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S E R - A M E R I K A |
Havanna, 9. Mai 2012 |
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Zahl der ermordeten Journalisten
in Honduras steigt auf 21
TEGUCIGALPA, 8. Mai (PL).— Mindestens 21
Journalisten sind in Honduras seit dem Amtsantritt
von Präsident Porfirio Lobo, vor drei Jahren,
gewaltsam ums Leben gekommen, prangerte heute der
nationale Beauftragte für Menschenrechte, Ramón
Custodio, an.
Der Menschenrechtler verurteilte die im Land
verbreitete Gewaltanwendung gegen Journalisten, die
sich nach dem Staatsstreich gegen den ehemaligen
verfassungsmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya,
am 28. Juni 2009, verstärkt habe, heißt es in der
Tageszeitung La Tribuna.
Honduranische Pressemedien führten im Einzelnen an,
dass es sich bei dem letzten ermordeten Journalisten
um Erick Martínez Ávila handelt, dessen Leiche am
Montag in einem Abwasserkanal des Dorfes Guasculile,
an der in das Departamento Olancho (im Nordosten)
führenden Landstraße, aufgefunden wurde.
Der 32-jährige Akademiker gehörte dem für die Rechte
der Homosexuellen eintretenden Kukulcán-Verband an
und hatte an der Gründung der Bewegung für
Diversität im Widerstand teilgenommen.
Die Gruppierung Fuerza de Refundación Popular,
eine Strömung der Partei Libertad y Refundación
(Freiheit und Neugründung), die aus der nach dem
Staatsstreich gegründeten Frente Nacional de
Resistencia Popular (Nationalen Front des
Volkswiderstandes) hervorgegangen ist, hatte Ávila
als Kandidaten für die Funktion des Abgeordneten des
Departamentos Francisco Morazán aufgestellt.
Der Polizei nach wies der leblose Körper des sozial
engagierten Aktivisten weder Wunden noch
Schlagspuren auf. Später erwies sich aber Ersticken
durch Erwürgen als Todesursache, enthüllte der
Radiosender Radio Nacional de Honduras.
Bevor Ávila ums Leben kam, war sein 54-jähriger
Kollege Fausto Elio Hernández in der Gemeinde Sabá,
600 Kilometer nordöstlich von Tegucigalpa, mit
Machentenhieben getötet worden.
Honduras, das Land mit der höchsten Rate an
Gewalttätigkeiten der Welt, verzeichnet 86,5 Morde
auf 100.000 Einwohner und alle 74 Minuten kommt ein
Mensch gewaltsam ums Leben.
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