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Reverend Jesse Jackson
fordert Ende der US-Blockade gegen Kuba

Washington (PL) - Der US-amerikanische Reverend
Jesse Jackson hat zur Beendigung der seit 52 Jahren
von den Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängten
wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen
Blockade aufgerufen, veröffentlichte am 14. Oktober
die Tageszeitung Chicago Sun-Times auf ihrer
Website.
„Die unerbittliche Opposition der Vereinigten
Staaten gegen die Anwesenheit Kubas auf den Meetings
der Hemisphäre hat praktisch alle unsere Nachbarn
beleidigt“, unterstrich Jackson, der bestätigte,
dass diese gegen die Karibikinsel gerichtete Politik
der Strangulierung dazu beigetragen hat, Washington
zu isolieren.
Jackson, ein prominenter Bürgerrechtler und
Baptistenprediger, der bei den
Präsidentschafts-Vorwahlen 1984 und 1988 für die
Demokratische Partei kandidierte, erklärte, die
Blockade gegen Kuba hätte schon vor Jahrzehnten
aufgehoben werden müssen.
„Das Embargo (die Blockade) gegen Kuba ist
weitgehend aus zwei Gründen aufrecht erhalten
worden. Erstens, weil (Fidel) Castro die Central
Intelligence Agency (CIA) und die kalten Krieger
beschämt hat, denn er vereitelte ihre Versuche, die
Insel zu erobern, das Regime zu destabilisieren und
ihn zu ermorden“, betonte der US-amerikanische
Religionsführer.
Er wies auch auf die Innenpolitik als weiteren
wichtigen Grund für die Beibehaltung der grausamen
Maßnahme hin, insbesondere wegen der Verbindungen
des Weißen Hauses mit den
kubanisch-US-amerikanischen Wählern im Bundesstaat
Florida.
Er betonte, dass die Politik veraltet ist und dass
die neue Generation der Kubaner-US-Amerikaner
Beziehungen zu ihrem Herkunftsland aufrechterhalten
will.
Jackson sagte, dass seit langer Zeit dieser
„veraltete kalte Krieg“ gegen eine kleine Insel, nur
90 Meilen vor der Küste der Vereinigten Staaten
entfernt, hätte beendet werden müssen.
„Die Kubaner sind freier, in die Vereinigten Staaten
zu reisen, als die US-Amerikaner, wenn sie nach Kuba
reisen wollen“, betonte Jackson. „Die Kubaner
erweitern das Privateigentum und fördern
ausländischer Investitionen.“
Er forderte den US-Präsidenten Barack Obama auf,
einen konstruktiven Schritt für die Aufhebung der
Blockade gegen Kuba zu unternehmen.
„Präsident Obama – sagte er – kann die
US-amerikanische Führung in der Region wiederbeleben
und eine historische Schande beenden.“
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