Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R   A M E R I K A

Havanna, 6. Januar 2011

 

Kubanische Gesundheitshelfer beenden die Montage eines wichtigen Cholera-Heilzentrums

Juan Diego Nusa Peñalver

DIE kubanische Medizinbrigade montierte in Haiti in Rekordzeit ein Cholera-Zeltkrankenhaus mit 100 Betten in dem bevölkerten Hauptstadtvorort Carrefour (Kafou auf Kreolisch) mit mehr als 400.000 Einwohnern, der an einem Berg ca. 20 Kilómeter von Port-au-Prince entfernt liegt.

In dem neuen Heilzentrum, das aus sieben Arealen zur integralen Behandlung von Cholerpatienten besteht, sind 32 kubanische Gesundheitshelfer tätig.

Betrachtet als das südliche Eingangstor zur Hauptstadt, richtete die Brigadeleitung das Medizinische Zentrum in diesem Gebiet ein, weil die Choleraepidemie aufgrund der Konzentration einer der ärmsten Bevölkerungsgruppen des Landes, die in unzumutbaren hygienischen Umweltbedingungen lebt, von hier aus stark um sich greifen könnte.

Hier in Kafou, was auf Kreolisch Kreuzweg bedeutet, verursachte das Epizentrum des schweren Erdbebens von 7,0 Grad auf der Richterskala, das Haiti am 12. Januar 2010 heimsuchte, enorme Schäden in der Infrastruktur, besonders an den Wohnungen, und ließ die Abwasserentsorgung und Müllabfuhr kollapsieren.

Einige der verarmten Bewohner erzählen, dass sie früher stoisch die Schrecken der traurig berühmten Tonton Macoutes (paramilitärische Truppen) ertragen mussten, die Ausschreitungen der tyrannischen Papa- und Baby- Doc-Duvalier-Dynastie; Erdbeben, Hurrikans, und jetzt der Cholera ausgesetzt sind, von der es schon Fälle gibt.

Mit Carrefour betreut die Brigade 38 Choleraheilstätten. Teils sind es angepasste Einrichtungen, teils neue Zentren, in denen bisher 34.309 Patienten behandelt wurden, davon 11.181 Kinder unter 15 Jahren. Dank der kubanischen Gesundheitshelfer, die sich nicht einen Augenblick von ihren Kranken trennen und alles tun, um ihnen das Leben zu retten, liegt die Sterberate bei 0,75 %.

Von den 20 Cholera-Heilzentren, die Kuba in Haiti einzurichten vorhat, arbeiten bereits die in Mirebalais, Hinche, Saut d'Eau, L'Estere, Plateau, Plaine du Nord, Belladere, Plaissance und jetzt Carrefour. Vorgesehen sind weitere elf dieser Art.

Das hatianische Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung meldete bis heute mehr als 97.595 Cholerakranke, von denen 2.193 starben, bei einer Sterberate von 2,3 %.

WEITERE HENRY-REEVE-GRUPPEN EINGETROFFEN

Auf dem Internationalen Flugplatz Toussaint Louverture, in Port-au-Prince, traf inzwischen die dritte Gruppe von 56 Mitgliedern des Internationalen Fachärztekontingents für Katastrophensituationen und Schwere Epidemien "Henry Reeve" ein. Die kubanische Regierung ist die Verpflichtung eingegangen, zur Unterstützung der haitianischen Behörden bei der Bekämpfung der Epidemie 300 Helfer zusätzlich zu entsenden.

Damit stieg die Zahl in ganz Haiti auf insgesamt 1.063 Helfer an.

TEAMARBEIT IN THOMAZEU

Die Philosophie von der Einheit, um einen so mächtigen Feind wie die Cholera zu besiegen, ist eine der Stützen bei der Arbeit der kubanischen Gesundheitshelfer im Bezugskrankenhaus der Gemeinde Thomazeu, in der Westprovinz, gewesen. Mit dieser Devise war es möglich, dass nach einem Monat Kampf gegen die gefährliche Krankheit keine weiteren Patienten starben, obwohl bereits mehr als 400 Choleraerkranke behandelt worden waren.

Das bestätigt die Chefin der Krankenpfleger des Kollektivs, Miriam Alemán, aus Santiago de Cuba:

"Eine gute Krankenschwester muss viel, wirklich viel menschliche Solidarität und Nächstenliebe mitbringen."

Bei ihrer mehr als 40jährigen Berufserfahrung hat sich Miriam diese Fähigkeit bewahrt. Sie bewies dies in Haiti während ihres ersten Einsatzes von 2004 bis 2006, dann als sie im Februar 2010 mit der Henry-Reeve-Brigade gekommen war, um den Bebenopfern zu helfen, und jetzt wieder, um sich der Cholera entgegenzustellen.
 

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