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Die US-Blockade ist das Haupthindernis für die
Entwicklung Kubas
GENF — Kuba wies am Dienstag in Genf darauf hin,
dass das Haupthindernis für die Wahrnehmung des
Rechts auf Entwicklung die von den USA seit mehr als
50 Jahren auferlegte Wirtschafts-, Handels- und
Finanzblockade ist.
Diese Aggression ist weiterhin in Kraft und wird
immer intensiver. Sie stellt eine massive, flagrante
und systematische Verletzung der Menschenrechte dar,
erklärte der kubanische Delegierte Alejandro
Castillo.
Während der 15. Sitzungsperiode der Arbeitsgruppe
über Recht auf Entwicklung stellte Castillo fest,
dass die Regierung der USA zur Rechtfertigung dieser
Blockade alle möglichen politischen Machenschaften
einsetzt, einschließlich der absurden und
unhaltbaren Bezeichnung seines Landes als den
Terrorismus fördernden Staat.

„Wir lehnen es energisch ab, dass ein solch
sensibles Thema wie der internationale Terrorismus
manipuliert wird, um es zu einem Instrument der
Politik gegen Kuba zu machen und die Blockade zu
rechtfertigen“, sagte der Delegierte Kubas.
Castillo forderte die endgültige Ausschließung
seines Landes aus dieser künstlichen, unilateralen
und willkürlichen Liste, die eine Beleidigung für
das kubanische Volk darstellt, und forderte von den
Vereinigten Staaten, die Blockade aufzuheben, wie es
die internationale Gemeinschaft fordert.
Seitdem diese Blockade 1962 aufgenommen wurde und
bis April 2013 betragen die wirtschaftlichen
Schäden, die dem kubanischen Volk zuteil wurden,
eine Billion 157 Milliarden 327 Millionen Dollar,
unter Beachtung der Entwertung dieser Währung
gegenüber dem Goldwert.
Bei seinem Redebeitrag erinnerte der kubanische
Vertreter daran, dass fast 30 Jahre, nachdem die
Erklärung zum Recht auf Entwicklung angenommen
worden ist, das Thema noch immer für viele Länder,
einschließlich Kuba, eine Priorität darstellt.
„Die Wirtschaftskrise, die heute alle Länder
beeinträchtigt, die negativen Auswirkungen der
neoliberalen Globalisierung, die protektionistischen
Barrieren, die von den reichen Ländern auferlegt
werden, der ungleiche Austausch stellen einige der
Hindernisse dar, die auf internationaler Ebene gegen
die Wahrnehmung dieses Rechts verstoßen“, sagte er.
Kuba bekräftigt erneut, dass, wenn die
industrialisierten Länder den politischen Willen
dazu hätten, es mit relativ wenigen Mitteln möglich
wäre, viel für Milliarden Menschen auszurichten,
bestätigte Castillo.
Die Sitzungen der Arbeitsgruppe zum Recht auf
Entwicklung, eines Hilfsorgans des
Menschenrechtsrats, werden unter Teilnahme von
Vertretern aller Regionen der Welt bis zum 16. Mai
andauern.
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