ASUNCION, 15. August - Der Präsident Paraguays,
Fernando Lugo, hat heute zur Einheit aller
fortschrittlichen Parteien aufgerufen, damit der
Sieg bei den Wahlen im nächsten Jahr und die
Rückkehr des Landes zur Demokratie gewährleistet
werden können, berichtete Telesur.
Als er die Ergebnisse des Sozialforums „Paraguay
Resiste" verlas, sagte Lugo vor Tausenden Menschen,
dass „das Land ein Recht darauf hat, weiter zu
träumen" und für den Sieg der progressiven Klasse
weiter zu arbeiten.
Wie er betonte, stände es "nicht zum Verkauf oder
zur Vermietung an transnationale Unternehmen oder an
die Oligarchie, die sich gegen das Volk verbündet".
Er kräftigte, dass er sich "allen Demokraten des
Landes" gegenüber verpflichtet fühle und bestätigte
seine Überzeugung, dass die fortschrittliche Klasse
nicht aufgeben und dem Land die Demokratie
zurückgegeben werde.
FRANCO AUSGEPFIFFEN
Mitarbeiter des Präsidenten-Geleitschutzes
mussten im Zentrum von Asunción eingreifen, um
Federico Franco zu schützen, dem Dutzende Menschen
vorwarfen, ein Putschist zu sein, berichtete PL.
Die Demonstranten gehörten, laut ABC, der Bewegung
„Paraguay Resiste" an. Sie pfiffen Franco nach
Beendigung einer Zeremonie im Helden-Pantheon aus.
Sie schwenkten Fahnen und riefen Parolen gegen
die Amtsenthebung des rechtmäßigen Präsidenten. Sie
blieben an dem Ort und zwangen das Militär, den
Sicherheitskordon um Franco zu verstärken.
Die Zeitung Última Hora, die von dem Vorfall
berichtete, erwähnte, dass Franco vorübergehend in
einem Geschäft Zuflucht nehmen musste, um den
Demonstranten zu entkommen.