Rede des ersten Vizepräsidenten des Staats- und Ministerrats, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, zum Zentralen Festakt anlässlich des 54. Jahrestages des Angriffs auf die Moncada- und Carlos Manuel de Céspedes-Kasernen auf der Plaza de la Revolución „Mayor General Ignacio Agramonte" der Stadt Camagüey, am 26. Juli 2007, „Jahr 49 der Revolution"

Anwesende Freunde!

Bewohner von Camagüey, guten Morgen!

Mitbürger!

Als wir genau vor einem Jahr die von unserem Comandante en Jefe in Bayamo und Holguín gehaltenen Reden hörten, konnten wir den harten Schlag, der uns erwartete, nicht einmal ahnen.

Am kommenden 31. Juli wird genau ein Jahr seit Fidels Bekanntmachung vergangen sein. Er entfaltet zur Freude unseres Volkes eine immer intensivere und äußerst wertvolle Tätigkeit, wie seine in der Presse veröffentlichten Reflexionen beweisen, obwohl er selbst in den kritischsten Augenblicken seiner Krankheit nicht aufgehört hat, sein Wissen und seine Erfahrung bei jedem wesentlichen Problem oder jeder bedeutenden Entscheidung beizutragen.

Es waren wirklich sehr schwierige Monate, obwohl mit einer genau entgegengesetzten Auswirkung als der, welche unsere Feinde erwarteten, die davon träumten, dass das Chaos Einzug halten und der kubanische Sozialismus endgültig zusammenbrechen würde. Wichtige US-amerikanische Beamte haben sogar die Absicht erklärt, die genannte Situation dazu zu nutzen, um die Revolution zu zerstören.

Diejenigen kennen unser Volk schlecht, die sich über seine Fähigkeit wundern, soweit über sich selbst hinauswachsen zu können, wie es die jeweilige Herausforderung erfordert, egal wie groß diese auch sei, denn das ist wirklich die einzige konsequente Haltung gegenüber unserer Geschichte.

Es ist sehr bekannt, dass der von Kubanern vieler Generationen gelieferte Kampf, angefangen bei La Demajagua, über die Moncada bis zum heutigen Tag, immer gegen große Hindernisse und mächtige Feinde geführt wurde. Wie viele Opfer und Schwierigkeiten! Wie oft musste der Kampf nach jeder Niederlage erneut begonnen werden!

Allein auf die Jahre nach dem 26. Juli 1953 folgten Gefängnis, Exil, die Granma, der Kampf in den Bergen und im Flachland, und dann fünf Jahre, fünf Monate und fünf Tage nach dem Angriff auf die Moncada kam der erste Januars 1959.

Damals, genau wie es in der Gegenwart und sogar in den Vereinigten Staaten selbst geschieht, war die Lüge nicht in der Lage, die Wirklichkeit zu verbergen, trotzdem unser Volk eine viel geringere politische Bildung und ein viel geringeres politisches Bewusstsein als jetzt hatte.

Die riesige Mehrheit der Kubaner schloss sich der Sache an, die von einem Leader angeführt wurde, der die Wahrheit als wichtigste Waffe gegenüber den Feinden seines Volkes hochhielt, der, anstelle demagogische Versprechungen zu machen, seit der ersten Rede in Havanna darauf hinwies, dass ab jenem Zeitpunkt vielleicht alles schwieriger sein würde.

Die Schlussfolgerung der Oberhäupter der damaligen US-Regierung war ebenfalls konsequent mit ihrer Geschichte: dieses Volk musste besiegt werden oder wenn dies nicht erreicht würde, sollte jenes Volk, dass es sich traute, nach Gerechtigkeit, Würde und Souveränität zu streben, bis zum Unendlichen leiden. Das Beispiel, das Kuba in einem armen, unterworfenen und ausgebeuteten Kontinent darstellt, war zu gefährlich.

Aber es gelang ihnen nicht, uns in die Knie zu zwingen. Unsere Antwort bestand darin, uns massenhaft in Kämpfer zu verwandeln; unerschütterlich Mängel und Schwierigkeiten auszuhalten; unseren Schweiß auf dem Feld, in Fabriken und Schützengräben zu vergießen; unzählige siegreiche Schlachten zu liefern und Meilensteine bei der internationalistischen Hilfe zu setzen.

Vor den Überresten jedes der 3 478 Todesopfer von Terrorakten, die von den Behörden der Vereinigten Staaten direkt organisiert, unterstützt oder erlaubt wurden; vor den in Verteidigung des Vaterlands oder in Erfüllung der internationalistischen Pflicht Gefallenen bestätigte unser Volk die Verpflichtung gegenüber seinen Helden und Märtyrern, mit seinem Freiheitskampferbe der Mambi und dem Beispiel von José Martí, Céspedes, Maceo, Gómez und Agramonte, fortgesetzt von solchen Männer wie Mella, Martínez Villena und Guiteras, die Symbole für die Denkweise und die Handlung von unendlich vielen anonymen Patrioten sind.

Das war im Wesentlichen das letzte halbe Jahrhundert unserer Geschichte. Es gab zu keinem Augenblick eine Ruhepause gegenüber der auf die Zerstörung der Revolution gerichteten Politik der US-Regierung.

