Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 3. März 2011

 

AUS HAITI
In Cerca Carvajal nutzte die Cholera die Armut aus

Juan Diego Nusa Peñalver

IN Cerca Carvajal, einem der zurückgebliebenen und abgeschiedenen Orte Haitis, konnte Val Elecienne ihre Ängste zerstreuen und wird nun ihr Baby bekommen können.

Mit 30 Schwangerschaftswochen steckte sie sich mit Cholera an, was bei ihr zu einem leichten Flüssigkeitsverlust führte. Er wurde rechtzeitig von den kubanischen Ärzten im Cholera-Behandlungszentrum behandelt, das in einer kleinen Institution der Santé (Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung von Haiti) in der Gemeinde eingerichtet wurde. Es wurden alle für den Fall erforderlichen Maßnahmen getroffen.

Gemeinsam mit der Schwangeren konnten auch Val Obu (72 Jahre) und Parent Eloi (45) entlassen werden, die beide ähnliche Symptome hatten.

Es war Freitag, Tag der lärmenden und stark besuchten Marché (zwangloser Markt) von Cerca Carvajal, einer ländlichen Gemeinde, die sehr schwer zugänglich ist und 25 Kilometer im Nordwesten von Hinche liegt, der Hauptstadt des haitianischen Bezirkes Centro.

Um bis dahin zu gelangen, muss man die Ränder eines abgeholzten Tals hinansteigen, einen Damm aus Kalksteinen und acht kümmerliche Flüsschen überqueren (in der Regenzeit sind es mehr), die von den Ortsansässigen genutzt werden, um ihren Durst und den ihrer Maulesel zu stillen. In diesen trüben Gewässern sind die Erreger der Cholera und anderer gefährlicher Krankheiten enthalten, die durch das Wasser übertragen werden.

Als "die Krankheit der Armut" bezeichnet, weil sie eben durch das Fehlen von Trinkwasser hervorgerufen wird, fand die Cholera in diesem verlorenen Punkt des Landes günstige Bedingungen für ihre Verbreitung.

Dort ist das Fehlen der lebenswichtigen Flüssigkeit unerträglich. Dieses Drama ist noch größer, wenn man bedenkt, dass in Cerca Carvajal, wo etwa 40.000 Einwohner leben, das Elend erdrückend ist, es gibt keine Entwicklungsperspektiven, die ein anständiges Leben ermöglichen; während viele Kinder und Erwachsene an ansteckenden Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Durchfall, Denguefieber und Magen-Darm-Krankheiten leiden.

Dort gibt es keine Elektrizität, nur einige Sonnenpaneele und kleine Elektrizitätsanlagen, während die Familien als einzigen häuslichen Treibstoff Brennholz und Kohle haben. Die meisten der bescheidenen Häuser sind aus Lehm, ungebrannten Ziegeln und zerbrechlichem Holz; in ihrem Inneren hausen Kinder von weniger als fünf Jahren mit aufgedunsenen Bäuchen, die voller Parasiten sind.

Die Hauptarterie der Kommune ist ein staubiger Feldweg, der an einem Park, einer Kirche und dem erwähnten Markt endet. Unwissen und Analphabetismus beherrschen diese Umgebung.

Miladys Robinson aus Villa Clara, unter deren Leitung die kubanischen Ärzte dort arbeiten, sagt gegenüber Granma, dass die Not in Cerca Carvajal so groß ist wie die, die sie in Gambia, Afrika, sah, als sie von 2003 bis 2005 dort eine ähnliche Mission erfüllte.

Mit Bedauern berichtet sie, dass sie einem alten Mann, der bereits sehr viel Flüssigkeit verloren hatte und bewusstlos war, als man ihn brachte, und außerdem an einer schweren Anämie litt, das Leben nicht retten konnten. "Er war sehr dünn, wir kämpften vier Stunden lang um ihn, aber er starb", sagte sie.

