Feindseligkeit USA
beeinträchtigt das Fernmeldewesen Kubas
Havanna, 21. September.— Die Blockadepolitik der
Vereinigten Staaten brachte dem Fernmeldewesen Kubas
allein von Mai 2010 bis April dieses Jahres Verluste
von über sieben Millionen Dollar ein.
Einem Bericht der Insel an die UN-Generalversammlung
zufolge konzentrierte sich die US- amerikanische
Agressivität sowohl auf die Verhinderung des Kaufs
von Komponenten und Geräten durch die Betriebe
dieses Bereiches als auch auf Hindernisse, die
Kubanern beim Surfen im Internet in den Weg gelegt
werden, ganz besonders in den sozialen Netzwerken.
Twitter erkannte im Oktober des vergangenen
Jahres seine volle Verantwortung für die Blockierung
des Versands von SMS-Mitteilungen per Mobiltelefon
aus Kuba auf seine Plattform an.
Darüber hinaus wurde im vergangenen Monat April
bekannt, dass das soziale Netzwerk, das weltweit
über mehr als 100 Millionen aktiver Nutzer hat, die
Kubaner an der Nutzung bestimmter Anwendungen
hindert, mit dem Argument, dass der Zugriff aus
einem verbotenen Land erfolgt.
Das Finanzhaus Synivere unterließ ab Februar
2011, die Zahlungen für das "Roaming" der
Mobiltelefone an das kubanische
Telekommunikationsunternehmen Etecsa zu
leisten, eine der wichtigsten Einnahmen, über die
diese Gesellschaft genau wie andere gleichartige
Unternehmen der Welt verfügt.
Mit der Begründung, dass ihre Bank keine
Geschäfte mit Kuba abwickeln kann, schuldet Synivere
nun Etecsa etwa 2,6 Millionen Dollar.
Mit breiter internationaler Unterstützung — wie
es seit 1992 der Fall ist — und angesichts
Situationen wie der beschriebenen, schicken sich die
kubanischen Behörden zum zwanzigsten Mal in Folge in
der UNO an, das Weiße Haus wegen der Wirtschafts-,
Handels- und Finanzblockade anzuklagen, die es gegen
die Insel aufrecht erhält.
Dem Bericht Kubas zufolge, der in der vergangenen
Woche in Umlauf gebracht wurde, rief diese Politik
bis Dezember 2010 zu den gegenwärtigen Preisen und
sehr konservativ berechnet direkte wirtschaftliche
Schäden von insgesamt 104 Milliarden Dollar hervor.
(PL)