Zweite Gruppe der
Brigade "Henry Reeve" in Port-au-Prince
Juan Diego Nusa
Peñalver
IN Erfüllung der Verpflichtung der kubanischen
Regierung, 300 Ärzte und Krankenschwestern
zusätzlich nach Haiti zu schicken, um der
Choleraepidemie zu trotzen, traf die zweite Gruppe
von 65 Helfern des Internationalen
Fachärztekontingents für Katastrophensituationen und
Schwere Epidemien "Henry Reeve" in Port-au-Prince
ein, um sich umgehend der Bekämpfung der Krankheit
anzuschließen, die seit Mitte Oktober dieses Jahres
den Tod von mehr als 2.000 Haitianern verursacht hat.
Unser Botschafter hier, Ricardo García Nápoles,
Dr. Lorenzo Somarriba López, der kubanische
Vizegesundheitsminister und Generalkoordinator der
Kubanischen Medizinbrigaden, sowie Dr. Alina
Cárdenas Díaz, Parteisekretärin des Kollektivs, und
andere Vertreter, empfingen die Mitglieder der
Henry-Reeve-Brigade, die sich den bereits mehr als
tausend Gesundheitshelfern aus Kuba in Haiti
anschließen, von denen die meisten dem Integralen
Programm für Gesundheit (PIS) angehören. Sie kamen
nach Haiti, um die Gesundheit seines Volkes zu
verbessern und sich dieser schweren Krankheit zu
stellen, von der insgesamt bereits über 91.000
Haitianer betroffen sind.
Die neue Gruppe mit Erfahrungen in der Behandlung
von Opfern von Naturkatastrophen in Ländern wie
China, Pakistan, Guatemala, Indonesien, Bolivien,
Chile und in Haiti selbst, wird in acht der zehn
Provinzen des Landes eingesetzt, in denen ca. zehn
Millionen Menschen leben.
Dieser Gruppe gehören 14 in der
Lateinamerikanischen Medizinschule (ELAM)
ausgebildete Ärzte aus Bolivien, Mexiko, Peru,
Ecuador, Paraguay und Kolumbien an, alle Absolventen
der Fachrichtung Umfassende Allgemeinmedizin.
Die Neuankömmlinge sind vorübergehend in Zelten
des Operationszentrums der ehemaligen Botschaft der
Bolivarianischen Republik Venezuela in Haiti
untergebracht.
Der venezolanische Botschafter in Haiti, Pedro
Antonio Canino, der sie ebenfalls begrüßte, sagte,
dass diese gemeinsamen Bemühungen Teil der
strategischen Allianz der revolutionären Regierungen
beider Länder zugunsten des Lebens bedürftiger
Menschen Unseres Amerikas sind.
"Es gehört zur Strategie, die vor vielen Jahren
der Comandante en Jefe Fidel Castro und der
Kommandant Hugo Chávez entworfen haben", ergänzte
er.
DIE PROTAGONISTEN HABEN DAS WORT
Der Arzt Raymundo Díaz Hernández aus Mexiko und
Leiter dieses Kollektivs der ELAM sagte, es sei sein
erster internationalistischer Einsatz und seine
Feuertaufe im Beruf.
"Die Idee von Fidel, die ELAM zu gründen, ist
etwas sehr Humanitäres, weil wir beweisen, dass die
Ausbildung von Ärzten mit der Berufung zu dienen
überall in der Welt viele Leben retten kann, und das
tun wir heute in Haiti", stellte er fest.
Die Krankenschwester aus Ciego de Ávila, Vilma
Pérez Fernández, deren Mutter im Land von Toussaint
Louverture geboren wurde und perfekt Kreolisch, die
Sprache Haitis, spricht, sagte, sie sei stolz,
diesen zweiten Einsatz bei einem so bescheidenen
Brudervolk leisten zu können, das medizinische Hilfe
braucht. Vorher sei sie, wie sie sagte, von 1999 bis
2001 als Mitglied des Integralen
Gesundheitsprogramms hier gewesen.
Die Brigade behandelte bis zum 10. Dezember in 44
Choleraheilzentren 32.931 Cholerakranke,
durchschnittlich 600 täglich. Es starben 259
Patienten, womit eine niedrige Sterberate von 0,79 %
verzeichnet wird.