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Die
unheilvolle Idee ist es, einen bewaffneten Konflikt
zwischen Kuba und den USA zu provozieren
Sonderansprache
des Präsidenten der Republik Kuba, Fidel Castro
Ruz, beim Podiumsgespräch über die letzten
Ereignisse in unserem Land und die Zunahme der
aggressiven Aktionen der US-Regierung gegen unser
Volk, am 25. April 2003
Liebe Mitbürger!
Alles begann seit
der Ankunft von Herrn Cason in Kuba. Der Arrest von
mehreren Dutzenden von Söldnern, die ihr Vaterland
gegen Privilegien verraten, und gegen das Geld,
welches sie von der US-Regierung erhalten, und die
Todesstrafe für Kriminelle, die mit einer Pistole
und fünf Hieb- und Stichwaffen ein Passagier-Boot
in der Bucht von Havanna entführt haben, waren die
Folge einer von der Regierung jenes Landes und der
Terror-Mafia von Miami angezettelten Provokation. Es
ist so offensichtlich, daß es jeder verstehen kann.
Den kubanischen Behörden
kann keinerlei Verantwortung unterstellt werden. Das
ist etwas, das ich zu erklären beabsichtige, sowie
die Gründe und Ziele jeder Maßnahme, warum und wofür
jeder einzelnen von ihnen.
Der jetzige US-Präsident,
hatte die Minderheit im Bezug auf die gesamte
Stimmenanzahl und kam zur Macht durch einen skandalösen
Wahlbetrug, bei dem die Mafiagruppe von Miami in den
USA die Methoden angewendet hat, die sie von ihren
Bastista-Anhänger-Eltern und anderen korrupten
Politikern der kubanischen Neokolonie der
Vereinigten Staaten geerbt hat, die durch die
Revolution ihrer Macht enthoben wurden.
Am 4. November 2000
wurde die Wahlbeteiligung von Dutzenden
Afro-Nordamerikanern verhindert, viele Tausende von
Wählern wurden dazu geführt, Fehler zu machen, da
man die Reihenfolge der Kandidaten auf dem
Stimmzettel geändert hat und es gab einen weiteren
Wahlbetrug bei der Stimmenauszählung. So bekam Bush
die Stimmenmehrheit im Bundesstaat Florida, um
einige Hunderte von Stimmen, was seine Wahl
entschieden hat.
Als dankbarer
Mensch, verheimlicht er nicht seine Verbindlichkeit
gegenüber der Mafia und die Verpflichtungen, die er
gegenüber der Mafia bei einem Treffen in Texas übernommen
hat
Bei einer
Gedenkfeier anläßlich des 26. Juli in Pinar del Río,
noch vor den Wahlen, habe ich am 5. August wörtlich
folgendes gesagt, indem ich mich an Bush richtete:
„Ich weiß genau,
was Sie in nicht durchdachten Momenten zu Ihren
engen und indiskreten Freundchen der
kubanisch-amerikanischen Mafia gesagt haben: daß
Sie das Problem von Kuba ganz einfach lösen können,
das war klar auf die Methoden der unheilvollen
Epoche bezogen, in der die CIA-Agentur direkt für
Mordpläne gegen die Führungspersönlichkeiten
unseres Landes ausgenutzt wurde.“
Bush‘s
Verpflichtung war, das Problem zu lösen, indem er
mich körperlich beseitigte etwas, das mich tatsächlich
nach 40 Jahren von Aggressionen und Verbrechen gegen
Kuba weder wunderte noch mir große Sorgen bereiten
hat.
Seine Regierung würde
so feindselig und reaktionär sein, wie jederman es
erwartet hat. Die Mafia hat in dieser Administration
mehr denn je an Macht und Einfluß gewonnen. Wahre
Banditen kubanischer Herkunft, verantwortlich für
den Tod von Tausenden von Mittelamerikanern, wie der
bekannte Otto Reich, sollten wichtige Ämter in Schlüsselpositionen
bekleiden, um gegen Kuba die vorgefaßten
politischen Methoden, die Ideen und die
Verpflichtungen von Bush anzuwenden. Das Glück und
das Schicksal von mehr als 11 Millionen Kubanern
bedeuteten ihm nichts.
Ich werde mich
jetzt nicht dabei aufhalten, zu erklären, was der
Herr Bush denkt oder welche seine Obsessionen und
seine festen Ideen sind. Unser Volk und die Welt
kennen ihn genug.
Otto Reich sollte
der Staatssekretärassistent für die westliche
Hemisphäre sein. Der Senat, Republikaner und
Demokraten verabscheuten ihn. Während einer Pause
dieses Organs hatte man die Möglichkeit, ihn
provisorisch zu ernennen. Von diesem Amt aus hat er
die Richtlinien der Politik des State Departement
gegen Kuba vorgezeichnet. Es gab viele zynische Erklärungen.
Einmal sprach man darüber, daß Kuba einen
elektronischen Krieg gegen die US-Kommunikationen
vorbereitete; ein anderes Mal, daß ein chinesisches
Schiff mit einer Ladung Waffen nach Kuba führe. Es
gab niemals weder das Schiff noch die Waffen. Unter
diesen verrückten Lügen gab es die niederträchtigste
Beschuldigung: Kuba sei dabei, ein
Forschungsprogramm für die Produktion von B-Waffen
zu entwickeln. Alle Beschuldigungen wurden
dementiert und lächerlich gemacht.
Im gleichen
Zeitraum, im September 2002, ernennt Otto Reich
Herrn James Cason, einen seiner bedingungslosen Anhänger,
zum Leiter der US-Interessenvertretung in Kuba.
Nach Ablauf des
provisorischen Zeitraums von Otto Reich, sollte sein
weiteres Verbleiben im Amt der risikoreichen
Abstimmung des Senats unterzogen werden, wo die Möglichkeiten
seiner Amtsbestätigung gering waren. Er zieht sich
zurück. An seiner Stelle wurde Roger Noriega
ernannt, der Hauptassistent des auswärtigen
Ausschusses gewesen war, dem der teuflische Helms
vorstand.
Etwas später, im
Dezember 2002 wurde Otto Reich als Sondervertreter
des Präsidenten der USA für Lateinamerika im
Nationalen Sicherheitsrat ernannt, wo die
Hauptentscheidungen des Präsidenten erarbeitet und
angenommen werden. Ein Terror-Bandit, am Gewehrabzug
der Supermacht auf Kuba zielend!
Was kann ein
besserer Beweis der teuflischen Pläne von Otto
Reich, seiner Mafia und seines Chefs sein, als das
Handeln des Leiters der US-Vertretung in Havanna?
Was hat Cason
gemacht, bevor er das Amt übernahm, das zuvor Frau
Vicky Huddleston bekleidet hat, die nach Mali,
Afrika geschickt wurde, und nicht in irgendein Land
Europas oder Lateinamerikas, wie sie es anstrebte?
Die Ernennung
Casons war kein Zufall. Reich erfuhr von der Arbeit
während seines Amtes als Direktor für öffentliche
Diplomatie bei der Reagan- Administration. Besonders
eng arbeiteten sie zusammen, als Cason der zweite
Leiter der diplomatischen US-Botschaftt in Honduras
war und dieses Land Stützpunkt der sogenannten
„Contras“ beim schmutzigen Krieg gegen die
Sandinistische Revolution war. Dabei spielte Herr
Reich eine wichtige Rolle, wie es bei den
Kongress-Anhörungen über den sogenannten „Irán-Contras-Skandal“
bewiesen wurde. Zugleich hat er eine
Arbeitserfahrung in anderen lateinamerikanischen Ländern
wie Honduras, wo er stellvertretender Leiter der
nordamerikanischen Vertretung war, in El Salvador,
Bolivien, Panama, Guatemala, Venezuela und anderen.
Bei einer Konferenz
über Nationale Sicherheit hatte Cason im November
2001, nach dem schicksalhaften Terrorattentat gegen
die Zwillingstürme, erklärt. Unser Land wäre
„das einzige, daß sich nicht dem regionalen Chor
aufrichtiger Beileidsworte, militärischer Unterstützung
und diplomatischer Zusammenarbeit angeschlossen
hat.“
Die Tatsache ist,
daß Kuba energisch jene terroristischen Akte vor
der nationalen und internationalen Presse
angeprangert hat und das Beileid unseres Volkes dem
US-Volk ausgesprochen hat und auch unsere
Bereitschaft sofort medizinische und humanitäre
Hilfe anzubieten. Möglicherweise gehörte es zu den
ersten Ländern. Es hat sofort die Öffnung seines
Luftraums und seiner Flughäfen zur Verfügung
gestellt, um die Passierflugzeuge zu empfangen, die
sich auf dem Flug befanden. Das Landen in jeglichem
Flughafen in den USA war untersagt worden. Kuba war
zu keinerlei militärischer Unterstützung der
Abenteurer-Krieger der Vereignigten Staaten
verpflichtet.
Bei der
Bekanntmachung der Ernennung von James Cason als
Leiter der US-Interessenvertretung in Kuba hatte der
Exekutivdirektor der
Cuban-American-National-Foundation dazu gesagt: „
Wir hoffen, daß dieser Herr fähig ist, eine
energische Politik zu betreiben, wie die, die der Präsident
Bush angeordnet hat.“
James Cason stellt
sich als die beste Option dar, um die bereits
festgelegte Politik der Zunahme und des Ansteigens
der Feindseligkeit gegenüber Kuba von seinem Posten
im State Departement aus zu betreiben.
Bevor er nach Kuba
kam, wurde am 6. August 2002 das Schiff „Plástico
16“ von fünf Personen in La Coloma, Pinar del Río
entführt. Die kubanischen Behörden legen offiziell
mittels der Note Nr. 1428 vom 27. August 2002 einen
Antrag vor, damit die Entführer nach Kuba zurückgebracht
werden. Monate später wurden die Entführer in den
USA auf freien Fuß gesetzt .
Hier die
Chronologie der Schritte des Herrn Cason auf Kuba.
10. September 2002
Er kam in Kuba in
Begleitung seiner Frau an. Herr Louis Nigro,
stellvertretender Leiter der
US-Interessenvertretung, empfing ihn auf dem
internationalen Flughafen „José Martí“.
Vom ersten Moment
an, bei einer Empfangsveranstaltung in der
US-Interessenvertretung, wurde der
Einmischungscharakter seiner Vorhaben deutlich, als
er bei einer kurzen Rede vor dem kubanischen und
nordamerikanischen Personal sagte, „sein Ziel in
unserem Land wäre, den Prozeß zu einem
demokratischen Kuba zu beschleunigen, in dem er alle
aufforderte denjenigen zu helfen, die den Übergang
unterstützen“.
11. September 2002
Bei einer
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge
in den USA, die in der US-Interessenvertretung
stattfand, bezog sich Cason auf die Vorstellungen
des Präsidenten Bush bezüglich des Krieges gegen
den Terrorismus, und brachte „seine Hoffnungen“
zum Ausdruck, „daß das kubanische Volk eine
lebenswichtige Rolle bei den Änderungen in Kuba
spielen wird, die sich in Kuba zu vollziehen hätten,
er sprach von der Meinungsfreiheit, als zu berücksichtigenden
Faktor für die zukünftigen Änderungen in unserem
Land“.
16. September 2002
In Cason Residenz
fand sechs Tagen nach seiner Ankunft ein Cocktail
mit 17 Anführern konterrevolutionärer
Gruppierungen statt, um den neuen Leiter der
Interessenvertretung vorzustellen und die Bedürfnisse
und Interessen jener zu präzisieren.
Cason sagte, daß
er daran arbeiten würde, um die vom Präsidenten
George W. Busch angekündigte Politik zu
implementieren. Er fragte nach, wie er der
„Opposition“ helfen könnte und in welchem Ausmaß
die bisher von der Interessenvertretung angebotene
Zusammenarbeit wirksam gewesen war.
Er äußerte,
bereit zu sein, sowohl seine Residenz als auch das Büro
zur Verfügung zu stellen, damit die
Konterrevolutionäre sich mit ausländischen
Diplomaten treffen könnten.
Er sagte, daß er
das Land bereisen würde, um die Situation der
Gruppierungen kennenzulernen. Er versicherte, daß
unter seinen Vorhaben die Teilnahme an politischen
Veranstaltungen, wie offenen Tribünen, war und auch
die Anbringung von Fotos und Namen der
„politischen Gefangenen“ in den Konsularräumen,
damit die Besucher sie kennen würden.
17. September 2002
Es fand ein
Cocktail in Casons Residenz statt, mit den ähnlichen
Zielen wie am vorangegangen Tag aber mit anderen
konterrevolutionären Anführern. Bei den
behandelten Themen ging es um den subversiven Sender
und die „freiberufliche Presse und unabhängigen
Bibliotheken“.
Vom 26. bis zum 30.
September 2002
Die in diesem
Zeitraum stattgefundene Messe über
US-Nahrungsmitteln wurde vom aktuellen Leiter der
Interessenvertretung ausgenutzt, um ein Beispiel
eines anderen Aspekts seiner feindseligen Pläne zu
geben.
Nach Beendigung
einer von den US-Organisatoren dargebotenen
Veranstaltung im Hotel Meliá Cohiba, las Cason eine
Erklärung vor der ausländischen Presse, in der er
sagte, er schätzte die Messe als einen Raum zum
Verkaufen, “die kubanische Seite wird viel reden,
aber am Ende wird sie nichts vereinbaren“.
Er fügte hinzu, daß
Kuba kein wichtiger Markt für die USA sei, es hätte
Schulden mit jedermann und, daß Unternehmer anderer
Länder darauf warteten, daß Kuba die Schulden
bezahle. Er fügte hinzu, daß die Vereinigten
Staaten, „nicht Teil dieser Warteschlange sein
wollen“.
Weiter sagte er:
„Die Kubaner wollen Kredite und niemand will sie
ihnen verleihen, da sie nicht zahlen. Es ist ein
kleiner Markt, wo ein Einwohner nur 20 USD verdient.
Kuba hat Schulden in Höhe von 11 Milliarden USD,
und wenn es eines Tages Geld hat, wird es nicht
zahlen“.
Seine Absichten
waren offensichtlich. Aber in Gegensatz dazu hat er
kein einziges Wort über die Blockade, den
Wirtschaftskrieg, die Feindseligkeit und
Aggressionen der US-Regierungen gegenüber Kuba in
den 44 Jahren gesagt .
3. und 4. Oktober
2002
Cason und die
Leiterin des Flüchtlingsprogramms unternehmen eine
Überwachungsreise in die Provinz Villa Clara, um
die illegalen Auswanderer zu besuchen, die im Sinne
des Migrationsabkommens nach Kuba zurückgebracht
wurden.
Am 3. besuchten sie
eine Wohnung in Caibarién, wo sie sich mit einer
Gruppe illegaler Auswanderer und weiteren 10
Personen getroffen haben, die von dem
konterrevolutionären Margarito Broche zitiert
worden waren, dem Anführer der Gruppierung
„Asociación de Balseros Independientes, Centro
Norte de Cuba, Paz, Democracia y Libertad“
(„Gruppe Unabhängiger Floßflüchtlinge,
Zentraler: Nordteil Kubas, Friede, Demokratie und
Freiheit“).
Es handelte sich um
eine Gruppe illegaler Auswanderer, die nach Kuba zurückgebracht
wurden und jetzt eine Gruppe von „Dissidenten“
sind, verwöhnt und geführt vom Herrn Cason.
Am 4. Oktober haben
sie das gleiche in der Stadt Santa Clara mit einer
anderen Gruppe illegaler Auswanderer getan, die
ebenfalls im Sinne des Migrationsabkommens zurückgebracht
worden waren.