In dieser Schmiede der Anstrengungen und Opfer sind die Moral und das Bewusstsein dieses Volkes gewachsen. Ihm wurden Söhne von solchem Format wie Gerardo Hernández, Antonio Guerrero, Ramón Labañino, Fernando González und René González geboren, die fähig sind, mit Gelassenheit, Mut und Würde die Härte einer ungerechten Haft auf sich zu nehmen und dies auf verschiedene Gefängnisse in den Vereinigten Staaten verstreut.

Sie sind Beispiel, aber nicht die Ausnahmen. Die Kubaner und Kubanerinnen, die sich weder durch Gefahren noch durch Schwierigkeiten einschüchtern lassen, zählen Millionen.

Die Heldentat ist etwas Tägliches in jedem Winkel dieser Erde, wie es unsere tapferen Sportler bei den Panamerikanischen Spielen beweisen.

So war es während mehr als 16 Jahren Sonderperiode, der anhaltenden Anstrengung des gesamten Landes, um die Schwierigkeiten zu meistern und weiter voran zu gehen – und so wird es sein müssen, da wir noch nicht aus der Sonderperiode heraus sind.

Deshalb ist es doppelt lobenswert, dass eine Provinz als Herausragend eingeschätzt wird, Bewertung die, wie bekannt ist, nach Überprüfung der erreichten Ergebnisse in den hauptsächlichen Bereichen erteilt wird.

Dieses Mal haben dies Havanna-Stadt, Granma, Villa Clara und Camagüey erreicht, die wir im Namen des Comandante en Jefe, der Partei und unseres gesamten Volkes zu diesem wichtigen Sieg beglückwünschen. Ebenfalls Cienfuegos, Matanzas und Sancti Spíritus zur erhaltenen Anerkennung und Las Tunas, da in der Provinz bedeutende Fortschritte zu verzeichnen waren.

Um festzulegen, welche dieser Provinzen dieses Jahr Austragungsort des zentralen Festakts sein würde, hat das Politbüro ganz besonders die täglichen, heldenhaften Anstrengungen ohne viel Aufheben gegenüber den Schwierigkeiten bewertet. So hat es das Volk von „El Camagüey", wie die Mambi-Freiheitskämpfer sagten, getan, um diese Ergebnisse zu erreichen.

Die Fortschritte sind Ergebnis der Anstrengungen Hunderttausender Compañeros; der Arbeiter, der Bauern und der anderen Werktätigen; des unumgänglichen Beitrags der Intellektuellen, Künstler und Kulturschaffenden; der heldenhaften Hausfrauen und Rentner; der Mitglieder des Schülerverbandes FEEM und des Studentenbunds FEU; unserer Pioniere; des Frauenbundes FMC, der Komitees zur Verteidigung der Revolution CDR, des Kämpferbundes und der Parteigebietskomitees, die solch einen unersetzbaren Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Ohne sie, ohne die alltägliche Arbeit, das tägliche Studium und Opfer so vieler Männer, Frauen und Kinder, würde das Horn der Kavallerie von Agramonte heute nicht erneut in diesen weiten Ebenen ertönen.

Nun gut, es darf nicht so geschehen wie im Baseball, wo die Siege nur den Baseballspielern gehören und die Niederlagen dem Teamchef. Es wäre nicht gerecht, wenn wir nicht öffentlich die wichtige Rolle anerkennen, die bei diesem Erfolg die Führungskräfte von Partei, Regierung, des Jugendverbandes UJC der Massenorganisationen und gesellschaftlichen Organisationen auf allen Ebenen gespielt haben, ebenso wie zahlreiche Verwaltungskader.

Besonders müssen wir hierbei die gute Arbeit des Genossen Salvador Valdés Mesa hervorheben, jetziger Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes CTC, der eine lange Zeitspanne und bis vor 13 Monaten Erster Parteisekretär der Provinzleitung war, und die ausgezeichnete Ablösung bis heute durch den Genossen Julio César García Rodríguez.

Es ist gerecht und notwendig, das in den letzten Jahren in diesen Provinzen und im gesamten Land Erreichte anzuerkennen, aber indem wir uns unserer Probleme, unserer Unzulänglichkeiten, Irrtümer und bürokratischen bzw. apathischen Verhaltensweisen klar bewusst sind, einige von denen unter den Umständen der Sonderperiode an Boden gewonnen haben.

Die wichtigen, in diesen Provinzen erreichten Ergebnisse hervorzuheben bedeutet nicht, zu verkennen, dass in allen anderen Teilen des Landes gearbeitet wird. In den Ostprovinzen musste das zum Beispiel unter sehr schwierigen Bedingungen geschehen und mit infolge objektiver und auch subjektiver Faktoren verursachtem Mangel an Ressourcen.

Jedoch nicht immer werden die Anstrengungen von gleichen Ergebnissen begleitet. Die Effektivität hängt in großem Maße von der Konstanz und der Organisation, besonders von der systematischen Kontrolle und Anforderung und davon, wieweit es gelungen ist, die Massen in den Kampf um die Effektivitätserhöhung einzubegreifen.

Es ist notwendig, alle für den täglichen Kampf gegen die eigenen Fehler zu gewinnen, welche die von äußeren Faktoren abgeleiteten objektiven Schwierigkeiten verschlimmern, besonders die durch die Wirtschaftsblockade der Vereinigten Staaten verursachten, die einen echten unversöhnlichen Krieg gegen unser Volk darstellen und die jetzige Regierung jenes Landes hat besonderen Groll darein gesetzt, die geringste Möglichkeit zu finden, um uns zu schaden.

