Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

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Havanna, 29 Juli 2010

 

Zwangsaufenthalt Gerardos in einer Strafzelle wird aufgedeckt
• Trotz festgestellter gesundheitlicher Schwierigkeiten wurde er erneut ins Loch gesperrt Mehr als drei Monate ohne medizinische Betreuung

Lino Lubén Pérez

Ricardo Alarcón, Präsident der Nationalversammlung der Poder Popular, deckte die Zwangssituation auf, der Gerardo Hernández Nordelo, einer der fünf kubanischen Antiterroristen, die widerrechtlich in den USA gefangen gehalten werden, zum wiederholten Male unterworfen ist.

"Hernández Nordelo befindet sich seit dem vergangenen 21. Juli wieder im Loch und die Bemühungen Kubas, um Kontakt zu den Gefängnisbehörden und zum State Department im Interesse der Klärung der Situation aufzunehmen, sind erfolglos geblieben", sagte Alarcón in Presseerklärungen im Palast der Konventionen von Havanna.

Alarcón bewertete den Umstand als sehr ernst, da sich Gerardo in einer sehr kleinen Zelle befindet, von nur zwei mal einem Meter, die er mit einem anderen Gefangenen teilt, und wo es fast keine Belüftung gibt, nur ein kleines Luftloch, das sich weit oben in einer Wand befindet.

"Der Regierung der USA ist bekannt, dass Gerardo körperliche Beschwerden hat, wegen derer er seit dem vergangenen Monat April gefordert hatte, von den Ärzten untersucht zu werden, die ihm endlich am 20.Juli eine Konsultation gaben, bei der Probleme diagnostiziert wurden, die einer Behandlung bedürfen."

"Scheinbar handelt es sich um ein Problem mit einer Bakterie, die nach Angaben des Arztes unter den Gefängnisinsassen umgehtund die sogar einige schwere Fälle verursachte, und wir wissen nicht, ob das bei Gerardo der Fall ist, da man bei ihm keine Analysen vorgenommen hat, obwohl man ihn am Tag nach der Konsultation ins Loch steckte."

Er fügte hinzu, dass "Gerardo auch Veränderungen im Blutdruck aufweist, was verständlich ist, denn unabhängig davon, dass er ein junger Mann von nur 45 Jahren ist, befindet er sich seit fast 12 Jahren unter sehr schwierigen Bedingungen in Haft, die er standhaft erträgt."

"Wir sind um seine Gesundheit besorgt—und vor allem wegen des Fehlens einer fachärztlichen Behandlung—, die durch das Loch verschlimmert wird, weil die Umgebungstemperatur im Gefängnis 35 Grad Celsius übersteigt", warnte er.

"Dies ist eine sehr ernste Situation, die wir anzeigen. Wir verfolgen die Ereignisse, die hoffentlich sofort oder morgen enden. Wir bemühen uns mit allen Mitteln und haben Kontakt zu seinen Anwälten aufgenommen, aber wenn es keine Definition gibt, muss die Nationalversammlung handeln", bedeutete er.

"Seitdem wir inoffiziell davon wissen, haben wir uns bei den US-amerikanischen Behörden beschwert und keine erklärende Antwort zu den Geschehnissen erhalten, warum er bestraft worden ist", brachte er zum Ausdruck.

"Kürzlich besuchte ihn seine Schwester Isabel und fand die Bedingungen bestätigt, unter denen er sich befindet, denn er kam mit Ketten an Händen und Füßen zum Besuch und sie sprachen per Telefon durch eine Glaswand, eine Bedingung, die den bestraften Gefangenen aufgezwungen wird", brachte Alarcón in Erinnerung.

"Wir haben keinerlei Erklärung und es erregt unsere Aufmerksamkeit, dass Gerardo von mehreren Offizieren des Federal Bureau of Investigation zitiert wurde, die ins Gefängnis kamen und an seiner Verbannung ins Loch teilnahmen. Offenbar handelt es sich nicht um eine reine Aktion des Gefängnisses", sagte er.

"Kurios ist, dass es bereits das dritte Mal in diesem Prozess der ungerechten Inhaftierung unserer Fünf Helden ist, dass Gerardo in Zeiten des Berufungsverfahrens ins Loch geführt wird.

Er müsste mit seinen Anwälten an der Begründung seines Hábeas Corpus arbeiten, und das weiß die US-Regierung", stellte der Präsident des kubanischen Parlaments fest.

"Gegenwärtig kann Gerardo keinen Kontakt zu seinen Anwälten haben, noch Korrespondenz erhalten und nicht einmal telefonieren, er ist komplett abgeschieden und dies darüber hinaus unter gesundheitlichen Bedingungen, die seine Integrität gefährden, welche vollkommen der Verantwortung der Regierung der Vereinigten Staaten unterliegt", bedeutete er.

Alarcón machte seine Aussagen gegenüber Vertretern der Presse des Landes, die zur V. Ordentlichen Sitzungsperiode der Nationalversammlung des Poder Popular akkreditiert sind, deren 12 Arbeitsausschüsse heute ihre Beratungen fortsetzen. (AIN)
 

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