Deshalb versuchen
einige erneut auf illegale Weise in die USA
auszuwandern, weil sie wissen, daß sie auf
privilegierte Weise sofort aufgenommen werden, wenn
sie nordamerikanischen Boden betreten. Währenddessen
rekrutiert Herr Cason „Dissidenten“ unter ihnen.
Sowohl der Leiter
der Interessenvertretung, als die Beamtin, die ihn
begleitete, verwendeten während den Gesprächen
eine aggressive Sprache, sie bezogen sich auf die
Figur des Vorsitzenden des Staatsrates oftmals mit
Kritiken und in abwertendem Ton.
Auf diese Art und
Weise überwacht und belehrt der Leiter der
Interessenvertretung diejenigen, die wegen ihrer
Vorstrafen und ihrem gesellschaftlichen Verhalten
keine Visa erhalten, illegal auswandern und nach
Kuba zurückgebracht werden.
7. Oktober 2002
Der Leiter der
Interessenvertretung organisiert ein Frühstück in
seiner Residenz, an dem die konterrevolutionären
Anführer Martha Beatriz Roque Cabello, René Gómez
Manzano und Félix Bonne Carcasés, sowie andere
Beamte der diplomatischen Mission teilnahmen.
Cason sagte, daß
er nach Villa Clara gefahren war und dort „die
Armut“ feststellen konnte, in der diese Provinz
lebt, und macht andere Kommentare über seinen
Aufenthalt im Inland.
10. Oktober 2002
Cason organisiert
ein Frühstück in seiner Residenz, daran nehmen die
konterrevolutionären Anführer Oswaldo Payá Sardiñas,
Osvaldo Alfonso und Vladimiro Roca Antúnez, und von
der nordamerikanischen Seite die Sekretäre für
wirtschaftliche- und politische Angelegenheiten der
US-Interessenvertretung, Francisco Sainz und Ricardo
Zúniga teil.
Beim Treffen wurden
folgende Themen besprochen: das
„Varela-Projekt“, die Wahlen in Brasilien, die
Lage in Venezuela und allgemein über die
konterrevolutionären Gruppierungen.
30. Oktober 2002
In den
Nachmittagsstunden und mit der Teilnahme von sechs
Beamten der US-Vertretung, fand in James Casons
Residenz ein Arbeitstreffen statt, bezogen auf das
Projekt „Versammlung zur Förderung der
Zivilgesellschaft in Kuba“, das von der Anführerin
Martha Beatriz Roque Cabello organisiert und gefördert
worden war. Daran nahmen 24 Konterrevolutionäre
teil.
Herr Cason sagte,
daß er die Schwierigkeiten kenne, die sie hatten,
sich zu versammeln, deshalb stelle er ihnen seine
Residenz zur Verfügung, sowie bestätige seine
materielle und moralische Unterstützung. So zeigte
er die Position seiner Regierung, die Insel zu
„demokratisieren“. Er bat um Entschuldigung,
weil er sie wegen anderer Funktionen im Büro nicht
begleiten könne.
Er überließ ihnen
seine Residenz, die für diplomatische Immunität bürgt
und für gastronomischen Service ist gesorgt.
5. November 2002
Um 15.15 Uhr trafen
Cason und sein zweiter Sekretär, Zuñiga, im Haus
eines konterrevolutionären Ex-Häftlings ein, der
mit dem Präsidenten Bush im Briefwechsel steht und
direkt von ihm Preise bekommt, Oscar Elías Biscet
González, der, wegen Aktionen auf Anweisungen der
terroristischen Cuban-American-National-Foundation
verurteilt und fünf Tage zuvor auf freien Fuß
gesetzt worden war.
Man hat ihm
zahlreiche Frage zu den Angelegenheiten gestellt,
die von Interesse für ihre konterrevolutionäre
politische Ziele sind. Herr Cason sagte dem
Konterrevolutionär, er beabsichtige, Funktionäre
anderer diplomatischer Missionen anzuregen, Kontakte
mit ihnen aufzunehmen.
11. November 2002
Treffen in Casons
Residenz, von den Anführern Oswaldo Payá Sardiñas,
Osvaldo Alfonso Valdés, Vladimiro Roca Antúnez und
Oscar Elías Biscet González mit einer
nordamerikanischen Delegation, die zu Besuch auf
Kuba war.
Das war üblich auf
Anweisungen der Leiter der Interessenvertretung, in
Bezug auf jegliche nordamerikanische Delegation oder
Vertretern, die Kuba besuchten. Die Absicht bestand
darin, die politischen und ökonomischen Beziehungen
Kubas mit dem Ausland zu sabotieren unter Anwendung
jeglicher falscher Anschuldigung und Verleumdung die
diesen Söldnern im Dienst einer kriegerischen und
aggressiven Regierung in den Kopf kommen möge, die
unser heldenhaftes Volk bedroht.
Am gleichen Tag,
dem 11. November 2002 wurde ein AN-2 Sprüh-Flugzeug
in die USA entführt. Das Ministerium für Auswärtige
Angelegenheiten, hat mittels seiner Noten 1778 vom
2002 und 180 vom 2003 die US-Regierung aufgefordert,
die Entführer und das Flugzeug zurückzugeben. Die
nordamerikanischen Behörden haben nicht einmal die
Entführer angeklagt. Sie wurden 4 Tagen danach
freigelassen. Das Flugzeug wurde konfisziert,
versteigert, faktisch gestohlen, mittels einer
offenen und klaren antikubanischen Machenschaft.
21. November 2002
Treffen Casons in
der Residenz der konterrevolutionären Anführerin
Martha Beatriz Roque Cabello mit noch 13 seiner
bezahlten Agenten. Cason sprach über Filmmaterial
mit persönlichen Angriffen auf den kubanischen
Staatschef. Weiter fragte er nach dem Verkauf von
Radios mit KW und MW in den Shopsläden und sprach
über die Einfuhr solcher mittels des diplomatischen
Kurierdienstes der US-Interessenvertretung, u.s.w.,
u.s.f. Ausschließend versorgte er die Anwesenden
mit nichts Geringerem als 4 Kisten voller Exemplare
der Universellen Deklaration der Menschenrechte.
Dies, als Geschenk
der Regierung eines Landes, das uns über mehr als
40 Jahre blockiert hat und uns mit der Vernichtung
unseres Landes droht, genauso wie es das in anderen
Teilen der Welt getan hat.
Weiter kündigte er
ihnen die Absicht an, im Januar 2003 ein Treffen
zwischen einer Delegation von nordamerikanischen Ärzten
und den dort anwesenden Konterrevolutionären zu
organisieren.
Jene Ärzten könnten
doch nach Mittelamerika, in Länder Lateinamerikas
oder Afrikas fahren, wo Tausende heldenhafter
kubanischer Ärzte ihre Dienste leisten und jedes
Jahr zehntausende Leben retten und zwar in
abgelegenen Orten, wo die nordamerikanischen Ärzte
des Herrn Cason nicht zu sehen sind.
22. November 2002
In Casons Residenz
treffen sich die Anführer Orlando Fundora Alvarez,
Yolanda Triana Estupiñan, José Barrero Vargas auf
Einladung des erstgenannten Konterrevolutionärs.
Hauptziel: Information über die von der Revolution
geschädigten Personen sammeln, d.h. über Straßenverkäufer
oder in Rauschgiftangelegenheiten der andere
Straftaten oder Illegalitäten verwickelte Personen,
um von der Regierung Kubas Schadenersatz zu
verlangen.
Das ist das erste
Mal, das sich die Gruppierungen in den Räumen der
US-Interessenvertretung treffen, ohne die
Anwesenheit von US-Diplomaten.
27. November 2002
James Cason und
einige Beamte besuchen der Provinz Ciego de Avila,
in einer „Eingewöhnungsreise“.
Als sie die
Provinz-Hauptstadt erreichten, sind sie zum Haus
eines Konterrevolutionärs gefahren, wo sie sich mit
vier Mitglieder der Gruppierungen getroffen haben.
Cason hat sich für
die Lage der Konterrevolutionäre interessiert, über
die in Bezug auf sie geführten Ermittlungsverfahren
Erkundigungen eingezogen, darüber haben sie -wie
erwartet- mit Lügen berichtet, in dem sie über
vermeintliche Prügel, körperlichen Mißbrauch und
Verwandtenbelästigung erzählt haben.
Der besuchte
„Dissident“, hatte gemeinsam mit anderen vom
gleichen Schlag wie er, eine öffentliche Unordnung
im Provinzkrankenhaus von Ciego de Avila verursacht,
indem er den Notdienst und Bereitschaftsdienst ungefähr
zwei Stunden lang unterbrochen hat. Die Provokation
dieser Elemente hat mehreren Patienten Schaden zugefügt.
Wozu war Herr Cason
dort?
19. Dezember 2002
Am Abend fand eine
Veranstaltung mit „gesellschaftlichem Charakter“
statt, angeführt von James Cason mit anderen zwölf
Beamten der vorher genannten Interessenvertretung,
zehn Mitgliedern des diplomatischen Korps, darunter
Vertreter des Vereinigten Königreiches, der
Tschechischen Republik, von Polen, Griechenland und
Chile, sowie 52 Konterrevolutionären aus
verschiedenen Gruppierungen.
Im Unterschied zu
anderen von der US-Interessenvertretung durchgeführten
Veranstaltungen mit diesen Elementen, gab es zu
jenem Anlaß keine Begrüßungs- und Abschiedsreden.
Ohne Protokollformalitäten ist jeder Eingeladene
der in die Vertretung kam, zum gewünschten Platz
gegangen, wo er ohne Beschränkung essen und trinken
und sich fröhlich über gemeinsame Themen
unterhalten konnte. Trotzdem gab es ein
30-Minuten-Treffen der 52 eingeladenen
„Dissidenten“ mit einigen der Hauptanführer:
Elizardo Sánchez Santacruz Pacheco, Vladimiro Roca
Antúnez, René Gómez Manzano und Félix Bonne
Carcasés.
Jemand hat um Fotos
für die Geschichte gebeten. Sie waren zu Hause. Wie
angenehm sich inmitten der diplomatischen Vertretung
der Supermacht zu befinden und sich gegen das
kubanische Volk zu verschwören, das gegenüber dem
imperialistischen Ungeheuer seine kleine und
blockierte Insel verteidigt!
21. Dezember 2002
Cason gibt ein
Interview an den Kanal 51 von Miami.
Es gibt einen
Ausschnitt aus diesem Interview, der schon veröffentlicht
wurde, aber es ist gut, ihn dieser Information
hinzufügen:
Journalist:
....als Leiter der Interessenvertretung der
Vereinigten Staaten in Havanna reisen Sie ja
bereits. Sie haben sich mit dem einfachen Kubaner,
mit Dissidenten, in Kuba getroffen. Haben Sie sich
auch schon mit Führern der
Anti-Castro-Organisationen des Exils getroffen?
James Cason: Ja,
zwei- oder dreimal. Jedesmal wenn ich nach Miami
reise, bin ich stets bestrebt, mich mit allen
Gruppen zu treffen und treffe mich mit ihnen, der
Cuban-American-National-Foundation, dem Ausschuß
Freies Kuba, den selbständigen und allen anderen
Gruppen hier, denn ich will, was ich in Kuba gesehen
habe und was dort geschieht, darlegen und ihren
Standpunkt zu unserer Tätigkeit hören, um zu
sehen, ob es etwas gibt, was wir tun wollen und noch
nicht tun. Es handelt sich dabei um eine sehr nette
Unterhaltung, und eine meiner Botschaften ist, daß
das Wichtige in Kuba ist, daß es wohl eine
Opposition gibt; sie sind isoliert, werden
angefeindet, doch sie sind beharrlich und haben viel
Zivilcourage; und das Wichtige daran ist, daß sie
sich treffen, sich vereinen und auf das Wesentliche
konzentrieren, auf die Rechte, die ihnen verwehrt
sind und auf die Freiheiten, die ihnen zustehen.
Also kein Nachdruck
auf Personalismus, auf unterschiedliche Ideologien.
Das Wesentliche ist, die Opposition muß Raum
gewinnen, denn der Tag wird kommen, an dem es einen
Übergang geben wird. Es gibt jetzt einen Übergang,
doch eines Tages wird es ein neues Kuba geben, und
sie müssen ihren Teil dazu tun, die Zukunft Kubas
zu formen und zu entscheiden. Dazu müssen sie an
Raum gewinnen, zu diskutieren beginnen, was anders
zu machen ist, um Kuba zu verändern; also ist es
wichtig, daß sie das Wichtige, nicht das
Unwesentliche fokussieren.
Journalist: Aus
Ihren Treffen das Sie mit den Dissidenten hatten
-ich weiß nicht, ob Sie über diese Details
sprechen wollen- aber worin sehen Sie, daß die
Dissidenz vielleicht nicht auf dem rechten Weg ist?
Welche Botschaft hätten Sie für die Dissidenz?,
bevor ich Sie um eine Botschaft für die
Anti-Castro-Gruppen in Miami bitte, wenn Sie mir
gestatten. Welche Botschaft übermitteln Sie der
Dissidenz in Kuba, was würden Sie ihnen gern sagen
nach dem, was Sie gesehen haben?
James Cason: Nun,
zuerst, daß die Zukunft Kubas..., wir US-Amerikaner
werden nicht bestimmen, welches die Zukunft Kubas
sein wird; das werden die Kubaner tun, die sowohl außerhalb
Kubas als auch im Land leben. Sie sollten, von
meinem Standpunkt aus, mein Rat ist, sich auf das
Wesentliche zu konzentrieren, welche die wichtigen
Faktoren sind. Nicht sich spalten; sondern sich
zusammenfinden und beispielsweise versuchen, ein
10-Punkte-Programm abzuschließen oder diesbezüglich
zu einer Übereinkunft zu gelangen, bei der alle
einverstanden sind, und nicht über Aspekte zu
sprechen, bei denen es keine Übereinkunft gibt;
denn in einer Demokratie treten überall Differenzen
auf; es gibt Handlungen doch das Wichtige ist, daß
jene eine Militärdiktatur ist, in der die Leute,
beteiligen sie sich nicht an den Treffen, keine großen
Chancen haben werden, voranzukommen. Also, sie
sollten sich auf das Wesentliche konzentrieren und
nicht die Aspekte der Differenzen, sondern die der
Übereinstimmung suchen.
Journalist: Eine
Ihrer vorrangigen Aufgaben ist auch die Unterstützung
der Dissidenz in Kuba. Wie, haben Sie gedacht, wird
Ihre Unterstützung der Opposition Castros ablaufen?
James Cason: Nun,
wie ich bereits sagte, durch dargebrachte
Information, moralische, geistige Unterstützung, daß
sie nicht allein sind, daß die Welt weiß, was in
Kuba vor sich geht. Ein Beweis dafür ist die
Tatsache, daß viele der führenden Persönlichkeiten
von Menschenrechtsgruppen Europas und anderen Teilen
der Welt prämiert wurden; also die Welt weiß, was
in Kuba geschieht, und wir sind vor Ort, um ihnen
diese Realität zu übermitteln und sie mit allen möglichen
Mitteln zu unterstützen.
