Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

w e i t e r e   i n f o r m a t i o n e n

Havanna, 28. September  2010

 

Sanktionen, Belagerung und Konfrontation sind keine Wege, um den Frieden und die Sicherheit zu erhalten

DER kubanische Außenminister Bruno Rodríguez hob hervor, dass Sanktionen, Belagerung und Konfrontation keine Wege sind, um den internationalen Frieden und die Sicherheit zu erhalten, als er am 27.September auf der Allgemeinen Diskussion der 65.Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen sprach.

Sanktionen, Belagerung und Konfrontation sind keine Wege, um den Frieden und die Sicherheit zu erhalten„Im Gegenteil—setzte der hinzu—, der Dialog, die Verhandlung und die Bindung an das Prinzip der souveränen Gleichheit der Staaten sind der einzige Weg, um den Krieg zu vermeiden.“

 Der Minister begann seine Intervention, indem er daran erinnerte, dass am Vortag “50 Jahre seit der ersten Rede des Comandante en Jefe Fidel Castro in diesem Saal“ vergangen waren,“mit jenem denkwürdigen Satz: ‘Die Philosophie der Enteignung soll verschwinden, und so wird die Philosophie des Krieges verschwinden!’"

 Nachdem er darauf verwies, dass 60 Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg sterben mussten, damit die damaligen Regierungschefs die Vereinten Nationen mit dem Ziel schufen, die folgenden Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren, prangerte Rodríguez an, dass “ wir Kinder und Enkel jener Generation heute konstatieren, dass die menschliche Gattung Gefahr läuft, unterzugehen”.

 “Während wir hier beraten, bereiten, wie Genosse Fidel gewarnt hat, mächtige und einflussreiche Kräfte in den Vereinigten Staaten und Israel das Szenarium für einen militärischen Angriff gegen die Islamische Republik des Iran vor” sagte er.

 Im Folgenden unterstrich er, dass, wenn die Aggression vollzogen würde, dies ein Verbrechen gegen das iranische Volk und einen Angriff auf den Frieden und das Internationale Recht darstellen würde, der einen Konflikt zur Auslösung bringen würde, welcher sicherlich nukleare Dimension annehmen würde, mit einem Preis von Millionen Menschenleben und unberechenbaren Auswirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft und die Stabilität der Welt.

 Die Kriege gegen den Irak und Afghanistan beweisen, so fügte er hinzu, dass man nicht einer oder nur wenigen Regierungen die Befähigung anvertrauen sollte, zu bestimmen, wann die diplomatischen Gespräche, um einen Krieg zu vermeiden, versagt haben, wann die Anwendung von Waffen unausweichlich ist, wann der Tod von Hunderttausenden oder Millionen Menschen und die Destabilisierung einer großen Region oder des ganzen Planeten nicht abwendbar ist.

 Der Kubanische Außenminister warf die Dringlichkeit auf, die Vereinten Nationen radikal zu reformieren und die Befugnisse des Generalrats wieder herzustellen.

Im Weiteren hob er hervor, dass die schweren Gefahren, welche Atomwaffen aufwerfen, nur gelöst werden, indem man diese vollkommen abschafft und ein absolutes Verbot über sie verhängt, und rief die Vereinigten Staaten als wichtigste Atommacht dazu auf, “aufzuhören, sich Verhandlungen von verbindlichen Abkommen zu widersetzen, die es erlauben, uns in einem vorausbestimmten Zeitraum definitiv von einer solchen Bedrohung zu befreien”.

 Rodríguez wies darauf hin, dass die Überschwemmungen, die Pakistan, Mittelamerika und zahlreiche Länder in verschiedenen Breiten geißelten und die Dürreperioden und extremen Temperaturen, die Russland heimsuchten, eine dramatische Erinnerung an die Gefahren des Klimaungleichgewichts sind, vor denen “keine kleinlichen Interessen oder volle politische Terminkalender Vorrang haben sollten, die es verhindern“, auf dem nächsten Weltklimagipfel „konkrete und verbindliche Übereinkünfte anzunehmen.“

 An anderer Stelle seiner Rede bat der Kubanische Außenminister für “das kämpfende Venezuela” um die gesamte Solidarität der internationalen Gemeinschaft. Der Sieg bei den Parlamentswahlen, sagte er, beweist die auf breiter Mehrheit beruhende Unterstützung durch das Volk für Präsident Chávez und für die Bolivarianische Revolution, die mit der US-amerikanischen Einmischung und den Kampagnen der Lügen und Desinformation von Seiten oligarchischer Gruppen und Medienemporien konfrontiert werden.

