Solidarität mit den Fünf auch über den Äther
Juan Diego Nusa
Peñalver, Sonderkorrespondent
Der haitianische Journalist Jean Gary Apollon ist
in seiner verwundeten Heimat bekannt für sein
Programm Sabor Latino. Vom Sender Signal FM 90.5 aus,
einem der wichtigsten dieses Landes, der sich in
Petionville, Puerto Príncipe befindet, moderiert er
dieses Programm als Brücke der Freundschaft und der
Integration unseres Amerikas und setzt sich für die
gerechtesten Sachen dieser Welt ein.
|

Der haitianische Journalist Jean Gary
Apollon fordert von seinem täglich
gesendeten Programm Sabor Latino aus den
Präsidenten Barack Obama dazu auf,
unseren fünf Helden sofort die Freiheit
zu geben (Foto des Autors) |
Er hatte genug kühles Blut, um die Sendekonsole
zu schützen und sein Programm im Äther genau in dem
Moment aufrechtzuhalten, in dem das Land an jenem
schrecklichen 12. Januar 2010 so stark wie nie
erschüttert wurde, und um internationale Hilfe für
sein leidgeprüftes Land zu bitten.
Wortgewandt, überzeugend, begeistert von seinem
Beruf, den er seit 20 Jahren ausübt, rühmt er sich
damit, einer der vielen Freunde zu sein, auf die
Kuba im Lande des großen Louverture zählen kann.
Ebenso steht er an der Seite des kubanischen Volkes
mit seiner Forderung nach Feiheit der fünf Helden,
die in den Vereinigten Staaten unrechtmäßig
inhaftiert sind, weil sie den Terrorismus bekämpften.
Granma war Zeuge dessen, wie Apollon über
das Mikrophon von Sabor Latino die vollkommene
Genesung des bolivarianischen Präsidenten Hugo
Chávez wünschte und Gesundheit für Fidel, und wie er
vom Chef des Weißen Hauses, Barack Obama, forderte,
er solle seine Vorrechte als Präsident dazu nutzen,
um mit sofortiger Wirkung Gerardo Hernández, Antonio
Guerrero, Fernando González, Ramón Labañino und René
González zu befreien, "denn jeder gesunde Mensch
versteht, dass sie niemals die Nationale Sicherheit
der Vereinigten Staaten gefährdet haben".
Die kubanischen Patrioten bekämpften nur die
makabren terroristischen Pläne, die im Süden
Floridas gegen das kubanische Volk geschmiedet
wurden. "Sie hatten nichts mit jeglicher Spionage
auf dem Territorium der USA zu tun", unterstreicht
dieser routinierte Radiomoderator.
"Die Regierung der USA, die sagt, sie führe einen
Krieg gegen den Terrorismus, sollte die Argumente
der Fünf hören und die antikubanische terrorostische
Mafia von Miami auflösen. Das wäre wirklich ein
Dienst an der Menschheit", unterstreicht er.
Nachdem er bedeutete, dass die
Gerichtsverhandlung gegen Gerardo, Antonio,
Fernando, Ramón und René willkürlich und politisch
war, erklärt er, dass das Volk Haitis ihre Befreiung
unterstützt und die Verletzung ihrer Menschenrechte
anklagt.
"Ich kenne viele junge Haitianer, die Briefe an
die US-Regierung geschickt haben, in denen sie die
Freilassung dieser mutigen Männer forderten, und in
Sabor Latino wird man immer Solidarität für diese
gerechte und menschliche Sache finden", versichert
er.
Apollon, der außer Kreolisch und Französisch, den
offiziellen Landessprachen, perfekt englisch und
spanisch spricht, ist von der totalen Integration
Haitis in Lateinamerika überzeugt. Er meint, dass
die Hilfe, die Kuba im Gesundheitswesen, der
Erziehung und auf anderen Gebieten für sein
gebeuteltes Heimatland leistet, das sich noch immer
nicht von dem schreckliche Beben und von der Cholera
erholt hat, absolut erfolgreich und großzügig
gewesen ist.
"Hunderte haitianische Ärzte hat Kuba kostenlos
ausgebildet. Seine Hilfe im Kampf gegen den
Analphabetismus durch die Methode ´Ja, ich
kann es´ zum Erlernen des Lesens und Schreibens
ist unschätzbar. Tausende meiner Landsleute haben
ihre Sehkraft mit dem kubanischen Programm der
Augenrehabilitierung „Operation Wunder"
wiedererlangt oder verbessert, sagt dieser Kollege,
der unser Land bereits besucht hat.
"Das ist eine Hilfe, die unser Land nicht
bezahlen kann und für die Kuba nie etwas als
Gegenleistung verlangt hat", fügt Apollon hinzu, der
außerdem die wirtschaftliche, kommerzielle und
finanzielle Blockade der Behörden der USA gegen das
Vaterland von José Martí verurteilt.