Wir geben nichts;
es stimmt nicht, wenn Castro sagt, wir finanzierten
die Opposition. Die Opposition ist da aufgrund der
Tatsache, daß das System gescheitert ist; und wir
sind dort, um ihnen die Unterstützung des
amerikanischen Volkes und der übrigen
demokratischen Welt für das zu bringen, was sie
tun, ihr Auftreten für das Erlangen der Grundrechte
des Menschen, die Kuba in der Deklaration der
Menschenrechte, in den universalen Erklärungen
unterzeichnet und in all diesen Jahren nicht
eingehalten hat.“
Nachdem ich diese
offenkundigen Erklärungen vom Herrn Cason gelesen
habe, wäre es sehr ungerecht zu behaupten, daß die
US-Regierung und der Leiter ihrer
Interessenvertretung in Kuba irgendwelche
Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kubas ausüben
würden oder daß die dort getroffenen „edlen
Patrioten“ Konterrevolutionäre im Sold der
Vereinigten Staaten wären!
9. Januar 2003
James Cason hatte
das Außenministerium informiert, daß er zusammen
mit anderen vier Beamten der US-Interessenvertretung
nach Pinar del Rio reisen werde. Man hat ihm
mitgeteilt, daß diese Reise nicht genehmigt wurde.
Man wußte, daß
Cason Kontakte mit mehreren Elementen aufnehmen würde.
Am selben Tag hat ein Mitarbeiter der
US-Interessenvertretung neun Kisten mit Radios und
Literatur für die Konterrevolutionäre dieses
Territoriums überbracht.
16. Januar 2003
Er nimmt an einer
Veranstaltung in der Wohnung des Anführers Héctor
Palacios Ruiz teil, zur Präsentation eines Buches
mit stark konterrevolutionären Inhalt, welches in
den Buchmessen von Guadalajara und Miami
verbreiteten worden war und , das in Verbindung zum
Plan mit der sogenannten „unabhängigen
Bibliotheken“ steht.
Vom 19. bis 25.
Januar 2003
James Cason und
Ricardo Zúñiga haben sechs Tage lang eine Fahrt
durch die Provinzen Las Tunas, Holguín, Granma,
Santiago de Cuba und Guantánamo gemacht, die für
private Besuche beantragt worden war. Sie widmeten
sich der materiellen Versorgung für die
konterrevolutionären Gruppierungen, um die
sogenannte „Opposition“ zu stärken und zu
vereinigen und Kontakte mit dem religiösen Milieu
aufzunehmen.
Vielsagend waren
die Kundgebungen von Cason über das Bestehen eines
Plans namens „6 Tausend Meilen“. Es geht um
regelmäßige Fahrten durch alle Provinzen, um die
konterrevolutionären Gruppierungen mit Ressourcen
anzureizen und zu unterstützen, um ihre Entwicklung
zu erreichen.
Als ob wir in der
nordamerikanischen Interventionsepoche nach dem
letzten Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien wären.
Der Prokonsul des Imperiums organisiert eine
politische Partei.
29. Januar 2003
Es findet die Entführung
des Eisenzement-Schiffes „Cabo Corrientes“ von
der Insel der Jugend statt, das zum
nordamerikanischen Territorium gefahren wurde. Die
kubanische Behörden haben eine diplomatische Note
vorgelegt, wo man die Rücksendung der vier Entführer
des genannten Schiffes verlangt. Die Vereinigten
Staaten haben die kubanische Note, die die sofort
freigelassenen Entführer zurückfordert, nicht
beantwortet.
6. Februar 2003
Entführung eines
Schnellboots der Grenzschutztruppen, das in Richtung
der Vereinigten Staaten gefahren ist. Bis jetzt ist
nicht bekannt, daß die nordamerikanischen Behörden
Anklage gegenüber irgendeinem der vier Entführer
erhoben hätten. Das Außenministerium hat der
US-Interessenvertretung eine Note vorgelegt, in der
sie die Rücksendung der Entführer verlangt und
gegen dieses neue antikubanische Manöver
protestiert. Das State Department hat die genannte
Note von Kuba nicht beantwortet.
7. Februar 2003
Am Abend,
Veranstaltung in der Residenz von Cason zu Ehren
einer nordamerikanischen Kulturdelegation. Unter den
Anwesenden befanden sich 21 Mitglieder der
Gruppierungen und fünf Diplomaten der
US-Interessenvertretung. Bei dieser Veranstaltung
hat Cason eine Praxis konsolidiert, die er Ende 2002
begonnen hat: die Teilnahme von Konterrevolutionären
an den offiziellen gesellschaftlichen
Veranstaltungen der Interessenvertretung, zu denen
er auch kubanische Professionelle einlud.
22. Februar 2003
Cason hat einer
Gruppe ausländischer, in Kuba akkreditierter
Journalisten eine Pressekonferenz gegeben, bei der
er unser Land kritisiert hat und sagte, daß die
kubanischen Behörden fürchten, daß man Bücher
und andere Materialien importiert, indem er sich auf
Bücher von Martin Luther King, John Steinbeck und
Groucho Marx bezog, die einem von den kubanischen
Behörden eingezogenen Bücherposten angehörten,
der von der Washington-Regierung gesendet worden
war. Dabei hat er nicht die Titel erwähnt, die
offen konterrevolutionär und subversiv sind, und im
selben Posten kamen.
Eine Pressemeldung
der Presseagentur AP lautet: „James Cason
denunziert die Beschlagnahme von aus den Vereinigten
Staaten gesendeten Bücher.“ Einige ihrer Absätze
lauten wortwörtlich wie folgt:
„Man hat den
nordamerikanischen Diplomaten gesagt, daß es eine
‚feste Entscheidung der Regierung‘ sei, die
Bucheinfuhr in Kuba zur Verteilung an den
Dissidentengruppen nicht zu bewilligen, einschließlich
für die unabhängigen Bibliotheken der Insel, sagte
James Cason, Leiter der US-Interessenvertretung in
Kuba.
„‚Sie sagten,
daß es sich nicht um die Bücher als solche
handelt, sondern um die Empfänger‘, sagte Cason
zu einer Gruppe internationaler Journalisten. Er fügte
hinzu, daß die nordamerikanische Vertretung vorher
ähnliche Bücher eingeführt hat.
„‚Sie fürchten,
die politische Kontrolle zu verlieren‘, sagte
Cason, der vor fünf Monaten in Havanna ankommen
ist.“
24. Februar 2003
James Cason und
andere zwei Beamte der Vertretung nehmen an einer
Pressekonferenz in der Wohnung der Anführerin
Martha Beatriz Roque teil, doch wahrhaftig, um der
Jahrestage des Beginns der Unabhängigkeitskriege
und des Abschusses der Sportflugzeuge der
terroristischen Mafiaorganisation Miamis „Hermanos
al Rescate“ zu gedenken.
Cason gab den
Korrespondenten der ausländischen Presse ein
Interview. Außerdem daß er Fragen beantwortet hat,
las er ein Dokument und gab öffentliche Erklärungen
ab, die offen sich einmischenden, offensiven und
gegenüber den kubanischen Behörden
herausfordernden Charakter trugen. Er hat die
anderen in Havanna gelegenen Vertretungen
aufgerufen, dem Beispiel der US-Interessenvertretung
zu folgen.
Am selben Tag hat
die vorher genannte terroristische Organisation
„Hermanos al Rescate“ eine illegale Fernsehübertragung
in unser Land vom internationalen Luftraum aus
durchgeführt. Obwohl die kubanischen Behörden die
Regierung der Vereinigten Staaten vor dem 24.
Februar auf diese Übertragung aufmerksam gemacht
hatten und klar festgestellt hatten, daß, falls so
etwas stattfände, das eine Verletzung der
Telekommunikationsvorschriften des Internationalen
Telekom-Verbandes wäre, haben die
nordamerikanischen Behörden überhaupt nichts
getan, um die genannte Übertragung zu verhindern.
28. Februar 2003
Es ist bekannt, daß
die nordamerikanischen Anklagebehörden auf
Anweisungen des Justice Department der Vereinigten
Staaten eine Strafvollzugsregelung festlegen, die
die Menschenrechte unserer fünf Helden verletzt und
sie ins Loch verbannt.
Das war wirklich zu
viel.
6. März 2003
Im Rahmen meiner
Ansprache bei dem Sitzungsabschluß der
Nationalversammlung des Poder Popular habe ich Erklärungen
als Antwort des groben Interviews des Leiters der
US-Interessenvertretung beim Treffen mit
Konterrevolutionären am 24. Februar abgegeben.
Ich weise euch
daran hin, daß ich sie nicht vorher abgegeben habe,
da inmitten der riesigen Bemühungen, die wir
unternehmen, um Hindernisse zu überwinden und
unsere revolutionären Programmen vorwärts zu
bringen, war mir nicht in Details bekannt, wie groß
die Unverschämtheit, die Verwegenheit und die Kühnheit
des Abgesandten von Otto Reich waren.
Ich habe unter
anderem gesagt:
„[...] Am
vergangenen 24. Februar, gerade an dem Tag, an dem
der Beginn des letzten Unabhängigkeitskriegs auf
Aufruf von Martí gedacht wird, traf sich ein Herr
namens James Cason, Leiter der
US-Interessenvertretung in Kuba, mit einer von der
US-Regierung bezahlten Gruppe von Konterrevolutionären
in einem Appartement in Havanna, um sogar den Ruf
von Baire, ein für unser Volk patriotisches und
heiliges Datum zu feiern. Es wurden weitere
Diplomaten eingeladen, aber nur diese erlauchte Persönlichkeit
war zugegen.
„Aber die
Tatsache hat sich nicht nur auf eine diskrete
Teilnahme beschränkt. Auf die Frage eines
Journalisten, ob seine Anwesenheit bei dem Akt nicht
das Anprangern der kubanischen Regierung bestätigen
würde, antwortete Cason: ‚Nein, weil ich glaube,
daß das gesamte Diplomatische Korps eingeladen
wurde und wir, als Land, unterstützen immer die
Demokratie und die Leute, die darum kämpfen, ein
besseres Leben zu haben. Ich bin hier als Gast‘.
„‚Ich habe
keine Angst‘, antwortete er kurz und bündig auf
eine weitere Frage der Journalisten in Bezug darauf,
ob seine Anwesenheit bei diesem Oppositionstreffen
nicht als eine unfreundliche Geste der kubanischen
Regierung gegenüber angenommen werden könnte, die
die Dissidenten als subversive Gruppen anprangert.
„Danach fügte er
auf eine grobe und beleidigende Art und Weise und
auf sehr gutem Spanisch hinzu: ‚Unglücklicherweise
hat die kubanische Regierung doch Angst, Angst vor
Gewissensfreiheit, Angst vor Meinungsfreiheit, Angst
vor den Menschenrechten. Diese Gruppe beweist, daß
es Kubaner gibt, die keine Angst haben. Sie wissen,
daß der Übergang zur Demokratie in Gang ist. Wir möchten,
daß sie wissen, sie stehen nicht allein da, die
ganze Welt unterstützt sie. Wir als Land unterstützen
die Demokratie und die Leute, die darum kämpfen,
ein besseres Leben und Gerechtigkeit zu haben.‘“
Die Pressemeldung,
die über die Erklärung berichtete, lautete:
„Obwohl es üblich
ist, daß ausländische Diplomaten sich mit
Dissidenten treffen, ist es nicht üblich, daß sie
bei öffentlichen Veranstaltungen auftreten oder der
Presse Meinungen über die Regierungen ausdrücken“.
Herr Cason hat
seine Erklärung mit folgender Behauptung
abgeschlossen: „Ich bin hier als Gast und werde
landesweit alle Leute besuchen, die Freiheit und
Gerechtigkeit wollen“.
Bei jener
Gelegenheit habe ich hinzugefügt: „Jeder Bürger
versteht, daß es sich um eine unverschämte und
herausfordernde Provokation handelt. Dem Anschein
nach haben er und diejenigen, die ihm diese Grobheit
des scheinheiligen Mutigen mit diplomatischer
Immunität befohlen haben, gerade Angst gezeigt. Im
Gegenteil es ist merkwürdig, und jeder könnte sich
fragen, wieviel wurde bei dieser ,patriotischen‘
Veranstaltung getrunken.
„Weil Kuba tatsächlich
große Angst hat, wird es sich die notwendige Ruhe
einräumen, um die Vorgehensweise mit diesem merkwürdigen
Funktionär zu entscheiden. Vielleicht erklären ihm
die vielen Angehörigen des US-Nachrichtendienstes
die in dieser Interessenvertretung arbeiten, daß
Kuba einfach diese Vertretung entbehren kann, diese
Brutstätte von Konterrevolutionären und
Generalstab der gröbsten subversiven Aktionen gegen
unser Land. Die Schweizer Funktionäre, die sie
lange Zeit vertreten haben, leisteten über Jahre
hinweg eine hervorragende Arbeit, und haben weder
Spionage noch Subversion betrieben. Wenn es das ist,
was sie tatsächlich mit so unverschämten Erklärungen
provozieren wollen, dann wäre es besser, sie hätten
Schamgefühl und brächten den Mut auf, es
einzugestehen. Eines Tages, ganz gleich wann, wird
das Volk der USA einen wahren Botschafter seines
Landes entsenden, der ‚ohne Furcht und ohne Fehler
ist‘, wie man von den spanischen Rittern zu sagen
pflegte.“
7. März 2003
Das State
Department bestätigt, daß unsere fünf Helden in
Sondereinheiten (ins Loch) verlegt worden waren, und
daß ab diesem Moment das Gefängnisbüro neue
Verfahren für die konsularen Besuche anwenden würde.
10. März 2003
Das Außenministerium
hat die diplomatische Note Nr. 365 an den Leiter der
US-Interessenvertretung übergeben, in der hart auf
die öffentlichen Einmischungsaktionen und -erklärungen
des 24. Februars geantwortet wurde, und man der
US-Interessenvertretung mitteilt, daß in
Gegenseitigkeit mit den gegenüber unseren Beamten
in Washington getroffenen Maßnahmen und unter Berücksichtigung
der subversiven und illegalen Handlungsweise der
US-Interessenvertretung unmittelbar die Regelungen
über die Reisen außerhalb der freien Bewegungszone
dieser diplomatischen Vertretung verändert werden,
und daß das Verfahren von Reisemitteilung sich in
Reiseerlaubnisgesuch umwandelt. Ab diesem Moment müssen
die Beamten der US-Interessenvertretung, um nach außerhalb
von Havanna-Stadt zu fahren, ein Erlaubnisgesuch
beantragen und auf Antwort des Außenministeriums
warten.
11. März 2003
Das State
Department bestätigt der Interessenvertretung Kubas
in Washington (SICW) die Anwendung neuer Maßnahmen
für die konsularen Besuchen bei unseren 5 Helden.
12. März 2003
In der Residenz von
Cason findet eine Veranstaltung mit einer Gruppe von
18 Konterrevolutionären statt.
Das Außenministerium
überreicht die diplomatische Note Nr. 390 an die
US-Interessenvertretung, in der es gegen die
Verschlechterung der Haftbedingungen unserer fünf
Helden protestiert und wo es das Ende der
Verletzungen, der Strafvollzugsregelungen fordert,
denen sie unterworfen wurden, und daß man ihnen
alle ihre Rechte zurückgibt und die Möglichkeit
eines direkten, bedingungslosen Kontakts mit allen
ihren Verwandten, Rechtsanwälten und Beamten der
Interessenvertretung Kubas in Washington .
13. März 2003
Das State
Department übergibt der Interessenvertretung Kubas
in Washington eine diplomatische Note als Rückantwort
auf unsere vom 10. März, in der das
Genehmigungssystem für die Reisen unserer Funktionäre
in Washington angewandt wird.