"Der Monat Dezember war der härteste, als wir täglich eine mittlere Anzahl von 13 Patienten zu versorgen hatten. Bereits in den ersten Februartagen konnten wir diese Zahl auf nur zwei oder drei Ansteckungen senken", stellt Miladys fest, die erläutert, dass die angewendeten Vorsorge- und Erziehungsmaßnahmen Ergebnisse brachten.

Sie hebt hervor, dass die Arbeit der Gruppe der aktiven Erfassung in so abgelegenen Gegenden wie Colome, Penkua, Maringue, Laboicate und Mendoz bereits zur Gewohnheit geworden ist.

Sie fügt hinzu, dass die Brigade auch andere Krankheiten der Bevölkerung behandelt, was ihnen den Respekt, die Liebe und die Bewunderung der Einwohner einbrachte.

Der Haitianer John Peter Sufran äußerte über die kubanischen Ärzte: "Sie haben hervorragende Arbeit geleistet und sind gute Menschen." Er brachte außerdem den Wunsch zum Ausdruck, irgendwann einmal Kuba besuchen zu können.

Pater Allynste Fontaine, der der Pfarrkirche Santa Familia von Cerca Carvajal vorsteht, äußert, dass er in seinen Predigten seine Gemeinde darum bittet, die ärztlichen Empfehlungen der kubanischen Ärzte zu befolgen, und fügt hinzu: "Gott, dessen bin ich sicher, dankt für so viel Hingabe an eine Arbeit, die tagtäglich unermüdlich ausgeführt wird. Ich beglückwünsche euch und segne euch", betont der junge katholische Pfarrer. •Miladys Robinson aus Villa Clara, unter deren Leitung die kubanischen Ärzte dort arbeiten, sagt gegenüber Granma, dass die Not in Cerca Carvajal so groß ist wie die, die sie in Gambia, Afrika, sah, als sie von 2003 bis 2005 dort eine ähnliche Mission erfüllte.

Mit Bedauern berichtet sie, dass sie einem alten Mann, der bereits sehr viel Flüssigkeit verloren hatte und bewusstlos war, als man ihn brachte, und außerdem an einer schweren Anämie litt, das Leben nicht retten konnten. "Er war sehr dünn, wir kämpften vier Stunden lang um ihn, aber er starb", sagte sie.

"Der Monat Dezember war der Härteste, als wir täglich eine mittlere Anzahl von 13 Patienten zu versorgen hatten. Bereits in den ersten Februartagen konnten wir diese Zahl auf nur zwei oder drei Ansteckungen senken", stellt Miladys fest, die erläutert, dass die angewendeten Vorsorge- und Erziehungsmaßnahmen Ergebnisse brachten.

Sie hebt hervor, dass die Arbeit der Gruppe der aktiven Erfassung in so abgelegenen Gegenden wie Colome, Penkua, Maringue, Laboicate und Mendoz bereits zur Gewohnheit geworden ist.

Sie fügt hinzu, dass die Brigade auch andere Krankheiten der Bevölkerung behandelt, was ihnen den Respekt, die Liebe und die Bewunderung der Einwohner einbrachte.

Der Haitianer John Peter Sufran äußerte über die kubanischen Ärzte: "Sie haben hervorragende Arbeit geleistet und sind gute Menschen." Er brachte außerdem den Wunsch zum Ausdruck, irgendwann einmal Kuba besuchen zu können.

Pater Allynste Fontaine, der der Pfarrkirche Santa Familia von Cerca Carvajal vorsteht, äußert, dass er in seinen Predigten seine Gemeinde darum bittet, die ärztlichen Empfehlungen der kubanischen Ärzte zu befolgen, und fügt hinzu: "Gott, dessen bin ich sicher, dankt für so viel Hingabe an eine Arbeit, die tagtäglich, unermüdlich ausgeführt wird. Ich beglückwünsche euch und segne euch", betont der junge katholische Pfarrer.
 

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