Man könnte unzählige Beispiele aufzeigen. Ich werde mich darauf beschränken, die Hindernisse für kommerzielle und finanzielle Transaktionen des Landes im Ausland zu nennen, die in vielen Fällen dem Kauf von Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und anderen Grundbedürfnissen der Bevölkerung gewidmet sind, und die Verweigerung des Zugangs zu Bankdienstleistungen durch Erpressung und die extraterritoriale Anwendung ihrer Gesetze.

Ebenfalls gibt es unüberwindbare Hemmnisse, die bis ins Lächerliche reichen, die von jener Regierung gegen die Reisen seiner Bürger nach Kuba auferlegt wurden und auch gegen die der dort ansässigen Kubaner zu Familienbesuchen und die Visa-Verweigerung nicht nur für unsere offiziellen Beamten, sondern für Künstler, Sportler, Wissenschaftler und überhaupt für jeden, der nicht bereit ist, die Revolution zu verleumden.

Zu all dem vorab Genannten kommen noch, wie kürzlich von unserem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten an die Öffentlichkeit gebracht wurde, die Hemmnisse, um die in den Migrationsvereinbarungen festgelegte jährliche Minimalquote für Visa zu erfüllen.

Mit dieser Politik werden jene stimuliert, die zur illegalen Emigration greifen und dort wie Helden empfangen werden, oftmals nachdem sie das Leben von Kindern riskiert haben und trotzdem solch eine unverantwortliche Haltung nicht nur die Sicherheit der Kubaner gefährdet, sondern die der US-Amerikaner selbst, welche ihre Regierung ständig zu verteidigen behauptet, denn wer das Risiko eingeht, mit Menschenwesen zu handeln, der zweifelt möglicherweise nicht, dies auch mit Drogen, Waffen oder Ähnlichem zu tun.

Kuba wird seinerseits, wie das Land es bis jetzt getan hat, weiterhin seinen Verpflichtungen aus den Migrationsvereinbarungen nachkommen.

Die letzten zwölf Monate haben ein Beispiel der bemerkenswerten Reife unseres Volkes, seiner Prinzipienstärke, Einheit und des Vertrauens in Fidel, in die Partei und vor allem in sich selbst bedeutet.

Trotz des tiefgehenden Schmerzes, der uns ergriffen hatte, wurde keine Aufgabe vernachlässigt. Im Land herrscht Ordnung und es gibt viel Arbeit; die Leitungsorgane von Partei und Regierung funktionieren wie immer auf der kollektiven Suche nach der effektiv bestmöglichen Antwort auf jedes Problem.

Es gibt keine Angelegenheit bezüglich der Entwicklung des Landes und der Lebensbedingungen des Volkes, die nicht verantwortungsbewusst behandelt worden wäre und an deren Lösung nicht gearbeitet wird. Keine der Aufgaben der Ideenschlacht, der Energierevolution oder anderer vom Comandante en Jefe veranlasster ist paralysiert. Wie es bei Dingen solcher Größenordnung immer geschieht, waren Anpassungen und Verlängerungen notwendig. Wir schließen nicht aus, dass aufgrund materieller Notwendigkeiten und uns allen bekannter Bedrohungen zukünftig weitere vorgenommen werden müssen.

Gleichzeitig hat sich unser Volk seitdem weiter mit Ernsthaftigkeit, Disziplin und ohne Prahlerei vorbereitet, um jegliches militärisches Abenteuer des Feindes abzuwehren.

Hunderttausende Milizangehörige und Reservisten der Revolutionären Streitkräfte haben gemeinsam mit den Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten der ständigen Streitkräfte die Operation Caguairán durchgeführt, die eine wesentliche Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit des Landes durch die Erreichung höherer Niveaus der Kampfbereitschaft als zu jeglichem anderen Zeitpunkt ermöglicht hat.

Das ist eine große Anstrengung zu einem Augenblick, wo die Mittel nicht reichlich vorhanden sind, aber es einfach unbedingt erforderlich ist. Es wird weiter wie bis jetzt mit der größten Rationalität getan werden, sowohl vom materiellen Standpunkt aus gesehen, als auch vom Standpunkt des Zeitaufwandes der Bürger.

Die Verteidigung kann nicht vernachlässigt werden! So orientierte uns der Comandante en Jefe und unterstrich dies ein weiteres Mal vor wenigen Tagen. Für uns ist es so, wie ich es so oft gesagt habe: den Krieg zu vermeiden bedeutet, ihn zu gewinnen, aber um ihn durch seine Verhinderung zu gewinnen, muss viel Schweiß vergossen und müssen nicht wenige Ressourcen investiert werden.

Die überzeugende Antwort des Volkes auf die Bekanntmachung des Comandante en Jefe führte alle Pläne des Feindes in eine Krise, aber jener, weit davon entfernt, die Realität einzuschätzen und seine Irrtümer zu berichtigen, verharrte dickköpfig darauf, weiterhin über den selben Stein zu stolpern. Sie spekulieren bezüglich einer angeblichen Lähmung des Landes und sogar bezüglich eines in Gang befindlichen „Übergangs". Aber so sehr sie auch die Augen zumachen, übernimmt es die Realität doch, jene überholten Träume zu zerstören.

Wie aus Pressemeldungen hervorgeht, wird die Operation Caguairán in den folgenden langen Monaten fortgesetzt werden. Das wird die Vorbereitung von ungefähr einer Million Mitbürger ermöglichen und als Abschluss die Strategische Übung Bastion 2008 haben, die wir Ende dieses Jahres durchführen werden.

