Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 18. Juni 2012

 

Zwanzig Jahre danach: die gleichen Probleme in Rio

LOGORIO DE JANEIRO. — Trotz der Tatsache, dass in den letzten zwanzig Jahren die Schäden, die durch die menschliche Plünderung  und das kapitalistische System auf dem Planeten verursacht werden viel klarer hervortreten, ist der UNO-Gipfel über nachhhaltige Entwicklung (Río+20), Erbe des Gipfeltreffens der Erde von 1992, weiterhin durch die Positionen einiger Länder der so genannten Ersten Welt belastet, die sich weigern, eine Verpflichtung für das Überleben der Menschheit einzugehen.

Zwanzig Jahre danach: die gleichen Probleme in Rio PL hebt hervor, dass die vorläufige Version des Enddokuments von Río+20 wesentliche Themen wie die Festlegung konkreter Ziele und die Schaffung spezieller Fonds für die nachhhaltige Entwicklung ausschließt.

Der Entwurf verwirft den Vorschlag des G77+China, ab 2013 einen Jahresfond von 30 Milliarden Dollar zu bilden — der im Jahr 2018 auf 100 Milliarden angewachsen wäre — um die nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dieser Vorschlag wurde von den reichsten Ländern abgelehnt.  

Ebenso lässt der Entwurf die Möglichkeit außer acht, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Pnuma) den Status einer Agentur zu verleihen. Gleichzeitig übergeht er solch umstrittene Angelegenheiten wie die Festlegungen der anzuwendenden Ressourcen und die punktuellen Ziele, die von den Staaten in Fragen der Umwelt erfüllt werden müssen.  

Auf der anderen Seite sind einige Länder bestrebt, ihre Verantwortung herunterzuspielen, indem sie den Rang ihrer Vertreter am Event verringern. Der Präsident des Landes, das die Umwelt am stärksten verschmutzt hat, der Präsident der USA Barack Obama, beschloss, an der UNO-Konferenz nicht teilzunehmen und es ist fast sicher, dass an seiner Stelle die Staatssekretärin Hillary Clinton zugegen sein wird.

Vielleicht will Obama 20 Jahre nach der scharfen Bemerkung gegenüber George Bush (Vater) auf dem Gipfeltreffen der Erde nun vermeiden, dass sich die Geschichte wiederholt. Bei jener Gelegenheit bezeichnete ihn Greenpeace sinngemäß als "Umweltschurken" und machte ihn für das Scheitern des Gipfels verantwortlich.

"Ausgehend von der Haltung, die die Vereinigten Staaten in den Verhandlungen von Río+20 einnehmen, und von der, die sie in den Verhandlungen zum Klimawandel eingenommen haben (in der südöstlichen afrikanischen Stadt Durban), ist es vielleicht ein Segen, dass Obama nicht kommt", sagte gegenüber IPS die Aktivistin Meena Raman, vom Netzwerk Dritte Welt.

Ihrerseits forderten die Mitglieder der Bolivarianischen Allianz für die Völker Unseres Amerika (ALBA), dass das Enddokument von Río+20 bindend sei, die Rechte der Entwicklungsländer schützen und die auf dem Gipfel der Erde aufgeworfenen Fragen beachten soll. (SE)

Demonstration der Teilnehmer am Gipfel der Völker
 

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