Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 11. April 2014

 

Skandal um flüchtige Bankiers: Ileana Ros mit versilberten Händen

Jean-Guy Allard

SENATOR Robert Menéndez, Mitglied des antikubanischen Mafia-Zirkels im US-Kongress, ist nicht mehr allein im Skandal um die Brüder Isaías, flüchtige ecuadorianische Bankiers, zu deren Gedeihen er beigetragen hat. Die Miami-Repräsentantin Ileana Ros-Lehtinen versilberte sich ebenfalls die Hände und nahm Geld von diesen kriminellen Multimillionären an. Sie half ihnen auch, sich in ihrer neuen Heimat zu integrieren.

Die Kongressabgeordnete, eine tobsüchtige Pseudopolitikerin, die keine Gelegenheit auslässt, um Kuba, Venezuela, Bolivien, Ecuador oder jedes andere progressive Land in Lateinamerika anzugreifen, ist gerade - mit Beweisen - auf der Website von The Daily Beast angezeigt worden, wo enthüllt wird, dass sie Briefe an verschiedene Bundesstellen in Fürsprache für die flüchtigen Brüder und einige ihrer Familienangehörigen geschickt hat, damit sie ihren Wohnsitz in den USA erhalten.

Das Problem ist, dass Ileana Ros-Lehtinen von den Betrüger-Brüdern - unter anderem - mindestens 23.000 Dollar für ihren „Wahlkampffonds" erhielt. Vorerst ist nicht bekannt, ob diese Spende gestohlener Gelder seitens der ecuadorianischen Multimillionäre mit anderen Leistungen einher ging.

Die Isaías werden seit dem Zusammenbruch ihrer Bank Filobanco, die 1998 in Konkurs ging, von Ecuador gesucht. Laut der ecuadorianischen Justiz flüchteten die Brüder mit mehr als 100 Millionen Dollar des Bankfonds.

Vor über zehn Jahren wurden William und Roberto Isaías in Ecuador wegen Veruntreuung ecuadorianischer Gelder in Abwesenheit verurteilt. Seitdem haben sie darum gekämpft, die Auslieferung zu verhindern und ihren Wohnsitz in den Vereinigten Staaten zu nehmen.

Sie hatten dabei im Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses des Senats, Robert Menéndez, einen weiteren Verbündeten kubanischer Abstammung, der in Unterstützung ihres Antrags Telefonate führte und Briefe schrieb, erinnert The Daily Beast.

Menéndez und Ros-Lehtinen stehen für die antikubanische Mafia in Miami. Ros-Lehtinen, die vor ein paar Jahren einem britischen TV-Sender gegenüber gestand, dass sie die Ermordung des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro befürworte, verpasst im Kongress keine Gelegenheit, die Regierung von Präsident Rafael Correa zu kritisieren, und steht mit ecuadorianischen Putschisten in Verbindung.

Die großzügigen Mitglieder der Familie Isaías trugen auch zu den Wahlkampfspenden von Senator Bill Nelson aus Florida, der Kongressabgeordneten und Präsidentin des Demokratischen Nationalausschusses, Debbie Wasserman-Schultz, und des Abgeordneten Joe García bei. 

Diese drei „Demokraten" sind enge Freunde von Ros-Lehtinen und teilen ihre ultrarechten Ideen und ihren Hass auf die Emanzipation Lateinamerikas. 

Ros-Lehtinen, die ihre erste Wahl in den Kongress einer Unterstützungskampagne für den verstorbenen Terroristen Orlando Bosch verdankt, die sie mit Otto Reich und Jeb Bush durchführte, hat den Vorsitz über den Verteidigungsfonds für den Terroristen Luis Posada Carriles. Sie verdankt ihre Wiederwahl der antikubanischen Mafia in Miami, Erbin der kubanischen Diktatur von Fulgencio Batista. 

Die 60-Jährige, die nach Honduras reiste, um den Diktator Roberto Micheletti öffentlich zu unterstützen, als die Polizei in den Straßen von Tegucigalpa Demonstranten tötete, ist eine leidenschaftliche Predigerin für ihre Form der Demokratie, welche Staatsstreiche und Ermordungen einschließt. 

Nach Angaben des Center for Responsive Politics, einer unabhängigen Stelle, die Spenden an Politiker überwacht, akzeptierten Ros-Lehtinen und mehrere Politiker in Florida Ende des letzten Jahrzehnts Gelder von dem Betrüger-Bankier Robert Allen Stanford und Politikern, die in Korruptionsskandale verwickelt waren, wie Bob Ney, Jack Abramoff und Tom DeLay. 

Ros-Lehtinen und ihre Freunde fühlten sich im Februar 2010 erleichtert, als sich herausstellte, dass der Sicherheitschef von Stanford es übernommen hatte, Tausende von Dokumenten des Bankiers zu vernichten, als der gigantische Betrug entdeckt wurde. 

Stanford wurde vorgeworfen, Investoren um mindestens sieben Milliarden Dollar betrogen zu haben. In seinem Eifer, politische Gefälligkeit zu kaufen, eine für die US-amerikanische Demokratie typische Praxis, hat Stanford auch den Wahlkampffonds von Barack Obama mit 31.750 Dollar aufgefüllt. 

Die Kongressabgeordnete Ros-Lehtinen ist dermaßen fanatisch, dass sie im Jahr 2012, als sie Präsidentin des Ausschusses des Repräsentantenhauses für Auswärtige Angelegenheiten war, ihre Befürchtung äußerte, „der Iran könne Zugang zu den Uranreserven von Ecuador bekommen, um sein Atomprogramm voranzubringen". 

Der Präsident von Ecuador war der Erste, der durch den Bericht überrascht wurde: „Zum ersten Mal in meinem Leben höre ich davon, dass Ecuador Uran hat", war sein ironischer Kommentar. 

Im Jahr 2010 berief Ros-Lehtinen im Washingtoner Capitol einen faschistischen Lateinamerika-Gipfel ein und leitete ihn. „Es ist jetzt mehr denn je an der Zeit, dass die Vereinigten Staaten ihre Freunde unterstützen", rief die republikanische Abgeordnete in einem von Putschisten, Terroristen und Verschwörern aller Art voll besetzten Saal aus. 

Der Aufruf zur Unterstützung der „Freunde", deren Identität nicht detailliert wurde, provozierte den Ausdruck von Zufriedenheit auf dem Gesicht vieler Teilnehmer, unter denen sich der ecuadorianische Putschist Lucio Gutiérrez befand, der mit dem drei Monate zuvor versuchten Staatsstreich- und Attentatsversuch in Quito in Verbindung steht.
 

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