Zu jenem Zeitpunkt werden wir also besser vorbereitet sein, um an allen Fronten standhalten und siegen zu können, einschließlich bei der Verteidigung.

Zu jenem Zeitpunkt wird es dann in den Vereinigten Staaten gegeben haben und das Mandat des jetzigen Präsidenten jenes Landes und seine umherirrende und gefährliche Regierungsweise, die von solch einer reaktionären und fundamentalistischen Denkweise bestimmt ist, dass kein Raum für eine rationelle Analyse auch nur irgendeiner Angelegenheit bleibt, wird zu Ende gegangen sein.

Die neue Regierung wird entscheiden müssen, ob sie die absurde, illegale und gescheiterte Politik gegen Kuba beibehält, oder den Olivenzweig annimmt, den wir anlässlich des 50. Jahrestages der Landung der Granma hingehalten haben. Das heißt, als wir unsere Bereitschaft bekräftigten, den langen Konflikt mit der Regierung der Vereinigten Staaten unter gleichberechtigten Voraussetzungen zu diskutieren, da wir überzeugt sind, dass die Probleme dieser Welt, die immer vielschichtiger und gefährlicher sind, nur auf diesem Weg gelöst werden können.

Wenn die neue US-Staatsmacht endlich die Arroganz beiseite lässt und sich entschließt, auf zivilisierte Art und Weise Unterredungen zu führen, dann sei sie willkommen. Wenn das nicht so sein sollte, sind wir bereit, weiter ihrer Politik der Feindseligkeit zu begegnen, selbst weitere 50 Jahre, wenn es notwendig wäre.

Fünfzig Jahre scheinen eine lange Zeit zu sein, aber wir feiern bald den 50. Jahrestag des Sieges der Revolution und den 55. der Moncada, und bei so vielen Aufgaben und Herausforderungen sind jene Jahre, fast ohne dass wir es bemerkten, vergangen. Außerdem sind fast 70 Prozent unserer Bevölkerung nach der Errichtung der Blockade geboren, sodass wir gut darauf trainiert sind, um dieser weiter standzuhalten und sie dann endlich zu besiegen.

Einige, die unter dem Einfluss der feindlichen Propaganda stehen oder einfach nur verwirrt sind, spüren weder die reale Existenz der Gefahr, noch die unbestreitbare Tatsache, dass die Blockade sowohl direkte Auswirkungen auf die größten wirtschaftlichen Entscheidungen, als auch auf die elementarsten Bedürfnisse jedes Kubaners hat.

Sie bedrückt uns auf direkte Art und Weise und alltäglich bei der Ernährung, im Verkehr, bezüglich der Wohnung und selbst deshalb, weil wir nicht die notwendigen Rohstoffe und Geräte für unsere Arbeit haben.

Hierfür hat der Feind sie, wie wir schon sagten, vor fast einem halben Jahrhundert festgelegt und träumt heute weiter davon, uns mit Gewalt seinen Willen aufzuzwingen. Präsident Bush selbst besteht darauf zu wiederholen, dass er den Fortbestand der kubanischen Revolution nicht zulassen wird. Es wäre interessant, ihn zu befragen, wie er dies zu verhindern gedenkt.

Wie wenig sie aus der Geschichte gelernt haben!

In seinem am 18. Juni veröffentlichten Manifest hat Fidel ihnen ein weiteres Mal das gesagt, was Überzeugung jedes Revolutionärs dieser Insel ist: „Sie werden Kuba niemals bekommen!"

Unser Volk wird niemals auch nur einen Zollbreit den Versuchen irgendeines Landes oder einer Gruppe von Ländern, Druck bzw. Erpressung auszuüben, nachgeben, oder auch nur ein minimales einseitiges Zugeständnis machen, das darauf gerichtet wäre, jemandem Zeichen irgend einer Art zu entsenden.

Wir wissen, welchen Spannungen die Kader bezüglich unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben ausgesetzt sind, besonders an der Basis, wo die Rechnung zwischen den angehäuften Bedürfnissen und den zur Verfügung stehenden Ressourcen fast nie aufgeht.

Wir sind uns ebenfalls dessen bewusst, dass inmitten der extremen objektiven Schwierigkeiten, denen wir begegnen müssen, das Arbeitsentgelt ganz offensichtlich noch unzureichend, um alle Bedürfnisse zu befriedigen, weshalb es praktisch aufgehört hat, seine Rolle zur Erfüllung des sozialistischen Prinzips zu erfüllen, nach dem jeder nach seinen Fähigkeiten beiträgt und gemäß seiner Arbeitsleistung bezahlt wird. Dies hat Bekundungen sozialer Disziplinlosigkeit und Toleranz begünstigt, die sehr schwer zu beseitigen sind, wenn sie sich erst einmal festgesetzt haben, selbst wenn die objektiven Gründe verschwinden, die sie hervorgebracht haben.

Ich kann in aller Verantwortung behaupten, dass Partei und Regierung daran arbeiten, diese und weitere komplizierte und schwierige Angelegenheiten genauestens zu untersuchen, die eine integrale und gleichzeitig differenzierte Sichtweise an jedem konkreten Ort benötigen.

Alle, angefangen beim Leiter bis zum einfachen Arbeiter, haben wir die Pflicht, jedes Problem in unserem Tätigkeitsfeld mit Genauigkeit zu bestimmen und tiefgehend zu beurteilen, um es mit den angemessenen Methoden anzugehen.

