Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 21. Juni 2012

 

Die Zukunft der kommenden Generationen absichern

YAIMA PUIG MENESES

RÍO DE JANEIRO, Brasilien. — Weder mit falschen Versprechungen noch mit einfachen Worten werden wir die Anstrengungen zur Rettung der Menschheit, die immer mehr von unaufschiebbaren Umweltproblemen bedroht wird, konkretisieren können. Deshalb ist es im Dafürhalten der Konferenz der Vereinten Nationen über Nachhaltige Entwicklung Río+20, an der die kubanische Delegation unter Leitung von Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Präsident des Staats- und des Ministerrates, teilnimmt, von entscheidender Bedeutung, die Prinzipien zu wahren, die vor zwanzig Jahren auf dem Erdgipfel angenommen wurden.

Foto: Estudio RevoluciónAuf der Eröffnungszeremonie des Gipfels Río+20 sprach die brasilianische Regierungschefin, Dilma Rousseff, in ihrer Eigenschaft als Präsidentin der Konferenz. In ihrer Ansprache bezog sie sich auf das Abschlussdokument, auf das man sich letztlich geeinigt hat und das die Delegationen analysieren müssen, in dem im Wesentlichen die Unterstützung der 1992 beschlossenen Prinzipien beibehalten wird. Am Nachmittag ergriffen außerdem mehrere Staats- und Regierungschefs und Delegationsleiter das Wort. Einige von ihnen kritisierten das gegenwärtige internationale Finanzsystem, das einer der Hauptverantwortlichen für die schwere Umweltkrise ist, die wir durchleben. 

Man sollte nicht vergessen, dass die USA und andere Länder weiterhin ihre internationale und historische Verantwortung gegenüber diesen Themen ignorieren, und anstatt durchführbare Aktionsprogramme anzunehmen, starken Druck ausüben, um den Text vieler internationaler Abkommen zu diesem Thema im Dienst ihrer Interessen neu zu interpretieren.

Auf der anderen Seite ist das Abschlussdokument, das die Experten verabschiedet haben, bereit, um den Staats- und Delegationschefs auf der Endsitzung des Gipfels zur Beratung unterbreitet zu werden. Nach Erklärungen kubanischer Spezialisten war die führende Rolle, die die brasilianische Regierung übernommen hatte, von ausschlaggebender Bedeutung, um eine diesbezügliche Einigung zu erzielen.  

Auf diese Weise wurde ermöglicht, dass die Risiken der ständig fortschreitenden Umweltverschmutzung, die durch vernunftwidrige Produktions- und Konsummodelle hervorgerufen werden, weiterhin latent auf der internationalen Agenda stehen.

Obwohl viele in der Meinung übereinstimmen, dass dieser Event nicht den Nutzen bringen wird, den uns der Erdgipfel vor zwanzig Jahren gebracht hat, so beweist er doch, dass eine Gruppe von Ländern das Interesse an den Umweltproblemen und deren Auswirkungen für das Überleben unseres Planeten beibehält.

Ebenso ratifiziert die Anwesenheit des Präsidenten des Staats- und Ministerrats auf diesem Treffen die hohe Verpflichtung, die Kuba seit dem Sieg der Revolution bezüglich dieser Themen auf sich genommen hat und in denen wir als Beispiel anerkannt werden; trotz der Schwierigkeiten, denen wir gegenüberstehen, und der ungerechten Blockade, die uns von der Regierung der Vereinigten Staaten auferlegt worden ist.

Über die Einigung hinaus, die im letzten Moment bezüglich des Abschlussdokuments dieses Treffens erzielt wurde, und außer dem Versuch, die globale Verpflichtung, die Erde zu retten, auf den neuesten Stand zu bringen, besteht die größte Herausforderung darin, zu erreichen, dass das seit Jahrzehnten Gesagte, Entworfene und Beschlossene in allen Ländern im gleichen Maße erfüllt wird. Nur so werden wir für die kommenden Generationen ein nachhaltiges Wachstum und Entwicklung der Völker absichern können, die tatsächlich die Elemente der Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft verbinden.
 

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