Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 19. Juli 2011

 

AUS HAITI
Solidarität mit den Fünf auch über den Äther

Juan Diego Nusa Peñalver, Sonderkorrespondent

Der haitianische Journalist Jean Gary Apollon ist in seiner verwundeten Heimat bekannt für sein Programm Sabor Latino. Vom Sender Signal FM 90.5 aus, einem der wichtigsten dieses Landes, der sich in Petionville, Puerto Príncipe befindet, moderiert er dieses Programm als Brücke der Freundschaft und der Integration unseres Amerikas und setzt sich für die gerechtesten Sachen dieser Welt ein.

Der haitianische Journalist Jean Gary Apollon fordert von seinem täglich gesendeten Programm Sabor Latino aus den Präsidenten Barack Obama dazu auf, unseren fünf Helden sofort die Freiheit zu geben (Foto des Autors)
Der haitianische Journalist Jean Gary Apollon fordert von seinem täglich gesendeten Programm Sabor Latino aus den Präsidenten Barack Obama dazu auf, unseren fünf Helden sofort die Freiheit zu geben (Foto des Autors)

Er hatte genug kühles Blut, um die Sendekonsole zu schützen und sein Programm im Äther genau in dem Moment aufrechtzuhalten, in dem das Land an jenem schrecklichen 12. Januar 2010 so stark wie nie erschüttert wurde, und um internationale Hilfe für sein leidgeprüftes Land zu bitten.

Wortgewandt, überzeugend, begeistert von seinem Beruf, den er seit 20 Jahren ausübt, rühmt er sich damit, einer der vielen Freunde zu sein, auf die Kuba im Lande des großen Louverture zählen kann. Ebenso steht er an der Seite des kubanischen Volkes mit seiner Forderung nach Feiheit der fünf Helden, die in den Vereinigten Staaten unrechtmäßig inhaftiert sind, weil sie den Terrorismus bekämpften.

Granma war Zeuge dessen, wie Apollon über das Mikrophon von Sabor Latino die vollkommene Genesung des bolivarianischen Präsidenten Hugo Chávez wünschte und Gesundheit für Fidel, und wie er vom Chef des Weißen Hauses, Barack Obama, forderte, er solle seine Vorrechte als Präsident dazu nutzen, um mit sofortiger Wirkung Gerardo Hernández, Antonio Guerrero, Fernando González, Ramón Labañino und René González zu befreien, "denn jeder gesunde Mensch versteht, dass sie niemals die Nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährdet haben".

Die kubanischen Patrioten bekämpften nur die makabren terroristischen Pläne, die im Süden Floridas gegen das kubanische Volk geschmiedet wurden. "Sie hatten nichts mit jeglicher Spionage auf dem Territorium der USA zu tun", unterstreicht dieser routinierte Radiomoderator.

"Die Regierung der USA, die sagt, sie führe einen Krieg gegen den Terrorismus, sollte die Argumente der Fünf hören und die antikubanische terrorostische Mafia von Miami auflösen. Das wäre wirklich ein Dienst an der Menschheit", unterstreicht er.

Nachdem er bedeutete, dass die Gerichtsverhandlung gegen Gerardo, Antonio, Fernando, Ramón und René willkürlich und politisch war, erklärt er, dass das Volk Haitis ihre Befreiung unterstützt und die Verletzung ihrer Menschenrechte anklagt.

"Ich kenne viele junge Haitianer, die Briefe an die US-Regierung geschickt haben, in denen sie die Freilassung dieser mutigen Männer forderten, und in Sabor Latino wird man immer Solidarität für diese gerechte und menschliche Sache finden", versichert er.

Apollon, der außer Kreolisch und Französisch, den offiziellen Landessprachen, perfekt englisch und spanisch spricht, ist von der totalen Integration Haitis in Lateinamerika überzeugt. Er meint, dass die Hilfe, die Kuba im Gesundheitswesen, der Erziehung und auf anderen Gebieten für sein gebeuteltes Heimatland leistet, das sich noch immer nicht von dem schreckliche Beben und von der Cholera erholt hat, absolut erfolgreich und großzügig gewesen ist.

"Hunderte haitianische Ärzte hat Kuba kostenlos ausgebildet. Seine Hilfe im Kampf gegen den Analphabetismus durch die Methode ´Ja, ich kann es´ zum Erlernen des Lesens und Schreibens ist unschätzbar. Tausende meiner Landsleute haben ihre Sehkraft mit dem kubanischen Programm der Augenrehabilitierung „Operation Wunder" wiedererlangt oder verbessert, sagt dieser Kollege, der unser Land bereits besucht hat.

"Das ist eine Hilfe, die unser Land nicht bezahlen kann und für die Kuba nie etwas als Gegenleistung verlangt hat", fügt Apollon hinzu, der außerdem die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade der Behörden der USA gegen das Vaterland von José Martí verurteilt.
 

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