Unsere
Interessenvertretung erhält durch das State
Department den Reiseantrag der antikubanischen
Kongreßabgeordneten Christopher Smith (Republikaner
für New Jersey) und Frank Wolf (Republikaner für
Virginia) in unser Land, welche beabsichtigten, sich
mit den „zivilen Oppositionsgruppen“ unseres
Landes zu treffen. Dieser Besuch hatte einen offenen
provokatorischen Charakter und wurde im Rahmen der
Eskalation seitens der Bush-Verwaltung gegen unseres
Land positioniert. Am 18. teilt uns das State
Department mit, daß diese Reise außer Kraft
gesetzt wurde.
14. März 2003
In der Residenz des
Leiters der US-Interessenvertretung in Havanna
findet wieder eine Besprechung mit konterrevolutionären
Anführern statt -es war schon praktisch alle zwei
Tage. Es handelte sich um einen Ethiklehrgang für
anscheichliche kubanische Journalisten. Es war der
schlechteste Platz der Welt, um von Ethik zu
sprechen. Es waren einige Funktionäre jener
Vertretung anwesend. Zu dieser konterrevolutionären
Veranstaltung wurde der Zugang der ausländischen
Presse ermöglicht.
Wie ich in meiner
Ansprache während der Spezialsendung am 4. April
erklärt habe, und wiederhole:
“[...] Niemand
ignoriert, daß der Herr Cason, neuer Leiter der
US-Interessenvertretung in Kuba, herkam, angewiesen,
jede Art von Provokationen gegen Kuba durchzuführen
und versuchte, seine diplomatische Vertretung und
seine eigene Residenz in Konferenzräume
umzuwandeln, um Söldner zu organisieren, zu schulen
und zu leiten, die im Dienste einer ausländischen
Macht ihre Heimat verraten, bzw. andere Gesetze mit
Taten verletzen, die dem Lande schwerwiegende Schäden
verursachen und volle Straflosigkeit angestrebt
haben. Einige Dutzende von ihnen, werden bereits von
Strafgerichten, die für die Delikte gegen die
Sicherheit des Landes zuständig sind, angeklagt.
„Wieviel Sachen
hat die US-Regierung nicht im Namen ihrer Sicherheit
getan, sogar einen brutalen Krieg, ohne jegliche Rücksicht.
Wir müssen im Gegensatz dazu die Straflosigkeit
derjenigen zulassen, die, von ihnen bezahlt, das
Land verraten, und dabei beträchtliche Schäden in
vielen Bereichen anrichten. Es sind Personen, die
gegen die Interessen unseres Vaterlandes und gegen
die Sicherheit unseres Volkes handeln, in einer
neuen und gefährlichen Etappe.
„Ein Fehler,
ihnen müßte etwas besser klarwerden, das dies das
Volk ist; welches Kenntnis-, Kultur-, Organisations-
und Ausbildungsniveau es hat, um auf allen Gebieten
zu kämpfen, wenn dieses Land angegriffen werden
sollte. Der 100-jährige Krieg würde in Kuba
beginnen; das wünschen wir nicht, aber wir sehen
uns in der Notwendigkeit, ihn voraus zusehen oder
auszufechten, wenn er uns aufgezwungen wird.
Sie werden von den
Strafgerichten angeklagt, die für Delikte gegen die
Sicherheit des Landes zuständig sind, und das macht
ihre Herren wütend.
17. März 2003
Der Leiter der
US-Interessenvertretung wird zum Außenministerium
bestellt, um zwei Protestnoten zu übergeben: 1)
wegen der einmischenden, konterrevolutionären und
die Wiener Konvention über diplomatische
Beziehungen von 1961 verletzenden Haltung von Herrn
James Cason, Leiter der US-Interessenvertretung, 2)
wegen der am 24. Februar von der terroristischen
Organisation „Hermanos al Rescate“ durchgeführten
illegalen Fernsehsendungen, und der passiven Haltung
der US-Behörden, die trotz Warnung seitens Kubas
nichts getan haben, um diese die internationalen
Normen für Fernsehsendungen verletzende Tätigkeit
zu verhindern.
17. und 18. März
2003
Ausführliche
Podiumsgespräche finden statt, auf denen die
subversive und konterrevolutionäre Handlungsweise
der US-Interessenvertretung und besonders von Cason
demaskiert wurde.
18. März 2003
Die Offizielle Note
über die unverschämten und wiederholten
Provokationen des Leiters der
US-Interessenvertretung wurde erarbeitet, welche in
der Granma am 19. März veröffentlicht
wurde.
Es werden 32
Konterrevolutionäre wegen ihrer söldnerischen Tätigkeiten
im Dienste einer ausländischen Macht verhaftet. Die
Entscheidung wird am Abend des 14. März getroffen,
sobald das Treffen der Söldner in Casons Residenz
bekannt wurde, welches trotz mehrmaliger öffentlicher
Verwarnung, und der Forderung Kubas auf
diplomatischen Weg zur Einstellung solch unzulässiger
Einmischung stattfand, und das, drei Tage bevor Herr
Bush entschieden hat, am 17. März Irak sein
Ultimatum vorzulegen.
19. März 2003
Das State
Department teilt das Verbot für mehrere von der
kubanischen Interessenvertretung Kubas in Washington
vorgeschlagene Reisen, einschließlich der
Konsularbesuche bei Gerardo Hernández und Fernando
González mit.
Weitere 33
Konterrevolutionäre werden wegen ihrer söldnerischen
Tätigkeiten im Dienste der Vereinigten Staaten
verhaftet.
19:24 Uhr. Ein
Flugzeug Typ DC-3 des nationalen Unternehmens für
Flugtransportdienst, welches die Strecke
Gerona-Havanna Stadt geflogen ist, wird entführt.
10 Meilen südlich des Flughafens Boyeros und, als
alles zur Landung bereit war, hat der Flugkapitän
die Luftverkehrszentrale (ATC) von Boyeros darüber
informiert, daß er politische Probleme an Bord
hatte, und er in Richtung nach Norden flog. Zu
diesem Zweck bat er um die Koordinaten der
direktesten Strecke, weil wenig Treibstoff vorhanden
war, ihm wurde die Strecke Key West orientiert.
19:30 Uhr. Die ATC
von Boyeros teilte der ATC in Miami mit, daß ein
DC-3 von bewaffnetem Personal an Bord von seiner
Strecke abgelenkt worden war und Richtung Miami
flog. Etwas unerwartetes und seltsames: die Entführung
eines Passagierflugzeuges in vollen Flug. Seit
vielen Jahren geschahen solche Handlungen nicht
mehr, seit der Unterzeichnung der
Migrationsvereinbarungen, sodaß es sogar durch die
Mafia von Miami veranlaßt worden sein könnte. Wir
haben nicht die Möglichkeit, das herauszufinden.
Sie haben die Entführer in ihrer Macht und die
Helfershelfer, die den Wohnsitz zugesprochen kamen,
und sie informieren überhaupt nichts.
21:35 Uhr. USA fängt
mit dem Bombenangriff gegen Bagdad und andere
irakische Städte an -das geschieht wirklich zwei
Stunden und neun Minuten nach der Flugzeugentführung.
20. März 2003
Der Leiter der
US-Interessenvertretung wird bestellt und ihm wird
eine diplomatische Note überreicht, in der die Rückgabe
aller Passagiere und der Besatzung des Flugzeuges,
der Entführer und des Flugzeugs selbst verlangt
wird. Eine ähnliche Note wird in Washington beim
State Department übergeben.
Während des 20.
und 21. März bleiben die kubanischen Behörden mit
dem State Department und mit der
US-Interessenvertretung in Kontakt, um weiter die
sofortige Rücksendung aller Passagiere und
Besatzungsmitglieder des entführten Flugzeuges zu
verlangen, und der Entführer und des Flugzeugs.
Weitere 6
Konterrevolutionäre, unter ihnen 4 der bei ihren söldnerischen
Tätigkeiten im Dienste einer ausländischen Macht
aktivsten, werden verhaftet.
Zwei
Informationsnoten über die Entführung des
DC-3-Flugzeuges werden bekanntgegeben. Diese werden
in der Granma vom 21. März zur Information
der Bevölkerung veröffentlicht.
21. März 2003
Die
nordamerikanischen Behörden informierten das Außenministerium
(MINREX) und die kubanische Interessenvertretung in
Washington, daß sie die sechs Entführer des
kubanischen Flugzeuges DC-3 nicht zurückschicken würden
und, daß diese förmlich wegen Luftpiraterie
angeklagt wären, und daß das Flugzeug wegen der
Entscheidung eines nordamerikanischen Gerichtshofes
in Beantwortung einer durch eine Kontrarevolutionärin
aus Miami eingereichten Anklage beschlagnahmt worden
war.
In dieser Zeit hat
der Kongreßabgeordnete Lincoln Díaz-Balart den
Bericht über die vorgebliche Belästigung der
Funktionäre dieser Vertretung durch die kubanischen
Behörden verkehren lassen, der von der
US-Interessenvertretung erarbeitet und durch das
State Department bei der Presse filtriert worden
war.
Ein weiterer
Konterrevolutionär wird wegen söldnerischer Tätigkeiten
verhaftet.
Eine
Informationsnote, die in der Granma am 22. März mit
dem Titel „Neue Information über das entführte
DC-3“ veröffentlicht wurde, wurde bekanntgegeben.
22. März 2003
Ich erscheine in
der speziellen Fernsehsendung über die Entführung
des DC-3 am 19. März und drücke aus:
Sie wollen jetzt im
Zusammenhang mit dem entführten DC-3 nicht von
Terrorismus sprechen? Natürlich wollen sie den
Begriff Terrorismus nicht verwenden, es ist besser
Piraterie zu sagen, obwohl das Wort recht grob ist,
denn wenn sie Terrorismus sagen, würden sie
zugeben, daß er ausgehend von den Vereinigten
Staaten gegen Kuba ausgeübt wird, und zwar jetzt,
in diesem Moment, wo ein schrecklicher Krieg im Gang
ist gegen eine arabische Nation der explosiven
Region des Mittleren Ostens, ein Krieg, der die Welt
bewegt.
Sie können nicht
sagen, daß sie die Entführer wegen Terrorismus vor
Gericht stellen werden, denn das wäre die Wahrheit
anerkennen. Warum gehen diese Typen weg? Weil sie
sich ihrer Straflosigkeit absolut sicher sind. Außer
der Sicherheit und der Straflosigkeit, weshalb gehen
jene Typen noch? Weil sie dort als Helden empfangen
werden und als Rohstoff für die Propaganda gegen
Kuba dienen.
Sie gehen, weil es
seit 37 Jahren ein Gesetz gibt, daß sich „Cuban
Adjustment Act“ nennt, ein mörderisches Gesetz
-wie wir es bezeichnet haben-
welches
Tausende von Menschenleben gekostet und unzählige
Probleme geschaffen hat.
Vor recht kurzer
Zeit kamen sie mit gewalttätig genommenen Schiffen
oder Flugzeugen an und spazieren frei durch die Straßen
von Miami. Die komplette Sicherheit über die
Straflosigkeit und die Privilegien und Vorteile, die
ihnen dieses Gesetz bietet, sind ein mächtiger
Anreiz zum Terrorismus.
Wer ist schuld
daran? Die Regierungen der Vereinigten Staaten sind
die Schuldigen, mehr noch als die Terroristen
selbst, durch ein Gesetz, das nur auf die Bürger
dieses Landes angewendet wird.
Es sind sogar
Leute aus Indien und Pakistan nach Kuba gekommen, da
sie von diesem „Cuban Adjustment Act“ sprechen hörten
und glaubten aus demselben Nutzen ziehen zu können.
Sie schlugen Mitarbeiter des Fremdenverkehrswesens
beinahe zu Tode und waren bereit sie zu morden, und
nahmen ihnen das Schiff weg, in die Vereinigten
Saaten dorthin zu gelangen. Bis jetzt wissen wir
nichts darüber, was man mit ihnen gemacht hat, ob
irgendeiner verurteilt wurde, ob er in irgendwo
anders hin geschickt wurde. Leute, die den
Mitarbeitern brutale Schläge erteilten, sodaß
einige von ihnen bewußtlos blieben. Und sie warfen
sie nicht alle ins Meer, weil sie Leute brauchten,
der ihnen jenes Schiff führte, um in der Florida
anzukommen. Das wissen die amerikanischen Behörden
sehr gut.
Sie wissen auch
von den Drohungen, den Versuchen zur Einschüchterung,
den kriegerischen Theorien gegen Kuba der jetzigen
Verwaltung und diese Entführer wissen und glauben,
wie es die Söldner glauben, daß das unser Volk
einschüchtern wird. Sie spüren, daß sie
denjenigen einen Gefallen tun, die solche Theorien
ausarbeiten und ausüben. Wie die des vorbeugenden
Überraschungsangriffs. Ich werde nicht über dieses
Thema sprechen, denn ich müßte viele Dinge sagen
und ich will nicht vom Hauptsächlichen des Themas
abweichen, das uns heute zu diesem Spezialprogramm
versammelt hat. Aber es muß ganz klar werden, daß
sich unser Land durch nichts und niemand einschüchtern
läßt, denn es ist ein Land, das, ohne auf den
Kampf egal auf welchem Gebiet zu verzichten, zu kämpfen
weiß und kämpft, in erster Linie mittels der
Ideen, mit sehr hoher Moral, weit über der Sintflut
von Verleumdungen, mit der man versucht hat, sein
beispielhaftes revolutionäres Werk zu begraben. Ein
Land, das weiß, was es tut und weiß, daß sein
Verhalten unbefleckt ist; nicht nur unbefleckt, es
ist tadellos, beispielhaft und es war in der Lage zu
widerstehen und der Welt sein politisches Talent,
sein Bewußtsein, seine Kultur zu beweisen. Ich will
nicht warnen, aber es soll sich auch niemand
vorstellen, daß dies ein Land von Dummen und
Idioten ist.
Zum Thema des entführten
DC-3 zurück, wo sind die Schuldigen? Das ist, was
man sich noch einmal fragen muß. Und, warum, zum
Teufel, hat man nicht die Feinheit, dieses Flugzeug
zurückzuführen? In jener Note, von der ich sprach,
die ich als konstruktiv bezeichnet habe, erklärte
ich den Wunsch, daß das Flugzeug zurückgeführt
werden könnte, und es schien, daß es so sein würde.
Und wir sehen, daß jenes Land unfähig ist, das
Verbleiben des Flugzeuges dort zu verhindern, wenn
nach Kuba Dutzende und Dutzende von
nordamerikanischen entführten Flugzeugen gekommen
sind, und niemals wurde ein Flugzeug in unserem Land
zurückgehalten; nur Minuten, um zu tanken, und um
sofort zurückzukehren. Alle entführten Personen
wurden freundlich behandelt, es wurde ihnen nicht um
1:00 Uhr früh ein Fraß geschickt; sie wurden im
weitesten Sinne betreut, bei allen Problemen, unabhängig
davon, daß man alles Mögliche getan hat -wie im
Falle jenes Flugzeuges das ich nannte-, damit es
keinen Unfall gäbe. Trotzdem ist schon zur
Gewohnheit geworden, daß jedes entführte Flugzeuge
aus Kuba beschlagnahmt wird: Anreiz für potentielle
Entführer und die Verrückten.
Es geht weiter, wie
kann eine Regierung sagen, daß sie einen Teil der
Besatzung des entführten Flugzeuges nicht zurückschicken
kann und keine andere Formel akzeptieren, als die
erniedrigende und ungerechte, sie dort zwangsweise
zu behalten? Tatsache ist, daß sie entführt worden
sind; sie wurden von einigen terroristischen
Banditen mitgenommen, die das Leben von Frauen,
Kindern und anderen Passagieren gefährdet haben.