Das ist etwas ganz anderes als die Haltung derjenigen, die die Schwierigkeiten wie einen Schild gegenüber der Kritik erheben, weil sie nicht mit der notwendigen Schnelligkeit und Effektivität gehandelt haben, oder weil ihnen die erforderliche politische Sensibilität und der politischer Mut fehlen, um zu erklären, warum etwas nicht unmittelbar gelöst werden kann.

Ich beschränke mich darauf, die Aufmerksamkeit auf diese entscheidenden Themen zu lenken. Das sind Dinge, die nicht mit einer einfachen Kritik bzw. Ermahnung zu lösen sind, selbst wenn das zu einem Festakt wie diesem geschieht. Dafür ist vor allem organisiertes Arbeiten, Kontrolle und Anforderung Tag für Tag erforderlich; Genauigkeit, systematische Ordnung und Disziplin von der Landesinstanz bis zu jedem einzelnen der tausend Orte, wo etwas erzeugt oder eine Dienstleistung erbracht wird.

Das Land arbeitet in dieser Richtung, wie in anderen ebenso wichtigen und strategischen. Das wird mit Dringlichkeit getan, aber ohne Verzweiflung bzw. viele öffentliche Erklärungen, um keine falschen Erwartungen zu erzeugen. Denn mit der Aufrichtigkeit, welche die Revolution immer ausgezeichnet hat, weise ich erneut darauf hin, dass nicht alles unmittelbar gelöst werden kann.

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir inmitten einer sehr schwierigen internationalen Wirtschaftssituation leben, bei der zu den Kriegen, der politischen Instabilität, dem Umweltschaden und dem Anstieg der Erdölpreise als scheinbar ständiger Tendenz vor kurzem die Entscheidung vor allem der Vereinigten Staaten hinzukam, wie Genosse Fidel öffentlich verurteilt hat, den Mais, die Sojabohnen und andere Nahrungsmittel in Kraftstoff zu verwandeln, wodurch deren Preise in die Höhe schießen und ebenso die der direkt von ihnen abhängenden Produkte, wie zum Beispiel Fleisch- und Milcherzeugnisse, die in den letzten Monaten in übertriebenem Maße gestiegen sind.

Ich werde nur einige Angaben machen. Das Barrel Erdöl liegt in diesen Tagen bei 80 Dollar, fast dreimal der Preis, den es vor knapp 4 Jahren hatte, als es bei circa 28 Dollar stand. Und das beeinflusst praktisch alles, denn etwas zu erzeugen bzw. eine Dienstleistung zu erbringen, erfordert eine bestimmte Menge Kraftstoff, ob es nun direkt oder indirekt geschieht.

Ein weiteres Beispiel: Der Preis für Pulvermilch betrug 2 100 Dollar pro Tonne im Jahr 2004, was eine große Anstrengung bedeutete, um das genannte Lebensmittel abzusichern, da für seinen Import 105 Millionen Dollar benötigt wurden. Um die für 2007 benötigte Menge zu erwerben, mussten 160 Millionen ausgegeben werden, da der Preis bis auf 2 450 Dollar pro Tonne in die Höhe getrieben wurde. In diesen vier Jahren fast 500 Millionen Dollar.

Im Augenblick übersteigt die Tonne 5 200 Dollar. Sodass für den Fall, dass der Zuwachs bei der Landesproduktion nicht beibehalten wird, für den Verbrauch des Jahres 2008 allein für Milchpulver 340 Millionen Dollar bestimmt werden müssen, mehr als drei Mal die im Jahr 2004 ausgegebene Menge, und das, wenn der Preis nicht weiter steigt.

Im Fall des geschälten Reises wurde dieser 2006 zu 390 Dollar pro Tonne notiert und wird heute zu 435 verkauft. Gefrierhähnchen haben wir vor wenigen Jahren zu 500 Dollar die Tonne gekauft, wir haben auf der Grundlage geplant, dass sie bis auf 800 steigt und in Wirklichkeit ist ihr jetziger Preis 1 186 Dollar.

Das ist der Fall bei faktisch sämtlichen Waren, die das Land zur Absicherung der Deckung der Grundbedürfnisse vor allem der Bevölkerung importiert und von denen man weiß, dass sie die Bevölkerung zu Preisen bezieht, die sich trotz dieser Realitäten faktisch unveränderlich gehalten haben.

Ich nenne hier Produkte, von denen mir scheint, dass sie hier angebaut werden können; außerdem scheint mir, dass wir Boden übrig haben; dazu scheint mir, dass die Niederschläge im vergangenen und in diesem Jahr recht ergiebig waren. Ich habe meine Fahrt nach hier per Auto realisiert und konnte sehen, dass alles grün und schön ist. Was jedoch am schönsten gediehen war und mir am meisten ins Auge stach war der schöne Wuchs des Marabus beiderseits der gesamten Strecke der Langstraße.

Daher kann jegliche Lohnerhöhung oder Preissenkung, wenn sie real sein soll, nur aus einer gesteigerten und effizienteren Produktion oder Leistungserbringung hervorgehen, die zu höheren Einnahmen führt.

Niemand, weder der Einzelne noch ein Land kann es sich leisten, mehr auszugeben als vorhanden ist. Das ist etwas Selbstverständliches, doch nicht immer denken und handeln wir konsequent in Bezug auf diese unausweichliche Realität.

