Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

N A C H R I C H T E N

Havanna, 24. November  2011

 

Cindy Sheehan: „Occupy-Aktionen für die Freilassung der Cuban Five"

Luis Ernesto Ruiz Martínez

TAUSENDE Frauen aus Holguín begleiteten an diesem Morgen Cindy Sheehan und die Mütter der Cuban Five durch die Straßen meiner Stadt. Holguín fand bei seinem Erwachen viele Frauen in seinen Parks, die die sofortige Freilassung unserer ungerechterweise in den USA festgehaltenen Landsleute forderten.

So begann ein beeindruckender Kampftag, der den Abschluss des 7. Internationalen Kolloquiums markierte, das vom 16. bis zum 19. November in Holguín stattfand. Mit Plakaten, kubanischen Fahnen und denen befreundeter Länder gingen sie alle gemeinsam den Weg der weltweiten Solidarität.

Als ich sie laufen sah, erinnerte ich mich an jene, die in vielen Ländern gegen die Ausschreitungen des brutalen Kapitalismus protestieren. Eine wahre Explosion unbefriedigter Forderungen veranlasst sie überall dazu , symbolische Orte der imperialistischen Macht zu besetzen. Dies ist eine Bewegung, die nicht unbeachtet gelassen werden darf und kann.

Es ist modern geworden, diese Räume zu „besetzen". In den Vereinigten Staaten, dem Weltzentrum der imperialistischen Doktrin, ist eine Frau zu einem Kampfsymbol geworden. Sie hatte schon früher ihre Unterstützung für die Sache der fünf Kubaner erklärt, aber als sie jetzt vor Tausenden Einwohnern von Holguín sprach, erlangte dies eine neue Dimension.

Auf der Kundgebung zum Abschluss des Marsches der Frauen ertönte die Stimme der US-amerikanischen Aktivistin Cindy Sheehan lauter und stärker, als sich jeder vorgestellt hätte: „Es ist eine sehr schöner Morgen und mir kommt alles wundervoll vor. Für mich ist es eine Ehre, hier die Solidarität meines Volkes mit euch zu repräsentieren. Ich liebe euer Land und euch, weil ihr ein Volk seid, das für den Frieden kämpft."

Ihr Vorschlag, vor die US-amerikanischen Institutionen zu ziehen, vervollständigte ihre Erklärung, dass in den Vereinigten Staaten zu wenig für den Frieden getan wird. Sie weiß, in was für einem Land sie lebt.

„Ich muss weiterhin im Imperium leben, weil es unsere Verantwortung ist, an der Seite derer zu sein, die den von den Vereinigten Staaten geförderten Terrorismus erleiden", sagte die Mutter von Casey, der als Angehöriger der Besatzungstruppe der USA im Irak starb.

Weiter schlug sie vor: „Wenn sich Hunderte von uns vor das Weiße Haus begeben und erklären, dass wir nicht gehen, ehe sie die Cuban Five freilassen, oder vor die Gerichte, in denen sie ungerechterweise verurteilt wurden, wird die Regierung uns hören müssen." Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie das tun wird.

Zum Abschluss ihrer Ansprache bat sie die Mütter von Antonio Guerrero und Fernando González, auf die Tribüne zu kommen, und übergab ihnen eine Kette mit der Gravierung „For Mom, with love", die ihr Sohn ihr geschenkt hatte und heute Symbol des Friedens ist.

Rosa Aurora Freijanes, die Frau von Fernando, sprach ebenfalls an diesem Samstag: „Wir müssen ein weiteres Mal auf diesem Kolloquium die Ungerechtigkeit anklagen, die unseren Familien angetan wird. Obama sprach in seiner Wahlkampagne von Änderungen. Warum nicht die Situation unserer Familien ändern? Es ist an der Zeit."

Und darum geht es. Das 7. Kolloquium hat festgestellt, dass es von vitaler Bedeutung ist, alles zu unternehmen, damit der Fall der Fünf bekannt wird und ihn die Massenmedien nicht weiter verschweigen können. Nur durch die weltweite Solidarität wird erreicht werden, dass sich diese fünf Familien vereinen und ihre Träume verwirklichen können. • (Entnommen aus CubaDebate)

- MIAMI 5  
 

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