Ah! Sie haben da zu bleiben, weil das einem Richter,
aus Florida sogar, Recht ist.
Wie können sie die
Schwere der Tatsache, die Entführung mit großen
Messern am Halse der Piloten vorzunehmen,
ignorieren.
Wie können sie
vergessen, daß auf dieser Weise die
Passagierflugzeuge entführt wurden, die später
gegen die Zwillingstürme von New York und den
Pentagon geworfen wurden, und sogar der Versuch, ein
weiteres gegen das Weiße Haus zu werfen? Ist das
vielleicht in jenem Land, das Tausende
Nordamerikaner sterben gesehen hat, etwa ein Scherz,
oder etwas Unbedeutendes? Mit genau gleichen
Methoden: Flugzeuge mit Messern am Halse der Piloten
zu entführen, und sie danach gegen ein Ziel zu
werfen.
Sollte es auf der
Welt ein Land geben, wo die Entführung mit einem
Messer am Hals Horror und Empörung verursachen muß,
sind dieses Land die USA. Und jetzt, wo dieser Akt
sich in Kuba ereignet, mit Kindern, Frauen, mit älteren
Personen, die in Rente gegangen sind, ehrliche
Leute, wie die, welche sich hier geäußert haben,
werden diese Personen mißhandelt, eingesperrt und
wird mit ihnen alles gemacht, was sie hier erzählt
haben.
Wie kann erklärt
werden, daß während an der mexikanischen Grenze
mehr als 500 Personen jährlich sterben, um zu
verhindern, daß arme und verzweifelte Leute die
Grenze überschreiten, um einen 10- oder 15fach höheren
Lohn zu bekommen, oder andere, die nach einigen
Jahren illegalen Aufenthaltes dort hin- und zurückgehen
müssen, um ihre Familien zu besuchen, und davon
sterben Hunderte, noch vor den Ereignissen vom 11.
September; und wenn angesagt wird, daß es jetzt wer
weiß wieviel neue Vorrichtungen mit weiß der liebe
Gott was für außerordentlichen Geräte, die
entwickelsten der Welt, gäbe, um zu vermeiden, daß
mexikanische Immigranten die Grenze überschreiten,
und sämtliche Versuche dieser Art dort, wo so viele
Menschen sterben zu verhindern. Und dann behalten
sie einfach das entführte Flugzeug und nehmen dies
zum Vorwand, um einer Gruppe von Erwachsenen
Privilegien zu erteilen-es sind mindestens 7-, die
als Komplizen in einer oder anderer Form an dieser
Entführung teilgenommen haben, ohne sie zu
untersuchen?
Sie konnten sie
sogar zurückführen, alle Sicherheiten bekommen,
weil wir wissen eine Garantie zu geben, und immer
wenn wir sie gewähren, halten wir das ein; aber
wenigstens sie zurückgeführten und somit nicht den
Präzedenzfall setzen, daß ein Flugzeug entführt
werden kann, und daß die Komplizen dort bleiben,
und allen, die mitgeflogen sind, anzubieten im Land
zu bleiben ohne Ausnahme. Wo ist die Ehrlichkeit? Wo
ist die Scham? Wo ist die Moral derjenigen, die
diese Politik anwenden? Das heißt Anreiz zur
Flugzeugentführung.
Wir kennen die
Fallen und die Tricks, die sie angewandt haben, zu
gut. Es beginnt schon der große Skandal der
terroristischen Mafia zugunsten der Entführer.
24. März 2003
Das Kontrollamt für
ausländischen Aktiva (OFAC) des nordamerikanischen
Schatzamtes verabschiedet neue Regelungen zur Verschärfung
der Blockade der USA gegen Kuba und paßt sie den
subversiven Zwecken der von der Bush- Verwaltung
entwickelten antikubanischen Politik an.
Ein weiterer
Konterrevolutionär wird wegen söldnerischen Tätigkeiten
im Dienst einer ausländischen Macht verhaftet.
25. März 2003
Noch ein
Konterrevolutionär wird aus dem selben Grund
verhaftet.
26. März 2003
Die USAID kündigt
an, daß sie dem Projekt zur Transition für Kuba
der Universität Miami Fonds in Höhe von einer
Million Dollar erteilen wird.
31. März 2003
Das State
Department veröffentlichte den Bericht über die
Menschenrechte auf der Welt, welcher einen Kuba
gewidmeten Teil beinhaltet, in dem die falschen
Anklagen gegen unser Land vorrangig behandelt werden
und eine eindeutige Unterstützung der internen
Konterrevolution erklärt wird. Die antikubanische
Schmähschrift des State Departments hatte ähnliche
Charakteristika, wie die aus vorhergehenden Jahren.
Am gleichen Tag
beginnt die Abwicklung der vorauszusehenden Folgen,
die ich bei der Spezialsendung am 22. März, als
Konsequenz des Verhaltens in Bezug auf die Entführer
des DC-3 und die den Komplizen gewährten
Privilegien, denunziert habe, als man ihnen die
Wohnsitzgenehmigung in den USA erteilt hat.
22:10 Uhr. Der Präsident
der Zivilen Luftfahrtgesellschaft berichtet, daß
der Kapitän eines Flugzeuges AN-24 der Strecke
Insel der Jugend-Havanna, mit 46 Passagieren,
Probleme an Bord meldete. Er sagte, daß der kleinen
Treibstoff für den Weiterflug habe, und das
Flugzeug ist im Flughafen „José Martí“
gelandet. Das Flugzeug stand inmitten der Landebahn.
Der Entführer mit einer Sprenggranate in der Hand,
drohte, das Flugzeug in die Luft zu sprengen, wenn
man ihm nicht den Treibstoff zum Weiterflug in die
Vereinigten Staaten liefern würde.
22:45. Ich erteile
Anweisungen an die Leiter vom Innenministerium und
der Zivilluftfahrt:
„Viel Geduld.
Keine Entscheidung ohne Analyse oder eine direkte
Beratung mit uns treffen. Das ist eine Verantwortung
der Regierung. Sodaß wir so bald wie möglich
Kontakt aufnehmen werden, da wir auch einige
Schritte auf diplomatischem Wegen einleiten müssen
und wir sehen müssen, wie wir es machen können,
denn es ist nachts.
„Ein Mann mit
einer Sprenggranate ist ein Problem, worüber man
ernst nachdenken muß. Man muß sich mit ihm
unterhalten, falls es geht.
„Versuchen Sie,
Kontakt mit ihm aufzunehmen, um mehr Angaben zu
haben: ob es sich um eine Person oder mehrere
handelt. Das sind Angaben, die wir kennen müssen,
da man hier mitgeteilt hat, daß sich sechs Kinder
im Flugzeug befinden.
„Wir denken
gerade an gewaltlose Verfahren, um das Problem zu lösen.“
Ich habe ausführlich
und im Detail mit ihnen darüber gesprochen, was man
machen sollte.
23:14. Nach meiner
Anweisung hat Carlos Valenciaga den Leiter der
Interessenvertretung Kubas in Washington angerufen,
und übermittelt ihm Folgendes:
„Dagoberto, es muß
versucht werden, den Leiter des Kubabüros,
Whitaker, sofort anzurufen und ihm Folgendes
mitzuteilen: Es wurde ein Flugzeug AN-24 mit 46
Passagieren an Bord, darunter 6 Kindern, durch einen
Mann, der laut Angaben des Pilots eine
Handsprenggranate trug und forderte, daß man ihn in
die Vereinigten Staaten brächte, entführt, als es
von der Insel der Jugend nach dem Flughafen Rancho
Boyeros geflogen ist.
„Der Pilot hatte
nicht ausreichend Treibstoff und hatte keine andere
Alternative als auf der Landebahn von Rancho Boyeros
zu landen, wo der Entführer Treibstoff für den
Weiterflug fordert.
„Jetzt befindet
sich der Entführer am Ende des Flugzeuges und er
scheint zwei Handsprenggranaten zu besitzen.
„Zweifellos ist
das eine Konsequenz des Verhaltens der US-Behörden
in Bezug auf das entführte Flugzeug am 19., und
sogar der ausführlich durch die Presse verbreiteten
Mitteilung, daß die Entführer gegen Kaution
freigelassen werden würden.
„Die Anweisungen,
die wir den kubanischen Behörden im Flughafen
gegeben haben, sind an erster Stelle, keine
Gewaltakte vornehmen, sich mit ihm unterhalten und
versuchen, ihm davon zu überzeugen, damit er die
Absicht zurücknimmt. Man wird das Argument
benutzen, daß die vorher verbreitete Nachricht über
die Freilassung der Entführer gegen Kaution falsch
ist. Ihm sagen, daß sie verhaftet sind und wegen
Piraterie angeklagt sind, was ein schweres
Verbrechen ist. „Zuerst wollten wir ihnen die
Tatsachen und die Linie mitteilen der man folgen
wird, und wir schlagen vor, daß Sie daran denken,
ob es irgendeine Art und Weise gibt, um dem Entführer
die Stellung der US-Regierung gegen diese Handlungen
und ihre Sanktionen bekanntzugeben. Kurz und gut:
Irgendeine Kollaboration, um das Problem zu lösen,
nicht nur wegen der Gefahr, die Reise unter diesen
Bedingungen zu machen -mit einer oder zwei
Sprenggranaten in der Hand, von denen wir sogar
nicht wissen, ob sie die Sicherung haben.
„Zweites: Unsere
Meinung nach ist es für die US-Regierung schädlich,
daß dieses zweite Flugzeug zwölf Tagen nach der
ersten Entführung dort landet.
„Und drittens:
Diese Ereignisse könnten zweifellos eine Reihe ähnlicher
Handlungen auslösen, und sowohl die Vereinigten
Staaten als auch Kuba sind daran interessiert, daß
so etwas nicht stattfindet, da es die Sicherheit des
Passagiertransports gefährdet. Es passiert, daß
einige Verantwortungslose oder unvernünftige
Personen solche Handlungen zum Vorbild nehmen. Wir
bitten darum, sogar die Möglichkeit zu analysieren,
daß ein Beamter der US-Interessenvertretung in
Havanna direkt mit dem Entführer in Verbindung
tritt. Das wäre wirklich konstruktiv und nützlich.“
23:57. (Ortszeit
Kuba) Dagoberto spricht mit Whitaker und übermittelt
ihm alles, was ihm aufgetragen worden war. Whitaker
stellt ihm einige Präzisionsfragen. Er sagte, daß
er beginnen wird, Anrufe zu machen und in einigen
Minuten zurück ruft.
1. April 2003
00:55 (Ortszeit
Kuba) [23:55, Ortszeit Washington]. Whitaker, Leiter
des Kubabüro des State Department, ruft Dagoberto,
Leiter der Interessenvertretung Kubas in Washington,
an, um ihm zu sagen, daß er mit seinem Chef und mit
Cason in Havanna gesprochen hat, daß sie
mitarbeiten und Botschaften über die geeigneten
Wege übermitteln wollen, und er sagt, daß es ein
sehr schweres Verbrechen ist, und falls sie in die
Vereinigten Staaten kommen, werden sie verhaftet und
einem sehr strengen Verfahren unterworfen werden.
Man hat den Fall
gemeinsam behandelt und die Bemühungen koordiniert
-zwischen beiden Seiten.
Cason ging zum
Flughafen. Zum ersten Mal waren er und Dausá,
Leiter der Nordamerikaabteilung beim Außenministerium,
zwei Stunden lang Alliierte beim erfolglosen
Versuch, den Entführer zu überzeugen.
Ab 4:00 ist alles
in den Händen der kubanischen Behörden geblieben,
die ständig die US-Interessenvertretung in Kuba über
die Entwicklung der Ereignisse informiert haben. Man
hat die Freilassung von 22 Geiseln erreicht, um das
Flugzeug mit genügend Treibstoff aufzutanken, damit
es in Alabama oder Atlanta landen könnte, und nicht
im extremistischen Lehnsgut der Florida.
Zuerst scheint es
unmöglich wegen der Treibstoffmenge, die das
Flugzeug voll von Personen tanken konnte. Dann wäre
es mit 22 Geiseln weniger möglich gewesen. So haben
wir es der Interessenvertretung mitgeteilt. Es war
kein Problem, das Flugzeug AN-24 mit Treibstoff
aufzutanken, wenn die US-Behörden mit der
versprochenen Ernsthaftigkeit handeln, und die Rückkehr
des Flugzeuges, der Besatzung und der anderen
Passagiere erlauben würden.
Scheinbar wurde die
Angelegenheit auf hoher Ebene diskutiert
Montag morgen hat
man fünf Stunden lang auf Casons Antwort gewartet,
der selbst auf die Entscheidung der Regierung
wartete. Die Übereinkunft mit dem Mann der
Sprenggranate war die, die wir ausgehandelt hatten,
nach dem Ausstieg von 22 Personen, war es das
Flugzeug aufzutanken und um 11.00 Uhr zu starten.
Der Leiter der Interessenvertretung bat um weitere
40 Minuten. Während man auf die Antwort wartete, mußte
man natürlich schon, daß das Flugzeug Treibstoff
genug hatte, um in einem anderen Staat zu landen. Es
gelang den Start um weitere 55 Minuten zu verzögern,
bis ca. 12.00 Uhr Mittag. Es gab noch keine Antwort.
Als sie ankam, war das Flugzeug schon in der Luft.
Die absurde und stumpfsinnige Entscheidung war, das
AN-24-Flugzeug sollte in Key West landen. Dort
wiederholte sich die Geschichte: Mißhandlung und
Demütigung der Passagiere, Privilegien für die
Helfershelfer, Entführer mit Samthandschuhen angefaßt,
Flugzeug beschlagnahmt, Dabehalten der Besatzung. Es
war abscheulich!
Otto Reich und die
Florida-Mafia behielten die Oberhand. Dessen
beschuldige ich weder Whitaker noch den
Untergeordneten von Otto Reich. Cason war zumindest
24 Stunden vernünftig und sachlich.
Die Nachricht, daß
das Flugzeug zum Weiterflug aufgetankt wurde,
brachte die unheilvolle Folge, die man zu verhindern
versuchte: eine sichere Welle von gewaltsame Entführungen
von Passierflugzeugen und -schiffen.
2. April 2003
Es waren noch keine
24 Stunden seit dem vorangegangenen Ereignis
vergangen und um 01.40 Uhr informiert das
Innenministerium, daß man gerade durch das
Leitungszentrum dieses Ministeriums erfahren hatte,
daß das Fahrenboot „Baraguá“ mit Passagieren
an Bord, ohne die genaue Anzahl zu präzisieren, aus
der Hafeneinfahrt fährt und allem Anschein nach
wurde es entführt.
Der Innenminister
wies an, daß man ihm mit dem Grenzschutzboot 040
folgen solle und sich ein Schnellboot der Verfolgung
anschließen sollte.
Das entführte Boot
fuhr Richtung Norden bei einer Geschwindigkeit von 6
Knoten die Stunde.
Um 03.00 Uhr teilen
die Entführer per Radio mit, daß sie ca. 50
Personen an Bord haben, darunter 6-8 Kinder und 5-6
Ausländer und verlangen, daß man ihnen ein Schiff
zum Weiterfahren in die USA zur Verfügung stellt.
Sonst würden sie Geiseln über Bord werfen.
Das erste Mal, daß
eine Forderung dieser Art gestellt wird. Es fehlte
nur noch, daß jemand ein Kamel (Metrobus) entführen,
einigen Leuten ein Messer an den Hals setzen und
forderten würde, nach Boyeros zu fahren und ein
Flugzeug zu suchen, um in die Vereinigten Staaten zu
fahren. Das ist absolut klar, daß das einfach
unvorstellbar ist.