Um mehr zu besitzen, muss man damit beginnen, in zweckmäßiger und effizienter Weise mehr zu produzieren, um Importe kürzen zu können, an erster Stelle jene Nahrungsmittel, die hier gedeihen und deren einheimische Produktion noch längst nicht den Bedarf decken kann.

Wir sind gezwungen, dem Boden mehr abzugewinnen; der Boden ist vorhanden; sei es nun mit Traktoren oder mit Ochsengespannen, so wie früher, als es noch keine Traktoren gab, und schnellstmöglich und ohne zu improvisieren jeden einzelnen Erfahrungswert der führenden Produzenten sowohl des staatlichen als auch des privaten Sektors der Bauern zu verallgemeinern und der harten Arbeit unter der drückenden Hitze unseres Klimas einen entsprechenden Anreiz entgegen zu setzen.

Zum Erreichen dieses Zieles werden strukturelle und konzeptuelle Veränderungen erforderlich sein.

In dieser Richtung ist man bereits aktiv und schon zeigen sich einige bescheidene Ergebnisse. Wie von der Nationalversammlung des Poder Popular gefordert, wurde Ordnung in die Bezahlung der Bauern gebracht; außerdem sind bei einigen Produktionen bescheidene Verbesserungen in der Übergabe von Inputs festzustellen, und bei mehreren Produkten gab es eine beträchtliche Erhöhung des Aufkaufpreises, d.h. des Preises, den der Staat dem Produzenten zahlt, nicht des unveränderlichen Kaufpreises, den der Verbraucher zahlt. Diese Maßnahme erstreckt sich auf bedeutende Posten wie Fleisch und Milch.

In Bezug auf die Produktion und den Vertrieb des zuletzt genannten Produktes sind wir uns bewusst, dass die materiellen Mittel zur Sicherstellung der Viehzucht noch sehr begrenzt sind. Jedoch wurde uns in den beiden letzten Jahren, die Gunst der Natur zuteil und alles weist darauf hin, dass die geplanten 384 Millionen Liter Milch erreicht werden, wenngleich noch sehr weit von den 900 Millionen Liter entfernt, die wir erzeugten, als wir über das erforderliche Futter und die übrigen nötigen Inputs verfügten.

Außerdem wird seit März in sechs Munizipien ein Experiment durchgeführt. Diese sind: Mantua und San Cristóbal in Pinar del Río, Melena del Sur in La Habana, Calimete in Matanzas, Aguada de Pasajeros in Cienfuegos und Yaguajay in Sancti Spíritus. Dieser Versuch besteht im Direktvertrieb von täglich 20 000 Liter Milch vom Produzenten an 230 Verkaufsläden und an den sozialen Verbrauch dieser Gemeinden.

So werden absurde Verfahrensweisen vermieden, in deren Folge dieses wertvolle Nahrungsmittel Hunderte Kilometer transportiert wurde, bevor es zu einem nicht selten nur einige hundert Meter vom Rinderstall entfernten Verbraucher gelangte mit dem entsprechenden Verlust am Produkt und Kosten an Kraftstoff.

Dafür nur ein Beispiel, besser zwei, um Camagüey besser mit ein zu beziehen: In Mantua, eins der Munizipien im äußersten Westen von Pinar del Río werden gegenwärtig im Direktvertrieb 40 Läden des Munizipiums mit insgesamt 2 492 Liter Milch für die Bevölkerung beliefert, die den normierten Verbrauch absichern. Das bedeutet eine monatliche Einsparung von 2000 Litern Kraftstoff.

Wie sah es bis vor vier Monaten aus?

Die am nächsten liegende Pasteurisieranlage befindet sich im Munizipium Sandino in etwa 40 Kilometer Entfernung von der Kreisstadt Mantua. Daher musste ein Lkw mindestens 80 Kilometer täglich für Hin- und Rückfahrt zurücklegen. Ich sage mindestens, denn andere Zonen des Munizipiums liegen noch weiter entfernt.

Die Milch, die Kindern und anderen Verbrauchern von Mantua geliefert wird, wurde kurz nach ihrer Pasteurisation Sandino in einem Fahrzeug zurückgebracht, das nach Übergabe des Produktes logischerweise zu seinem Fuhrpark zurückkehren musste. Also waren es insgesamt 160 Kilometer, zu denen eigentlich, wie ich bereits erklärte, noch mehr hinzukamen.

Ich weiß nicht, ob es derzeit noch so ist. Vor gewisser Zeit besuchte ich den Südosten der Provinz Camagüey, einen Ort namens Los Raúles – Namensvetter von mir – und stellte einfache Fragen. Die in Los Raúles produzierte Milch wurde nach Camagüey zum Pasteurisieren gebracht und danach wurde die für die Kinder von Los Raúles bestimmte Milch erneut dorthin zurückgebracht, um verkonsumiert zu werden. Ob das wohl noch so ist?

Es ist noch nicht lange her, also vor weniger als einem Jahr, fragte ich bei einer Gelegenheit, ob dieses so genannte Hin und Her, unvernünftig und absurd, bereits aus der Welt geschafft sei. Und ich schwüre, man bejagte es, und jetzt entdecken wir nun diese.

Man bedenke Dinge wie diese und man wird sehen, wie hoch die Endsumme sein wird.

