|
Die Zukunft der kommenden Generationen absichern
YAIMA PUIG MENESES
RÍO
DE JANEIRO, Brasilien. — Weder mit falschen
Versprechungen noch mit einfachen Worten werden wir
die Anstrengungen zur Rettung der Menschheit, die
immer mehr von unaufschiebbaren Umweltproblemen
bedroht wird, konkretisieren können. Deshalb ist es
im Dafürhalten der Konferenz der Vereinten Nationen
über Nachhaltige Entwicklung Río+20, an der die
kubanische Delegation unter Leitung von Armeegeneral
Raúl Castro Ruz, Präsident des Staats- und des
Ministerrates, teilnimmt, von entscheidender
Bedeutung, die Prinzipien zu wahren, die vor zwanzig
Jahren auf dem Erdgipfel angenommen wurden.
Auf
der Eröffnungszeremonie des Gipfels Río+20 sprach
die brasilianische Regierungschefin, Dilma Rousseff,
in ihrer Eigenschaft als Präsidentin der Konferenz.
In ihrer Ansprache bezog sie sich auf das
Abschlussdokument, auf das man sich letztlich
geeinigt hat und das die Delegationen analysieren
müssen, in dem im Wesentlichen die Unterstützung der
1992 beschlossenen Prinzipien beibehalten wird. Am
Nachmittag ergriffen außerdem mehrere Staats- und
Regierungschefs und Delegationsleiter das Wort.
Einige von ihnen kritisierten das gegenwärtige
internationale Finanzsystem, das einer der
Hauptverantwortlichen für die schwere Umweltkrise
ist, die wir durchleben.
Man
sollte nicht vergessen, dass die USA und andere
Länder weiterhin ihre internationale und historische
Verantwortung gegenüber diesen Themen ignorieren,
und anstatt durchführbare Aktionsprogramme
anzunehmen, starken Druck ausüben, um den Text
vieler internationaler Abkommen zu diesem Thema im
Dienst ihrer Interessen neu zu interpretieren.
Auf
der anderen Seite ist das Abschlussdokument, das die
Experten verabschiedet haben, bereit, um den Staats-
und Delegationschefs auf der Endsitzung des Gipfels
zur Beratung unterbreitet zu werden. Nach
Erklärungen kubanischer Spezialisten war die
führende Rolle, die die brasilianische Regierung
übernommen hatte, von ausschlaggebender Bedeutung,
um eine diesbezügliche Einigung zu erzielen.
Auf
diese Weise wurde ermöglicht, dass die Risiken der
ständig fortschreitenden Umweltverschmutzung, die
durch vernunftwidrige Produktions- und Konsummodelle
hervorgerufen werden, weiterhin latent auf der
internationalen Agenda stehen.
Obwohl viele in der Meinung übereinstimmen, dass
dieser Event nicht den Nutzen bringen wird, den uns
der Erdgipfel vor zwanzig Jahren gebracht hat, so
beweist er doch, dass eine Gruppe von Ländern das
Interesse an den Umweltproblemen und deren
Auswirkungen für das Überleben unseres Planeten
beibehält.
Ebenso ratifiziert die Anwesenheit des Präsidenten
des Staats- und Ministerrats auf diesem Treffen die
hohe Verpflichtung, die Kuba seit dem Sieg der
Revolution bezüglich dieser Themen auf sich genommen
hat und in denen wir als Beispiel anerkannt werden;
trotz der Schwierigkeiten, denen wir
gegenüberstehen, und der ungerechten Blockade, die
uns von der Regierung der Vereinigten Staaten
auferlegt worden ist.
Über
die Einigung hinaus, die im letzten Moment bezüglich
des Abschlussdokuments dieses Treffens erzielt
wurde, und außer dem Versuch, die globale
Verpflichtung, die Erde zu retten, auf den neuesten
Stand zu bringen, besteht die größte Herausforderung
darin, zu erreichen, dass das seit Jahrzehnten
Gesagte, Entworfene und Beschlossene in allen
Ländern im gleichen Maße erfüllt wird. Nur so werden
wir für die kommenden Generationen ein nachhaltiges
Wachstum und Entwicklung der Völker absichern
können, die tatsächlich die Elemente der Wirtschaft,
Umwelt und Gesellschaft verbinden.
|