Um 11.45 Uhr ging
der Brennstoff des Bootes „Baragua“ aus, das für
Binnengewässer projektiert war. Es lag 30 Meilen
von der Küste entfernt bei, das Meer hatte Kraft 4,
und es bestand große Gefahr zu Kentern und den Tod
der 40 Personen, die tatsächlich an Bord waren,
davon 29 Geiseln, einschließlich Frauen und Kinder,
zu verursachen.
Um 14.32 Uhr
schaffen es die Grenztruppen, das entführte Boot am
Bug auszubinden, sodaß sie es vor der Gefahr des
Untergehens retteten und es in Richtung Hafen Mariel
gefahren haben. Die Entführer, die die Rettungsmanöver
akzeptiert haben, behielten jederzeit eine sehr
aggressive Haltung bei Sie drohten, die Geiseln zu töten,
wenn man ihnen bei ihrer Hafenankunft nicht
Brennstoff auftanken würde. Sie legten die Messer
am Halse mehrerer Frauen an immer wenn sie etwas
verlangten. Erst 40 Stunden nach der Entführung
konnten alle Geiseln unverletzt gerettet werden,
dank der Hilfe der Geiseln selbst, die ins Wasser
gesprungen sind. Es war nicht nötig, das Boot su
entern, was als letztes Mittel eingesetzt worden wäre.
Tage später, am 10
April wurde durch das Leitungszentrum des
Innenministeriums der Insel der Jugend bekannt, daß
zwischen 17.30 und 18.00 Uhr fünf Individuen sich
überraschend und gewalttätig des AK-M Gewehrs
eines Wehrdienst-Soldaten bemächtigt haben, der
Wache bei einem Armeereservenlagerhaus gehalten hat.
Sie sind mit einem Auto entflohen.
In dem Plan waren 8
Individuen verwickelt. Ihre Absicht war es, sich im
Warteraum zusammenzufinden, kurz bevor das Flugzeug
landete, zu warten bis 6-10 Personen ausgestiegen wären
-es ist offensichtlich, denn sie sind 8, sie müssen
warten daß eine Anzahl aussteigt, sonst passen sie
nicht in das Flugzeug- um genau in diesem Moment die
Glasscheiben vor der Landebahn mit den Hanteln zu
zerschlagen, das Flugzeug gewalttätig zu entern und
den Rest der Passagiere als Geiseln zu nehmen. Man
vermutet, es würden über 30 sein.
Am gleichen Tag
informierte die Agentur NOTIMEX, daß ein
Bundesrichter der USA das Urteil eines Richters aus
Florida bestätigt hat, die sechs Kubaner auf
Kaution freizulassen, die angeklagt waren, im
vergangenen März ein kubanisches DC-3-Flugzeug mit
31 Personen an Bord entführt und von seiner Route
abgebracht zu haben.
In kaum zwei Wochen
wurden zwei Passagier-Flugzeuge in der Luft und voll
Passagiere entführt, ein Boot mit einer Kapazität
für 100 Personen, das zum Glück nur 40 am Bord
hatte und sie sagten 50; ein Soldat überfallen, um
ihm das Selbstladegewehr mit Gewalt zu nehmen und,
ein anderes Passagierflugzeug mit diesem und drei
Hieb- und Stichwaffen gewalttätig zu entführen,
das kurz vor der Landung auf einem Flughafen war.
Die durch die
Presse verbreiteten Nachrichten, daß ein Richter
der Florida die Freilassung auf Kaution der sechs
Entführer des DC-3 erteilt habe, führten
unmittelbar zu einer Erhöhung der Aktivitäten der
potentiellen Auswanderer, die wegen ihrer schlechten
Führungszeugnisse und asozialen Charakteristika,
zur illegalen Auswanderung mittels solcher Methoden
neigen.
Seit dem 19. März
als die erste Entführung des DC-3 stattfand, hat
man 29 Vorhaben und Ideen zur gewalttätigen Entführung
von Booten oder Flugzeugen festgestellt, etwas was
seit vielen Jahren nicht geschah.
Achtundvierßig
Stunden nach der Entführung des AN-24, das zum
Weiterflug aufgetankt worden war, wurden am selben
Tag zwei neue Vorhaben untersucht; am 3. April 2
Vorhaben; am 5. April wurden vier Vorhaben
untersucht; 4, am 7. April 3 Vorhaben, am 9. April
weitere drei Vorhaben, am 10. April 2 Vorhaben,
Dieses wellenförmige Anwachsen der Entführungen mußte
radikal gestoppt werden. Die sich seit dem Anschlag
auf die DC-3 am 19. März ereignenden Geschehnisse
und die entsprechenden, erwähnten Angaben der
ersten Apriltage zeigten, daß es in vollem Wachstum
war. Die von den Gerichten ausgesprochenen und vom
Staatsrat bestätigten Urteile für die Entführer
des Bootes „Baraguá“ mußten ohne Zögern
ausgeführt werden.
Die Maßnahme wäre
nicht komplett, wenn ich hier nicht vorwarne, daß
hier keinem entführten Flugzeug oder Schiff von
Kuba mehr Brennstoff aufgetankt werden wird, welches
es fordert, um in die Vereinigten Staaten
weiterzufahren oder in jegliches anderes Land, und
die Entführer müssen wissen, daß sie summarischen
Verfahren bei den entsprechenden Gerichten
unterworfen werden, und nicht Gnade des Staatsrates
erwarten sollten. Jetzt ist alles vollständig, was
sie wissen müssen. Das ist auch eine harte Maßnahme,
aber unumgänglich, denn solche Handlungen müssen
von der Wurzel her ausgetilgt werden.
Die Erfahrung
zeigt, daß die Autoren, wenn sie wissen, daß sie
keine Alternative haben, sich enthalten solche
Verbrechen zu begehen. Das wurde auf nicht zurückweisbare
Art und Weise bewiesen, als im September 1980 zwei
Individuen -in jenem Fall leider kubanischer
Herkunft-, trotz der opportunen Vorwarnungen ein
nordamerikanische Passagierflugzeug entführten und
es nach Kuba brachten. Sie wurden sofort in die
Vereinigten Staaten zurückgeführt. Während 22
Jahren wurde nie wieder ein nordamerikanisches
Flugzeug nach Kuba entführt, denn sogar die Verrückten,
die aus dem Gleichgewicht Gebrachten wissen, daß
man sie zurückschickt. So müßte die Regierung
jenes Landes handeln, und nicht weiter den Autoren
solcher Tatsachen, die soviel Risiko beinhalten, die
Zwillingsbrüder des Cuban Adjustment Act sind, das
unserem Volk so viele Menschenleben gekostet hat,
Unterstützung und Straflosigkeit in ihrem Inland zu
bieten.
Man weiß, daß
diejenigen, die versuchen illegal in die USA zu
gelangen, nicht diejenigen sind die im Rahmen der
Quote des Migrationsabkommens Visa beantragen und
erteilt bekommen, welche in der Regel sie ruhige
Menschen ohne kriminelle Vorstrafen sind, mit einem
Bildungsniveau über der neunten Klasse, viele mit
mittlerem Fachschulabschluß, und soviel Lehrer,
Dozenten, Ärzte und Fachkräfte die
US-Interessenvertretung mit oder ohne
Ausreiseverlosung rekrutieren will. Diejenigen, die
illegal ausreisen, sind Menschen die niemals Visa
bekommen hätten, weil sie mangelndes allgemeines
oder technisches Bildungsniveau und kriminelle
Vorstraßen und schlechte Führungszeugnisse haben.
Sie filtern gut diejenigen Personen denen Sie Visa
erteilen einer langen Liste, die sie einmal gemacht
haben, indem sie versuchten herauszufinden und was
sie jedes Jahr wiederholen wollten. Und wir haben
ihnen nein gesagt. Sie wollten eine breitere Quelle,
aus der sie rekrutieren können, woher sie dem Land
Hirne oder es Fachkräften berauben können, die die
Wirtschaft des Landes benötigt. Sodaß diejenigen,
die illegal gehen, diejenigen sind, die dort nicht
erhalten. Diese Letzteren sind, die Gewalttätigsten
und Gefährlichsten. Ihr Potential ist ausreichend,
um eine Welle von Überfällen unter Anwendung von
Hieb- und Stich- oder Feuerwaffen auszulösen,
Geiseln zu nehmen und die Ruhe und Sicherheit
unseres Volkes in Gefahr zu bringen.
Das
Schwerwiegendste der Verschwörung gegen Kuba
seitens der Mafiagruppe von Miami und der Leute, die
von ihr in den engsten Kreis von Bush gestellt
wurden, ist die Absicht, das Migrationsabkommen zum
Scheitern zu bringen. Bush ist ein ausgesprochener
Gegner des Migrationsabkommens und der kleinen Öffnung
zum Lebensmittelverkauf an unser Land nach vier
Jahrzehnten grausamer Blockade. Die Absicht besteht
weiter darin, eine massenhafte Auswanderung zu
forcieren, deren Hauptinstrument das absurde und mörderische
Cuban Adjustement Act ist. Sein Potential setzt sich
aus ehemaligen kriminellen Häftlingen und den
schlimmsten asozialen Elementen zusammen, die noch
in unserer Gesellschaft existieren, die nur mit
Hilfe der sozialen und Bildungsprogrammen
verschwinden werden, die heute in Kuba durchgeführt
werden, und die ohne Präzedenzfall in der
Weltgeschichte sind.
Die unheilvolle
Idee ist es, einen bewaffneten Konflikt zwischen
Kuba und den USA zu provozieren. Daran setzen sie
alle Hoffnungen, die Revolution zu vernichten und
sie vergessen, was Maceo gewarnt hat, und was heute
mehr denn je an Gültigkeit gewinnt: „Wer
versucht, sich Kubas zu bemächtigen, wird den Staub
seines mit Blut überfluteten Boden ernten, wenn er
nicht im Kampf stirbt.“
Mehr als 40 Jahre
Niederlage nach Niederlage sollten jegliche
US-Regierung überzeugen, daß nicht einmal die
modernsten Waffen den Widerstand unseres Volkes
zerdrücken können, daß im Voraus weiß, welche
Taktik und welche Kampfformen es einsetzen muß, um
die technologische Überlegenheit des Gegners bis
auf Null zu annullieren bzw. reduzieren.
Ein Land wird nicht
mit Panzerdivisionen, Tausenden von Panzern,
Hubschraubern, Bomben- und Jagdflugzeugen, Dutzenden
von Flugzeugträgern, und Kreuzern und Dutzenden von
Raketen erobert. Wenn alle Städte und das ganze
Territorium besetzt sind, muß man Millionen
Personen in den Städten und auf dem Lande regieren.
Wenn sie glauben, daß die Söldnergruppen aus Miami
in Kuba zu etwas nutzen würden, dann würden sie
sich nur so lange halten wie ein Kuchen am
Schuleingang. Wenn alle wichtigen Leader tot wären,
von denen keiner jemals eine weiße Fahne erheben würde,
würden Dutzende von Kämpfern die Stellen
derjenigen einnehmen, die sterben. Und Generation
nach Generation wird das kubanische Volk gegen die
Besetzungstruppen kämpfen. Das heißt, wenn unser
Land besetzt wäre, wäre der Krieg nicht zu Ende,
sondern würde beginnen.
Niemals und in
keiner Epoche hat eine Armee irgendwo auf der Welt
gegen Männer und Frauen aus einem Volk von
hunderttausenden von revolutionären Fachkräften
und von Millionen Personen mit einem hohen und
tiefreichenden Niveau an Kenntnissen, Kultur und
Bewußtsein stammen, gekämpft, und die wissen, daß
ihr Werk der Gerechtigkeit und Menschlichkeit das
unter jahrzehntelanger Blockade, Feindseligkeit und
Aggressionen seitens des mächtigsten Landes, das
jemals existiert hat, geschaffen wurde, keinen
Vergleich in der Geschichte hat.
Die US-Regierung,
z.B, hat sich in Mittel-Ost dem Abenteuer der
Eroberung eines 24 Millionen Einwohner-Landes
zugewandt, umgeben von hunderten Millionen Personen
einer selben Nationalität, eines gleichen religiösen
Glaubens und einer gleichen Kultur, die sich durch
die Gleichgültigkeit gegenüber dem körperlichen
Tod kennzeichnet, und die sich in eine gefürchtete
Gemeinschaft verwandeln, deren Potential an
Widerstand und Kampf genug sein sollte, die gegenwärtigen
politischen Strategen der Supermacht im Vorfeld
einer größeren Tragödie die als der von Vietnam,
um den Schlaf zu bringen.
Die Chiitas aus
Irak fordern bereits den Rückzug der Invasoren und
die Rückgabe ihres Erdöls und einen islamischen
Staat.
Man darf nicht
vergessen, daß eine Bewegung aus Moslem-Chiiten des
Iran bestehend, Welle um Welle von unbewaffneten
Massen, ohne darauf zu achten, wieviel Menschenleben
verloren gingen den iranischen Sha vernichtet haben,
den mächtigsten und meist bewaffnetesten Gendarm
der USA in dieser Weltregion. Die Sunnitas-Moslems
werden nicht dahinter zurückbleiben. Sie haben
niemals mehr Gründe gehabt, sich zu einigen.
Mit dem Bericht
dazu fortfahrend, was in unserem Land geschah, muß
ich aufzeigen, daß die Gruppe, die das
Passagierboot „Baragua“ überfallen hat, aus 11
Personen bestand, die 29 Passagiere zu Geiseln
machten, darunter 4 Touristinnen, zwei französische
und zwei nordische. Diese waren die Ersten, die sie
mit dem Tod bedrohten, sie waren dessen bewußt, wie
das der Wirtschaft des Landes geschadet hätte.
Das heißt, sie
hatten keine politischen Motive, aber sie wußten,
wo sie mehr Schaden anrichten konnten, um ihre Ziele
zu erreichen, indem sie androhten, in erster Linie
die Touristinnen zu ermorden. Sie bedrohten eine mit
der Pistole, welche außerdem Abzug im Ausschlag
hatte, ohne Sicherung.
Die berüchtigte
Propaganda des Imperiums und seiner Alliierten
besteht darin, daß die mit der Todesstrafe
verurteilten Personen, den sogenannten
„Dissidenten“ angehörten, das heißt,
diejenigen, die wegen Landesverrat verhaftet, vor
Gericht gestellt und verurteilt wurden, da sie als Söldner
im Dienste einer ausländischen Macht handelten, die
uns seit über 40 Jahren blockiert und bedroht, die
Revolution zunichte zu machen, und mit Kuba zu
machen, was sie gerade mit Irak gemacht haben. Kein
einziger von denen wurde auch nur zu lebenslänglicher
Strafe verurteilt, wie die Gerichte in Miami es mit
den 5 kubanischen vom Imperium festgehaltenen Helden
gemacht haben, weil sie gegen die Terrorakte gekämpft
haben, mit denen die USA-Regierung unser Land während
vieler Jahre überschwemmt hat.
Alle Beteiligten
der drei genannten Entführungen und des Entführungsversuchs
eine dritten Passagierflugzeugs waren fast ohne
Ausnahme vorbestraft wegen Kriminalverbrechen.
Von den drei zur
Todesstrafe verurteilten Personen und ich möchte
ihre Namen nicht nennen, einfach deswegen, um ihre
Familienangehörigen nicht zu verletzten- war der
Oberchef der Entführer des Passagierflugzeugs in 15
Prozesse oder Akten wegen Kriminalverbrechen
verwickelt, mehrere Male zu Freiheitsentzug
verurteilt und 28 Male wurde er wegen Touristenbedrängung
öffentlich gemahnt und 119 Mal aus verschiedenen Gründen
in Polizeireviere geführt.