Dieses Hin und Her mit der Milch geschah zum rühmlichen Zweck ihres Pasteurisierens, eine logische und notwendige Maßnahme im Zusammenhang mit städtischen Familien mit einer bestimmten Anzahl Mitglieder – obwohl in Kuba die Milch, pasteurisiert oder nicht, generell abgekocht wird – weshalb alle für die Städte bestimmte Milch weiterhin aufgekauft und pasteurisiert wird, wobei es jedoch nicht machbar ist, dass täglich ein Lkw oder hunderte von ihren diese langen Entfernungen zum Transport einiger weniger Liter Milch an Orte zurücklegt, die selbst genügend für den Eigenbedarf produzieren.

Seit dem Sieg der Revolution haben wir Kubaner gelernt, von Westen des Landes nach dem Osten zu reisen – vor allem von Osten nach Westen – jedoch haben wir in unserem Reisebestreben auch die Milch zum Vergnügen auf große Fahrt geschickt.

Neben den am Versuch beteiligten Munizipien vertreiben auch weitere 3500 Läden anderer Munizipien und Provinzen die Milch im Direktvertrieb mit bereits mehr als insgesamt sieben Millionen Litern.

Diese Erfahrung wird allmählich auf andere Gebiete übergreifen, so schnell wie möglich, doch ohne voreilige Verallgemeinerungsabsichten. Ihrer Ausdehnung geht in allen Fällen ein umfassende Machbarkeitsstudie voraus sowie eine Studie zum Vorhandensein der erforderlichen organisatorischen und materiellen Voraussetzungen.

So wird verfahren, bis sämtliche Munizipien des Landes mit genügender Milchproduktion ihren Eigenbedarf decken und in ihrem Territorium einen geschlossenen Zyklus vom Melken der Kuh bis zum Verabreichen an das Kind oder – je nach den gegebenen Möglichkeiten – an eine andere Person aufweisen.

Das heißt, das Hauptziel dieses Versuches ist die Erzeugung der größtmöglichen Menge Milch. Das ist machbar in der Mehrzahl der Kreise, nur mit der Ausnahme der städtischen Kreise der Hauptstadt, jedoch kann man in ihren ländlichen Kreisen auch Milch produzieren. Es gibt Kreise in den Provinzhauptstädten, die genügend Milch produzieren. Das beste Beispiel ist die Provinz Santi Spiritus. Also man muss mehr Milch produzieren!

Das Hauptziel ist mehr Milch zu produzieren, in erster Linie den Bedarf unserer Kinder abzusichern. Wir reden in erster Linie über ein Nahrungsmittel für Kinder und Kranke. Damit kann man nicht spielen, ohne dass wir darauf verzichten, dass auch andere Menschen Milch bekommen können.

Also der Plan schließt ein, die Einsparung von Energiequellen, was sehr wichtig ist.

Es ist dieses nur eins der Beispiele der vielen Reserven, die immer dann auftauchen, wenn wir uns besser organisieren und eine Angelegenheit mit der nötigen Tiefgründigkeit organisieren und sämtliche sie beeinflussende Faktoren berücksichtigen.

Ich unterstreiche: Es wird keine spektakulären Lösungen geben. Vonnöten ist Zeit, und vor allem muss man seriös und systematisch ans Werk gehen und dabei jedes erzielte Ergebnis, so klein es auch sein mag, konsolidieren.

Eine weitere und – berücksichtigt man die Verschwendung – nahezu unerschöpfliche Quelle von Ressourcen liegt in der Einsparung, vor allem, wie wir bereits sagten, von Kraftstoffen, deren Preise von Mal zu Mal unerschwinglicher werden, und es ist schwierig, dass sie sinken.

Diese ist eine Aufgabe von strategischer Bedeutung, der nicht immer die nötige Aufmerksamkeit zuteil wird, denn noch sind der Verschwendung keine Schranken gesetzt. Das Beispiel der Milch genügt.

Ebenso ist es erforderlich, falls zweckmäßig die einheimische industrielle Produktion wieder aufzunehmen und neue Posten einzugliedern, um so auf Importe zu verzichten und neue Exportmöglichkeiten zu schaffen.

In diesem Sinne prüfen wir gegenwärtig eine Erweiterung in der ausländischen Investition, von der Kapital, Technologie und Märkte erwartet werden, um auf diese Weise ihren Beitrag zur Entwicklung des Landes zu nutzen, ohne dabei die durch Naivität und Unwissenheit in dieser Aktivität in der Vergangenheit begangenen Fehler zu wiederholen. Auszugehen ist von positiven Erfahrungen, von der Arbeit mit seriösen Unternehmern und ordentlich definierten Rechtsgrundlagen, die die Rolle des Staates und die Vorherrschaft des sozialistischen Eigentums wahren.

Wir werden die Zusammenarbeit mit anderen Völkern festigen in dem Bewusstsein, dass wir nur vereint und auf der Grundlage der unumschränkten Achtung des von einem jeden Land gewählten Weges siegen werden. Ein Beweis dafür ist der Vormarsch in Gemeinsamkeit mit den Brudervölkern von Venezuela, Bolivien und Nikaragua sowie unsere soliden Beziehungen zu China und Vietnam, um nur einige beachtliche Beispiele der wachsenden Anzahl von Ländern aller Kontinente zu nennen, mit denen Beziehungen aller Art in Gang gebracht werden und voranschreiten.

Unsere Priorität gilt weiterhin der Bewegung der Blockfreien und der wachsenden Bewegung der internationalen Solidarität mit der Revolution. Auch werden wir forthin mit der Organisation der Vereinten Nationen zusammenarbeiten sowie mit anderen multilateralen Organen, denen Kuba angehört und die die Normen des Völkerrechts achten und zur Entwicklung der Völker und zum Frieden beitragen.