 Ebenso forderte er, dass die Versprechen der internationalen Hilfe für Haití nach dem verheerenden Erdbeben, das diese karibische Nation erlitt, verwirklicht werden.

 Der Minister für Auswärtige Beziehungen wiederholte gegenüber der Regierung der USA im Namen des Präsidenten Raúl Castro die Bereitschaft Kubas, in einem Klima des Friedens, der Achtung der souveränen Gleichheit zusammen zu leben, „was wir auf ausdrückliche Weise über offizielle Kanäle mitgeteilt haben“.

 “Ich bin überzeugt davon, dass die Entwicklung von Beziehungen, die auf dem Internationalen Recht und den Zielen und Prinzipien der  Vereinten Nationen beruhen, es Kuba und den Vereinigten Staaten erlauben würde, viele ihrer Meinungsverschiedenheiten behandeln und andere lösen zu können. Dies würde dazu beitragen, eine geeignete Athmosphäre zu schaffen, um zu versuchen, die Probleme unserer Region zu lösen und würde gleichzeitig wesentlich den Interessen unserer beider Völker dienen”, brachte er zum Ausdruck.

 Er fügte hinzu, dass die Agenda des Dialogs und die Initiativen der bilateralen Zusammenarbeit, die von Kuba der Regierung von Präsident Obama am 14.Juli 2009 vorgestellt wurden, jedoch noch nicht beantwortet worden sind.

 “Die US-amerikanische Regierung hat keine Bereitschaft gezeigt, die essentiellen Fragen der bilateralen Agenda zu behandeln, weshalb die durchgeführten offiziellen Gespräche, die ohne größeren Erfolg blieben, auf spezifische Angelegenheiten begrenzt waren”, stellte er fest, um zu unterstreichen: “Das Hauptelement in den bilateralen Beziehungen ist die Wirtschafts- Handels- und Finanzblockade, die die Regierung der Vereinigten Staaten gegen mein Land durchsetzt, direkt und über die extraterritoriale Anwendung ihrer Gesetze. Sie war Gegenstand von 18 Beschlüssen, die mit der fast einstimmigen Unterstützung der Mitgliedsstaaten konsequent ihre Beseitigung forderten”.

 Es ist zutiefst unmoralisch, dass die Vereinigten Staaten Kuba willkürlich auf die unechte Liste der Förderung des internationalen Terrorismus setzen. Unsere Forderung und der universelle Aufruf, sofort die fünf kubanischen antiterroristischen Kämpfer zu befreien, die seit bereits zwölf Jahren in Gefängnissen dieses Landes politische Gefangene sind, ist gut bekannt. Dies wäre ein Akt der Gerechtigkeit, der es Präsident Obama erlauben würde, wahre Verpflichtung im Kampf gegen den Terrorismus in unserer eigenen Hemisphäre zu bezeigen, betonte er.

 Nachdem er zum Ausdruck brachte, dass der Präsident der USA noch die Möglichkeit hat, eine historische Berichtigung einer Politik des Völkermordes zu machen, die noch aus dem Kalten Krieg stammt, seit fünfzig Jahren andauert und vollkommen gescheitert ist,  beendete der Außenminister seine Rede, indem er unterstrich, dass die Kubanische Revolution auf jeden Fall unnachgiebig und hartnäckig den Weg beibehalten wird, den unser Volk souverän entschieden hat und im Sinne Martís und Fidels nicht in seinem Bestreben nachgeben wird, "die ganze Gerechtigkeit zu erringen".
 

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