Der zweite
Angeklagte wurde 5 Mal wegen Kriminalverbrechen vor
Gericht gestellt und dabei 4 mal verurteilt.
Der dritte
Angeklagte war in sieben Gerichtsverhandlungen
verwickelt, darunter eine wegen Überfall mit Hieb-
und Stichwaffen auf einen Bauarbeiter -es war der
Brigadier einer Mikrobrigade, beim Wohnungsbau, den
sie ausführten-, der daran gestorben ist.
Von den anderen fünf
zu hohen Strafen verurteilten Personen, war nur
einer nicht vorbestraft.
Sprecher der
US-Regierung reden von ihrer Sorge um einen
Massenexodus illegaler Auswanderer. Die Sorge hätte
nicht scheinheiliger sein können, wenn wirkürlich
und kaltblütig mit düsteren Ziele, die
terroristische Mafia von Miami und ihre wichtigsten
Allierten in den hohen Machtbereichen, wie Otto
Reich und Roder Noriega die massenhaften Entführungen
von kubanischen Booten und Flugzeugen seitens der
Ex-Häftlinge und von Kriminellen fördern, die
unschuldige Passagiere und andere Personen als
Geiseln nehmen, um in die USA zu gelangen. Womit man
versucht, einen unvermeidlichen Massenexodus zu
ereichen -wie während der Ereignisse am 5. August
1994- der als Vorwand für eine Militäraggression
gegen Kuba angenommen werden kann.
Die revolutionäre
Führung Kubas war total der politischen Kosten der
Maßnahmen bewußt, die sich zu treffen gezwungen
sah. Keiner soll denken, daß das nicht gut
analysiert wurde, in allen Aspekten. Uns hat es im
Voraus geschmerzt, viele unserer Freunde und eine
große Anzahl von Personen auf der Welt zu
verletzen, deren Empfindlichkeit aus religiösen,
menschlichen und philosophischen Gründen gegenüber
der Todesstrafe wir sehr gut kennen und in vielen
Aspekten wir selbst teilen.
Vor ein paar Wochen
wollte ein berühmter Schriftsteller mich
interviewen und hatte u.v.a. das Thema Todesstrafe
behandelt. Ich gestatte mir, ein paar Elemente
dieses Gespräch zu zitieren. Ich werde nicht den
Namen des Interviewers nennen.
Der Schriftsteller:
Comandante, in vielen Ländern der Welt wird die
Todesstrafe abgeschafft. Alle Länder der Europäischen
Union haben sie abgeschafft und viele Leute fragen
sich, warum sie in Kuba noch nicht abgeschafft
wurde, wo es so viele soziale Errungenschaften gibt.
Fidel Castro: Ich
denke, es ist eine interessante Frage.
Haben wir die
Todesstrafe in Frage gestellt, als wir Revolutionäre
geworden sind, als wir kämpften, oder als die
Revolution siegte? Haben wir sie in jenen Jahren von
Invasionen, schmutzigem Krieg, Anschlägen und
desweiteren in Frage gestellt? Nein, wir haben sie
wirklich nicht in Frage gestellt. Wir haben über
die Formen, die Verfahrensweisen und die rechtlichen
Aspekte des Themas nachgedacht. Was ist geschehen?
Die politischen Bewegungen mußten sich verteidigen,
sowohl die Revolutionen, als auch die
Konterrevolutionen haben sich mittels
Verfahrensweisen des einen oder anderen Typs
verteidigt. Das Wesentliche für uns war es, uns
durch Normen, rechtliche Verfahren zu verteidigen
und Ungerechtigkeiten zu vermeiden, vor allem alles,
was über das Rechtliche und Juristische hinausging,
zu vermeiden, was wir auf jeden Preis vermeiden und
vermieden haben.
Es heißt nicht, daß
wir bei der Anwendung der Todesstrafe glücklich wären.
Wir haben das aus dieser Sicht als eine Frage von
Leben oder Tod betrachtet. Im Allgemeinen gehen
alle, die sich an solchem Streit beteiligen, von dem
realen Prinzip aus, daß es sich um einen Kampf um
Leben oder Tod handelt. Wenn sich die Revolutionäre
nicht verteidigen, ist ihr Kampfzweck besiegt, und
sie müssen es mit dem Leben bezahlen. (In diesen
Fall könnten wir sagen mit den Leben von Millionen
von Menschen dieses Landes, indem sie kämpfen oder
danach ermordet werden). Das war für uns ein klarer
Gedanke. Und wir haben es während unseres Prozesses
gesehen und gelernt. Viele von denen, die bei
terroristischen Tätigkeiten waren, haben nicht
daran gedacht, sie selbst die Revolution zu
besiegen. Alle waren der Überzeugung, daß die USA
und deren Streitkräfte diejenigen sein würden, die
die Revolution besiegen würden. Die
Konterrevolutionäre waren der festen Überzeugung,
daß ihre Sache aus dem einen oder anderen Grund
siegen würde, in diesem ganz besonderen Fall, weil
gegen die USA gekämpft wurde. Es ging ihnen nur
darum ein paar Verdienste zu sammeln; im Gefängnis
zu sitzen, weder beunruhigte sie nicht viel und
entmutigte sie auch nicht. Sie erwarteten den
Eingriff der Nordamerikaner, um die Revolution zu
besiegen. Wie konnten wir ihnen Halt bieten? Bei den
Konterrevolutionären ist das söldnerische Denken
sehr stark ausgeprägt: sie verteidigen Interessen,
nicht Ideen. Glücklicherweise mußten wir nicht
gegen Fanatiker von Ideen oder Zielen kämpfen. Wir
hatten das Privileg, gegen Leute zu kämpfen, die
grundsätzlich vom materiellen, wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Ehrgeiz bewegt waren. (Erinnert
euch jenes Herrn, der dort nach dem Staatsputsch des
11. April in Venezuela den Eid schwor, und beinahe hätten
ihn die Leibwächter von Chavez selbst festgenommen,
die noch dort waren, denn sie hielten die Garnison,
die es dort gab; sie glaubten, daß das kleine
Bleisoldaten wären, daß jene keine menschlichen
Wesen wären.) Von den Fanatikern wären wir nicht
losgekommen; ich hätte die Hunderte von
Mordversuchspläne, die sie gegen mich erarbeitet
haben, nicht heil überlebt. Als ich Chile 1971
besucht habe, war ich einmal vor (während einer
Pressekonferenz) vor einer Kamera wie dieser (sogar
noch näher) -die uns gefilmt hat-, innerhalb der
Kamera war eine Maschinenpistole. Wenn sie mit
dieser Waffe geschossen hätten, würden sie
sicherlich dort gleich sterben. Aber, wenn das
eigene Leben in Gefahr ist, schießen sie nicht.
Alle, die glaubten,
daß sie am Ende einen Preis erhalten würden, indem
sie Terrorakte verübten, Leute erschossen, Lehrer
ermordeten, Leben von Bauern und Soldaten opferten,
die unsere Kraft bilden, hatten Angst vor dem Tod.
Deswegen sind die schwersten Delikte mit der
Todesstrafe sanktioniert worden. Das war der
vorherrschende Gedanke. Diese Schlacht wurde geführt,
wurde gewonnen, und in der Tat, aus konterrevolutionären
Motivationen, wurde sie seit vielen Jahren nicht
angewandt. Der letzte Mordversuch war auf jenem
Treffen in Panama, welcher von Posada Carriles, dem
Autor der Sprengung des Flugzeuges von Barbados,
organisiert und geleitet wurde.
Der
Schriftsteller.- Auf dem iberoamerikanischen
Gipfeltreffen?
Fidel Castro.- Ja,
und er wurde festgenommen.
Wir haben das durch
Durchdringungsmethoden, durch Informationssuche und
sogar durch technische Methoden entdeckt. Wir können
auch zum Beispiel erfahren, von wo aus jemand mit
einem Funktelefon spricht. Jeder, der technisch
versiert ist, weiß das. Der jetzige Kampf ist, weil
sie ihn aus dem Gefängnis entlassen möchten. Das
alles wurde von den USA aus bezahlt.
So entstand eine
andere Art von Delikt: Sie haben junge Leute aus
Mittelamerika, aus Guatemala, El Salvador und aus
anderen Ländern, geschickt, um für fünf tausend
Dollar Bomben zu legen. Sie sind selbst nicht
gekommen (das heißt, die großen Chefs und Anführer),
das erledigten Sie durch Söldnern. Keiner der zur
Todesstrafe Verurteilten ist hingerichtet worden.
Der
Schriftsteller.- Sind sie zur Todesstrafe verurteilt
worden?
Fidel Castro.- Sie
sind zur Todesstrafe verurteilt worden, aber nicht
hingerichtet worden.
Das bedeutet nicht
den Verzicht auf diese Strafe (d.h., ich beziehe
mich auf das Gesetzt). Das Gesetz, welches Sie
festlegt, ist nicht außer Kraft gesetzt worden,
weil man nicht wissen kann, was für barbarische
Dinge sie gegen Kuba verwenden können. Wenn sie ein
Flugzeug voll Passagiere sprengen, würde unser
Volk, weder Grade, noch einen Straferlaß für
dessen Autoren akzeptieren. In der Regel kann die
Stellungnahme der Leute zu diesem Thema ziemlich
hart sein, obwohl nicht immer muß eine Regierung
alles tun, was die Leute verlangen. In der Tat wird
die Todesstrafe in den letzten Jahren nicht
angewandt, aber man verzichtet nicht auf sie (die
Todesstrafe sowohl wegen der einen Art oder der
anderen Art von Delikt). Ich glaube nicht, daß wir
in einer solchen Welt leben, um so etwas zu machen.
Wenn angefangen
wird, den Terrorismus gegen das Land anzuwenden,
wenn Morde verübt und Kinder in einer Schulen
umgebracht werden, garantiere ich Ihnen, daß es
sehr schwierig wird, unter solchen Bedingungen nicht
auf die strengsten Gesetze zurück zu greifen, weil
ich nicht weiß, was es ist, und wie der Akt, Bomben
in einer Schule im Interesse einer ausländische
Macht bzw. Regierung zu legen, bezeichnet werden
kann.
Die Europäer
stehen nicht unter Blockade, und leiden auch nicht
darunter, daß bei ihnen jeden Tag Bomben gelegt
werden. Ich weiß nicht, was sie gemacht haben, als
sie einige Gruppen, wie die Roten Brigaden, hatten.
Ich habe einige Geschichten darüber gehört, was
mit einigen Mitgliedern der Roten Brigaden passiert
ist. Ich habe auch davon gehört, daß einige
Personen im Ausland hingerichtet worden sind, wie
das beim Fall der Basken zum Beispiel ist.
Der
Schriftsteller.- Meinen Sie zum Beispiel die GAL?,
weil es in Spanien keine Todesstrafe gibt.
Fidel Castro.- Es
gibt keine Todesstrafe, aber jetzt ist das passiert,
was wir niemals gemacht haben, und zwar, daß jemand
hingerichtet wird, und in Europa sind Dutzende von
Personen hingerichtet worden.
Der
Schriftsteller.- Außergerichtlich.
Fidel Castro.- Es
sollte die Geschichte der außergerichtlich
hingerichteten Mitglieder der Roten Brigaden, bzw.
die wirkliche Geschichte der außergerichtlich
hingerichteten ETA-Mitglieder geschrieben werden,
wenn es keine Todesstrafe gibt. Hier gibt es diese
Strafe, aber es gibt keine außergerichtlich
Hinrichtungen, es gibt keinen einzigen Fall.
Damit Sie den
Anschein und die Unterschiede ersehen können, wo
die Wahrheit sein kann, und wo es einige
demagogische und unehrliche Theorien geben kann. Es
gibt alles.
Wir garantieren, daß
es hier niemals eine außergerichtlich Hinrichtung
und daß es niemals Folterung geben wird. Sie können
diejenigen, die die Bomben gelegt haben, fragen, ob
sie ein einziges Wort auf der Grundlage der
Folterung gesagt haben, oder ob sie einmal
geschlagen wurden. Natürlich sind sie keine
Fanatiker, sie sind Söldner, sie erzählen das
sofort, es reicht, daß Sie das unwiderlegbar
beweisen. Sie selbst erklären, wie sie den
Sprengstoff in einem kleinen Fernsehapparat eingeführt
haben, der in der oder jener Farbe verarbeitete
Kunststoff, damit er von den Hunden nicht gerochen
wird, eine Art spezieller Sprengstoff; wo die
Knallstoffe waren, in ganz kleinen Kabeln; die
Digitaluhr, die sie mitgebracht haben, um sie beim
Artefakt einzubauen, und ihn, wenn sie wollten, in fünf
Minuten oder nach 99 Stunden sprengen zu lassen.
Sehr anspruchsvoll.
Dieser wollte ein
Olympiarekord, fünf Bomben, die fast gleichzeitig
explodieren sollten; während; inzwischen die
Stiftung in Miami erklärte, es wären die Leute vom
militärischen Nachrichtendienst und der
Staatssicherheit, die unzufrieden wären, was für
sie korrekt und legitim war. Darüber gibt es einen
Haufen von Veröffentlichungen.
Der Mann aus
Salvador hat mit Gelassenheit viel bei der
Entdeckung der Verfahrensweisen und Techniken, die
Posada Carriles zur Durchführung der
terroristischen Akte gegen die Hotels verwendetet
hat beigetragen (was den schmerzlichen Tod eines
jungen Mannes verursachte). Das hat bei der
Demaskierung der echten Täter, und bei der
Beendigung bis zum heutigen Tag solcher Taten
beigetragen. Ich muß wirklich sagen, daß es eine
außerordentliche Mitarbeit gab. Hier gibt es
Genossen, die erklären könnten, wie weitreichend
er vom ersten Augenblick an beigetragen hat, und er
erhielt sogar Anrufe, sprach, er tat alles, was man
ihn bat und er tat es ruhig. Die Familie kam, sie
sahen ihm. Es gab eine Reihe von Umständen, sodaß
sogar denjenigen, die viele Monate mit diesem jungen
Mann arbeiteten, die Idee sehr unangenehm war, daß
man die Todesstrafe auf ihn anwende wegen des
begangenen Delikts. Das ist die Wahrheit, und ich
gehe ihnen Recht. Hiermit kann ich mich
verantworten. Es gibt immer noch einige, die fragen:
„Aber, wie..? Jener hat einen wichtigen Dienst
geleistet und hat geholfen, andere zu fangen, er wußte
viel. Ja, aber ich muß das mit aller Offenheit
sagen, was in dieser Situation geschah. Fast
jedermann, nachdem er Kenntnis über die Art und
Weise seiner Mitarbeit bekam, reagiert genauso).
Junge Leute wie ihn gibt es potentiell Tausende in
Mittelamerika, die auf die gleiche Weise benutzt
werden können. Es gibt einige, denen bis zwei
tausend Dollar pro Bombe plus Flugticket und
Aufenthaltskosten (von der terroristischen Mafia von
Miami) angeboten wurden. Sie haben die Begünstigung
des Tourismus ausgenutzt.
In Zusammenhang auf
die Kriminelverbrechen, wurde die Todesstrafe bis
Mai 2000 angewandt.
Der
Schriftsteller.- Und wird seitdem nicht angewandt?
Fidel Castro,- Es
wurde keine angewandt seitdem. (Ich sprach etliche
Wochen vor diesen Ereignissen).