Es sind viele gleichzeitig zu schlagende Gefechte, die den Zusammenhalt der Kräfte erfordern, um die Einheit des Volkes, die Hauptwaffe der Revolution, zu wahren und die Möglichkeiten einer sozialistischen Gesellschaft wie der unseren zu nutzen. Die kommenden Wahlen zum Poder Popular werden erneut Gelegenheit geben, die außerordentliche Kraft unserer Demokratie unter Beweis zu stellen, die eine wahre Demokratie ist.

Unser aller Pflicht, speziell die der politischen Führungskräfte, ist es, uns von keinerlei Schwierigkeit überwältigen zu lassen, wie groß und unüberwindlich sie in einer bestimmten Situation auch scheinen mag.

Uns daran zu erinnern, wie wir es trotz der anfänglichen Verwirrungen und Demotivationen geschafft haben, uns den ersten Jahren der Sonderperiode zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts zu stellen und weiterzugehen. Damals haben wir es gesagt und wir haben jetzt noch mehr Grund es zu wiederholen: Ja, es kann erreicht werden!

Je größer das Problem oder die Herausforderung ist, desto mehr Organisation, mehr systematisches und effektives Arbeiten, mehr Lernen und Voraussicht werden angewendet, und zwar ausgehend von einer Planung, die sich auf klar festgelegte Prioritäten stützt, ohne dass irgendjemand versucht, seine Probleme um jeden Preis oder auf Kosten Anderer zu lösen.

Außerdem ist es notwendig, mit kritischem und schöpferischem Verstand zu arbeiten, ohne Versteifung bzw. Schemas. Niemals zu glauben, dass das, was wir machen, perfekt ist, und damit auf eine Korrektur verzichten. Das Einzige, was ein kubanischer Revolutionär niemals bezweifeln wird, ist unseren unverzichtbaren Beschluss, den Sozialismus aufzubauen.

Diese tiefe Überzeugung führte Fidel dazu, am 26. Juli 1989, vor genau 18 Jahren, an diesem selben Ort jene historische und prophetische Behauptung zu verkünden, dass wir selbst für den hypothetischen Fall, dass die Sowjet Union sich desintegrieren würde, mit unserer Revolution fortfahren würden, bereit, den hohen Preis der Freiheit zu zahlen und auf der Grundlage der Würde und der Prinzipien zu handeln.

Die Geschichte hat reichlich bewiesen, dass jener Entschluss unseres Volkes die Festigkeit eines Felsen besitzt. Ihm folgend sind wir verpflichtet, alles, was wir tun, auf der Suche nach einer immer besseren Art und Weise der Durchführung in Frage zu stellen, Auffassungen und Methoden zu verändern, die zu einem bestimmten Augenblick angebracht waren, aber bereits vom Leben selbst überholt wurden.

Wir müssen uns das, was Fidel am 1. Mai 2000 gesagt hat, immer vor Augen halten, nicht um es auswendig wie ein Dogma herzusagen, sondern um es alltäglich und schöpferisch bei unserer Arbeit anzuwenden. Es ist eine Definition, die den Inbegriff der politisch-ideologischen Arbeit darstellt, als er wie folgt sagte: „Revolution bedeutet den Sinn des historischen Moments, bedeutet, all das zu verändern, was verändert werden muss, Gleichheit und volle Freiheit, den Nächsten wie ein menschliches Wesen zu behandeln und auch selbst so behandelt zu werden, uns selbst mit unseren eigenen Anstrengungen zu emanzipieren, die mächtigen herrschenden Kräfte inner- und außerhalb des sozialen und nationalen Rahmens herauszufordern, Werte zu verteidigen, an die man zum Preis des eigenen Opfers glaubt; sie bedeutet Bescheidenheit, Uneigennützigkeit, Altruismus, Solidarität und Heldentum; und der Kampf mit Mut , Intelligenz und Realismus, es ist niemals zu lügen oder ethische Prinzipien zu verletzen, und sie bedeutet die tiefe Überzeugung, dass auf der Welt keine Kraft existiert, die fähig ist, die Kraft der Wahrheit und der Ideen zu zerstören. Revolution bedeutet Einheit, Unabhängigkeit, den Kampf für unsere Träume von Gerechtigkeit für Kuba und die Welt zu führen, was die Grundlage darstellt für unseren Patriotismus, unseren Sozialismus und unseren Internationalismus."

Die beste Ehrung für den Comandante en Jefe an solch einem Tag wie heute, der größte Beitrag zu seiner Genesung, ist die Bestätigung der Entscheidung, uns immer von jenen Prinzipien leiten zu lassen und vor allem an dem uns zugewiesenen Platz täglich konsequent danach zu handeln.

Wir werden, dem Erbe unserer ruhmreichen Toten getreu, ununterbrochen arbeiten, um die Orientierungen seiner Bekanntmachung und die vielen, die er uns seitdem gegeben hat oder ab jetzt noch geben wird, genau zu erfüllen.

Die Angst vor den Schwierigkeiten und Gefahren hat keinen Platz in unserem Volk, das gegenüber seinen Feinden niemals die Deckung fallen lassen wird. Das ist die beste Garantie dafür, dass man auf unseren Plätzen und wenn es notwendig sein sollte auch in den Schützengräben, für immer in diesem Land hören wird:

Es lebe die Revolution!

Es lebe Fidel!

   

SubirSubir