Flucht von Ärzten zu fördern, die an Auslandsmissionen teilnahmen. Sie sah darin eine Möglichkeit, gegen den wichtigsten diplomatischen Trumpf der Insel vorzugehen und die kubanische Revolution zu demütigen. Die New York Times unterstreicht, dass Kuba eine der höchsten Indizes an Ärzten pro Kopf der Bevölkerung habe und es jedes Jahr Studenten aus verschiedenen Ländern Stipendien für medinzinische Studien anbiete, darunter, so wird hervorgehoben, befänden sich auch einige US-Amerikaner.

Man betont auch die Arbeit der kubanischen Ärzte im Ausland, von denen 46.000 in Ländern Lateinamerikas und der Karibik und etwa 4.000 in 32 afrikanischen Ländern arbeiteten.

Es heißt dort weiter, dass diese von den Vereinigten Staaten geförderte Politik des Brain Drain die Fähigkeit Kubas hemme, wenn es darum gehe, bei internationalen Krisen aktiv zu werden und nicht im Geringsten dazu beitrage, eine offenere Gesellschaft zu schaffen.

„Solange man an dieser inkohärenten Politik festhält, wird es weiterhin schwierig sein, eine gesündere Beziehung zwischen beiden Ländern zu etablieren“, betont die Times. (PL)

 

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