Cindy Sheehan: „Occupy-Aktionen
für die Freilassung der Cuban Five"
Luis Ernesto Ruiz
Martínez
TAUSENDE
Frauen aus Holguín begleiteten an diesem Morgen
Cindy Sheehan und die Mütter der Cuban Five durch
die Straßen meiner Stadt. Holguín fand bei seinem
Erwachen viele Frauen in seinen Parks, die die
sofortige Freilassung unserer ungerechterweise in
den USA festgehaltenen Landsleute forderten.
So begann ein beeindruckender Kampftag, der den
Abschluss des 7. Internationalen Kolloquiums
markierte, das vom 16. bis zum 19. November in
Holguín stattfand. Mit Plakaten, kubanischen Fahnen
und denen befreundeter Länder gingen sie alle
gemeinsam den Weg der weltweiten Solidarität.
Als ich sie laufen sah, erinnerte ich mich an
jene, die in vielen Ländern gegen die
Ausschreitungen des brutalen Kapitalismus
protestieren. Eine wahre Explosion unbefriedigter
Forderungen veranlasst sie überall dazu ,
symbolische Orte der imperialistischen Macht zu
besetzen. Dies ist eine Bewegung, die nicht
unbeachtet gelassen werden darf und kann.
Es ist modern geworden, diese Räume zu „besetzen".
In den Vereinigten Staaten, dem Weltzentrum der
imperialistischen Doktrin, ist eine Frau zu einem
Kampfsymbol geworden. Sie hatte schon früher ihre
Unterstützung für die Sache der fünf Kubaner erklärt,
aber als sie jetzt vor Tausenden Einwohnern von
Holguín sprach, erlangte dies eine neue Dimension.
Auf der Kundgebung zum Abschluss des Marsches der
Frauen ertönte die Stimme der US-amerikanischen
Aktivistin Cindy Sheehan lauter und stärker, als
sich jeder vorgestellt hätte: „Es ist eine sehr
schöner Morgen und mir kommt alles wundervoll vor.
Für mich ist es eine Ehre, hier die Solidarität
meines Volkes mit euch zu repräsentieren. Ich liebe
euer Land und euch, weil ihr ein Volk seid, das für
den Frieden kämpft."
Ihr Vorschlag, vor die US-amerikanischen
Institutionen zu ziehen, vervollständigte ihre
Erklärung, dass in den Vereinigten Staaten zu wenig
für den Frieden getan wird. Sie weiß, in was für
einem Land sie lebt.
„Ich muss weiterhin im Imperium leben, weil es
unsere Verantwortung ist, an der Seite derer zu sein,
die den von den Vereinigten Staaten geförderten
Terrorismus erleiden", sagte die Mutter von Casey,
der als Angehöriger der Besatzungstruppe der USA im
Irak starb.
Weiter schlug sie vor: „Wenn sich Hunderte von
uns vor das Weiße Haus begeben und erklären, dass
wir nicht gehen, ehe sie die Cuban Five freilassen,
oder vor die Gerichte, in denen sie ungerechterweise
verurteilt wurden, wird die Regierung uns hören
müssen." Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie das
tun wird.
Zum Abschluss ihrer Ansprache bat sie die Mütter
von Antonio Guerrero und Fernando González, auf die
Tribüne zu kommen, und übergab ihnen eine Kette mit
der Gravierung „For Mom, with love", die ihr Sohn
ihr geschenkt hatte und heute Symbol des Friedens
ist.
Rosa Aurora Freijanes, die Frau von Fernando,
sprach ebenfalls an diesem Samstag: „Wir müssen ein
weiteres Mal auf diesem Kolloquium die
Ungerechtigkeit anklagen, die unseren Familien
angetan wird. Obama sprach in seiner Wahlkampagne
von Änderungen. Warum nicht die Situation unserer
Familien ändern? Es ist an der Zeit."
Und darum geht es. Das 7. Kolloquium hat
festgestellt, dass es von vitaler Bedeutung ist,
alles zu unternehmen, damit der Fall der Fünf
bekannt wird und ihn die Massenmedien nicht weiter
verschweigen können. Nur durch die weltweite
Solidarität wird erreicht werden, dass sich diese
fünf Familien vereinen und ihre Träume verwirklichen
können. • (Entnommen aus CubaDebate)
- MIAMI
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