Der
Schriftsteller.- Seit drei Jahren?
Fidel Castro.- Das
ist eine Art des sogenannten Aufschubs. Aber ich möchte
doch diesbezüglich etwas hervorheben: Sie ist nicht
abgeschafft. Es gibt zwei sehr schwerwiegende Mordfälle,
wo die Gerichtsverhandlung noch aussteht. Darunter,
einer, wo eine Gruppe von vier Familienangehörigen
umgebracht wurde (zwei Großeltern, die in Miami
wohnhaft waren, einen Enkelsohn, und eine Tochter
von ihnen, und den Kraftfahrer, letzterer wohnhaft
in Villa Clara, die die Reisenden vom Flughafen
abgeholt haben und mit dem Auto auf der Landstraße
zurückfuhren). Es gibt zwei sehr schwere Fälle,
die ein sehr ernstes Meinungsproblem verursachen,
und auch zur Entscheidung offen sind. Es gibt keine
Verpflichtung auf endgültigen Aufschub. ( Man kann
nicht klarer sprechen).
Die Todesstrafe an
sich wird nicht angewandt, aber es ist nicht auf sie
verzichtet worden. Ich erkläre Dir das, weil ich
niemanden belügen möchte.
Wir sind dabei, das
Delikt und dessen Ursachen zu prüfen. Wir führen
allerart Untersuchungen durch. Es gibt Fälle von so
abscheulichen Verbrechen, die den Schein haben, von
geistesgestörten Personen verübt zu sein. Jemand,
der Rechtswissenschaft studiert hat, weiß, daß es
ein Rechtsprinzip gibt, nachdem der geistesgestörte
Mensch unzurechnungsfähig ist.
Wieviel
Untersuchungen sind auf der Welt über die geistigen
Ursachen durchgeführt worden, sie können genetisch
bedingt oder, und Probleme bei Leuten hervorrufen,
durch Unfall verursacht sein und Probleme bei den
Leuten hervorrufen, und Sie werden gewalttätig.
Welche sind die genetische Agenten oder Unfälle,
welche die Funktion des menschlichen Geistes so
beeinträchtigen, daß diese Menschen zu Monstern
werden? Wir sind dabei alle diese Faktoren zu
untersuchen.
Ich bin der
Meinung, daß einer Zukunft entgegen gehen, in der
wir in der Lage sind, die Todesstrafe in unserem
Land abzuschaffen, nicht von einfachen
philosophischen Fragen ausgehend, sondern von einem
tiefgreifenden Gerechtigkeits- und Humanismusgefühl
ausgehend.“
Es ist so, daß die
wirklichen, tiefgreifenden Untersuchungen des
menschlichen Geistes und der Faktoren, die zum
Delikt führen nirgendwo studiert worden sind. Ich
glaube, daß Kuba das erste Land ist, das diese
Untersuchung schweigend durchführend, aber
arbeitet. Schon an dem 30. dieses Monats werden alle
verhinderten Personen, darunter besonders die,
welche irgendeinen geistigen Schaden haben von
Diplomgenetiken besucht worden sein. Und wir sind
dabei, viele Sachen zu entdecken. Es hat niemals
jemand diese Untersuchung gemacht, und es gibt
niemanden, der Das heute tun kann, oder sich bemüht,
es zu tun. Wir, die „Menschenrechtsverletzer“
sind es, die es tun, denn wir haben ein Volk, ein
menschliches Kapital, die Anzahl von Ärzten, die
wir wollen, die Mittel und den eisernen Willen ab
dem ersten Tag um die Gesundheit der Menschen zu kämpfen,
und für die menschlichen Wesen zu kämpfen.
Ich habe schon
gesagt, wieviel Menschenleben in diesem Land selbst
gerettet wurden, als die Kindersterblichkeit auf die
niedrigste Kennziffer dieser Hemisphäre gesenkt
wurde und auf eine der niedrigsten der Welt,
niedriger als die der Vereinigten Staaten, bei den
großen Ressource, die 3000 Ärzte, die in den
Integralprogrammen der Länder arbeiten, mit denen
wir zusammenarbeiten ohne einen Cent zu verlangen
Noch mehr,
heutzutage kann man auf der Welt kein Programm gegen
AIDS in Afrika machen, kein seriöses, wirkliches
Programm, wenn man mit diesem Land
„Menschenrechtsverletzer“ nicht reichen kann.
Stellen Sie vor,
wieviel Hypokresie es bei alledem gibt, und alles
das muß man debattieren und diskutieren, damit die
Märchen in Bezug darauf aufhören.
Ich bin der
Auffassung, daß wenn man über alles, was ich erwähnt
habe tiefgreifend nachdenkt, wird man zu der Schlußfolgerung
kommen, daß es immer Leute geben wird, die aus
strikter gesellschaftlicher Notwendigkeit und nicht
als Strafe isoliert sein müssen.
Felipe Gonzalez,
der uns in diesen Tagen so oft angegriffen hat, war
der spanische Regierungschef, als Dutzende von
ETA-Mitgliedern außergerichtlich hingerichtet
wurden. Zu sagen, daß ihm darüber nichts bekannt
war, ist eine Erklärung von Dummen, bzw. Eine
zynische Erklärung.
Aznar, der gegenwärtige
spanische Regierungschef und Alliierter der
Supermacht beim Massaker des irakischen Volkes, war
derjenige, der am 13. April 1999 in einem ungewissen
Zeitpunkt des Krieges gegen Jugoslawien auf einem
Treffen mit dem US-Präsident, ihm wortwörtlich
empfohlen hat: „Wenn wir in einem Krieg sind, führen
wir ihn vollständig durch, um ihn zu gewinnen, und
nicht nur ein bißchen. Wenn wir während eines,
drei Monaten aushalten müssen, tun wir das. Ich
verstehe nicht, warum wir den serbischen Rundfunk
und das Fernsehen noch nicht bombardiert haben.“
Stunden später befiehl die NATO den Beginn der
Phase 2, und die Intensität der Bombardierungen erhöht
sich wie die Zahl und Verschiedenheit der zu zerstörenden
Ziele.
Am 14. April war
eine Kolonne von albanischen Flüchtlingen in Kosovo
das Ziel eines Luftangriffes, wobei 85 von ihnen,
ohne die Verletzten zu rechnen, umgekommen sind.
Eine Raffinerie und eine Wohnsiedlung von Belgrad
wurden zerstört; 300 zusätzliche Flugzeuge sind zu
den NATO-Kräften hinzugekommen.
Am 16. April
wachsen die Bombardierungen auf Fernsehsender und Brücken.
Am diesem gleichen Tag fand der stärkste
Generalangriff in zwei Wochen statt.
Zwischen dem
Sonnabend Nachmittag, dem 17. und den Vormittag vom
18. April haben die NATO-Flugzeuge 500
Angriffsaktionen durchgeführt, wobei Raffinerien,
Brücken, Fabriken und Dutzenden von weiteren
zivilen Zielen bombardiert wurden, was von der NATO
selbst als die aktivsten 24 Stunden des Kriege
bezeichnet wurde.
Am 18. April werden
die Ölraffinerien und die chemischen Werke in
Belgrad und Novi Sad angegriffen und zerstört, und
die Landstraße, die Belgrad mit Podgorica, der
Hauptstadt von Montenegro, verbindet, wurde
unbrauchbar gemacht.
Es ist bekannt, daß
zwei Tage davor die Angreifer angefangen haben,
GBU-27-Bomben anzuwenden, die als „sismische“
Bomben bezeichnet werden, weil sie den Panzerbeton
durchdringen, und ein starkes Beben hervorrufen,
welches den Einsturz des Gebäudes und die Beschädigung
der vieler anderer unmittelbaren Nähe bewirken.
Am 19. April werden
die Zivilbauten von Belgrad und Novi Sad, die
Siedlungen von Paracin, Kraligevo und Sremska
Mitrovica angegriffen. Die NATO gibt zu, es könnte
durch einen Irrtum ihrerseits verursacht worden
sein.
Am 21. April greift
die NATO den privaten Wohnsitz des Präsidenten von
Jugoslawien, das Gebäude der Sozialistischen
Partei, drei Fernsehsender und 20 Unternehmen im
kommerziellen Zentrum Usche an.
Am 22. April zerstören
zwei NATO-Raketen die letzte Brücke über die Donau
und Novi Sad, wodurch der Straßen- und
Eisenbahnverkehr gesperrt wurde, und acht Übertragunsstationen.
Es ist bekannt, daß
in diesen Momenten die Krankenhäuser bereits nur
Notfälle behandelt haben, und in Belgrad waren
Dutzende von Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und
19 Jahren kurz vor dem Sterben, weil die Mittel zur
Durchführung von Dialysen fehlten.
Am 23. April, um
2:20 Uhr wurde die serbische Fernsehzentrale mitten
in Belgrad völlig zerstört. Während des Angriffes
sind 16 Personen umgekommen, 19 weitere wurde
verletzt, darunter zahlreiche Journalisten, und
andere 20 waren von den Trümmern eingesperrt.
Die NATO macht
bekannt, daß sie die Angriffe gegen die
Kommunikationen, den Rundfunk und das Fernsehen
richte.
In einem
53-seitigen Bericht hat Amnesty International ihr
weißt schon, wie sie sind diesen Angriff gegen den
serbischen Rundfunk und das Fernsehen als ein
Kriegsverbrechen bezeichnet, da es sich um einen
direkten Angriff gegen ein ziviles Objekt handelte.
Es waren nur zehn
Tage vergangen, seit der Ratschläge vom Herrn Aznar
während seines Treffens mit dem US-Präsidenten.
Ich bitte Herrn
Aznar darum, daß er sagt, ob das wahr ist, oder
nicht. Hier habe ich ein wichtiges Dokument
vorliegen. Es ist lang, es hat mehr als 15 Seiten.
Die Anwendung in
Kuba der Todesstrafe auf die Entführer hat, aus
offensichtlichen Gründen, die schon vorher erklärt
wurden, viel mehr Unverständlichleit auf
internationaler Ebene erweckt als die Verhaftung der
Söldner der US-Regierung. Dazu kam die von den das
Medien Imperium und dessen Alliierten entfesselte Überschwemmung
von Lügen und Desinformation. Bedauerlichweise
haben Personen, die von unserem Volk geschätzt
werden, sich bleibt, Meinungen und Urteile zu äußern,
ohne zur Berücksichtigung werte Tatsachen und
Realitäten zu kennen. Wir haben auch diese Risiken
berechnet und vorgesehen, und beabsichtigen nicht,
daß sie unsere Standpunkte teilen.
Es gibt auch viele
ehrliche Revolutionäre in unserem Land, die gegen
die Todesstrafe sind, aber trotzdem die heilige
Pflicht verstehen, dafür zu kämpfen, damit
vermieden wird, daß Millionen Kubaner von denen
erschossen werden, die versuchen, allen Völkern der
Erde eine nazi-faschistische Welttyrannei
aufzuerlegen.
Wenn ich vom
Faschismus spreche, meine ich nicht das interne
politische System der USA. Man kann dem US-Volk
viele Rechte wegnehmen oder verringern, aber niemand
könnte dort eine faschistisches Regime einsetzen.
Ich spreche von einer von der US-Regierung auf der
Grundlage der unendlich großen Militärmacht dieses
Landes auferlegten Weltordnung. Solche Bezeichnung
verwende ich nicht einmal auf die nordamerikanischen
Militärs, die, wie bei den alten romanischen
Legionen, in der Tradition der strikten Erfüllung
der erhaltenen Befehle erzogen sind.
Wenn es vor kaum 60
Jahren einen Holocaust des jüdischen Volkes gegeben
hat, geht es heute darum, den Holocaust von
Dutzenden von Völkern zu vermeiden, die bedroht
sind angegriffen und sogar ausgerottet zu werden,
da, wie bereits angekündigt, alle Waffen für einen
vorbeugenden und überraschenden Angriff „in jeder
dunklen Ecke des Planeten“ angewandt werden können.
Die als westlich
und christlich bezeichnete Welt sollte dieser Realität
bewußt werden, bevor es zu spät ist, wie es
scheinbar passiert, vor dem riesigen Holocaust, den
die Armut, der Hunger, die Unterentwicklung, das
Fehlen an Bildung und Gesundheit, die neoliberale
Globalisierung und die gegenwärtige wirtschaftliche
und gesellschaftliche Ordnung, die der Menschheit
auferlegt wurde, die jedes Jahr Dutzende von
Millionen Menschen der Länder der Dritten Welt tötet,
hervorrufen.
Die kubanische
Nation ist stolz auf ihre Intellektuellen, Künstler,
Wissenschaftler und allen ihre Fachkräfte mit
Hochschulabschluß, die praktisch einstimmig die
Erklärung des Nationalrates der Schriftsteller und
Künstler Kubas unterstützt haben, in der zur Gründung
einer antifaschistischen Weltfront aufgerufen wird.
Besonderen Stolz
zeigt unser Volk ebenfalls auf die brillante Gruppe
von Intellektuellen und Künstlern von
internationalem Prestige, die die „Botschaft aus
Havanna für weit weg befindliche Freunde“
lanciert haben.
Unzählige
Intellektuelle, Künstler, Wissenschaftler und
Professionelle aus dem ganzen Land haben ihren
vehementen Wunsch geäußert, diese bereits
historische und vorbildliche Botschaft mit zu
unterzeichnen. Sie möchten den Beweis ihrer
Zustimmung für die heutigen und künftigen
Generationen festhalten. Hunderte von Tausenden
werden diese Worte unterzeichnen, mit denen mit
Courage angeklagt wird, daß unser kleines Land
heute, wie niemals zuvor, von der Supermacht bedroht
ist, die planetenweit eine faschistische Diktatur
aufzuzwingen versucht.
Unser solidarisches
und tiefgreifendrevolutionäres Volk ist auf seine fünf
vom Imperium gefangen gehaltenen Helden stolz, die
die Charakterfestigkeit einer kämpferischen und
heldenhaften Nation zeigen, welche die Herrscher der
Welt nicht ignorieren sollen, weder Hans Hertell,
US-Botschafter in der Dominikanischen Republik, noch
der ehrenwerte Bruder des Herrn Präsidenten der
Vereinigten Staaten aus der Florida, die uns waren,
daß der barbarische Krieg gegen das Volk Iraks eine
Botschaft für Kuba ist. Es ist auf jeden Fall nicht
nur eine Botschaft für Kuba, sondern eine
faschistische Botschaft für die Welt.
Auch nicht die
sogenannten „Dissidenten“ sollten es ignorieren,
die heute davon leben, die Regierungspläne der
Supermacht zu unterstützen, die Kuba vernichten
will, dem sie eine faschistische Tyrannei auf
Planetengröße aufzwingen wollen, wie die Botschaft
für die Freunde lautet, die weit weg sind.
Kuba kämpft heute
gegen den Siebenmeilenriesen, den Marti als erster
entdeckt hat und dessen Schritte sich nicht nur auf
die Länder unseres Amerika ausstrecken, sehen sind
sondern auf alle Regionen des Planeten.
Wir danken allen
tapferen Freunden Kubas auf der Welt, die es
verstanden haben, Kuba in diesem glorreichen Moment
zu verteidigen! Wir werden rechtschaffen und
konsequent bleiben, wie wir von 1959 bis zum
heutigen Tag gewesen sind. Sie werden niemals Grund
haben, sich Ihrer noblen Unterstützung zu schämen!
Immer vorwärts zum
Sieg!
Die Völker werden
siegen!
(Beifall)
(Übersetzung:
ESTI)
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