20. April.— Der Präsident Haitis, René Preval,
zeichnete die Kubanische Ärztebrigade mit dem
Nationalorden der Ehre und Verdienste in der
Rangstufe Großer Offizier aus, der höchsten
Auszeichnung dieser karibischen Nation, in
Anerkennung für ihre lobenswerte Arbeit im Kampf
gegen die Choleraepidemie, die es ermöglichte,
zahlreiche Leben zu retten.
In einer Zeremonie, die in einem Salon des
Präsidentenpalastes dieser Hauptstadt stattfand,
überreichte der haitianische Staatschef die
ehrenvolle Anerkennung dem Leiter der Kubanischen
Medizinischen Mission, Doktor Lorenzo Somarriba
López, in Anwesenheit von Alex Larsen, dem
haitianischen Minister für Gesundheitswesen und
Bevölkerung, anderen Mitgliedern der Regierung
dieses Landes und Vertretern internationaler
Organismen und Nichtregierungsgebundener
Organisationen.
Dieses Ereignis fand aus Anlass einer Bewertung
statt, die sechs Monate nach dem Ausbruch der
gefährlichen Krankheit vorgenommen wurde, mit der
sich 280 450 Menschen ansteckten, von denen 4 835
starben.
Das haitianische Regierungsoberhaupt hob die
besondere Aufmerksamkeit hervor, die unser
Comandante en Jefe dem Kampf gegen die Cholera in
Haiti widmet, „ein Thema, dem Fidel mehrere seiner
Reflexionen widmete", stellte er fest.
Ebenso lobte er die Arbeit der Kubanischen
Ärztebrigade, in der während der härtesten Momente
des Kampfes gegen die Krankheit 1 300 ihrer
Mitglieder in den entferntesten Gebieten dieses
Landes wirkten.
Seinerseits brachte Doktor Somarriba López bei
den Dankesworten für die hohe Auszeichnung zum
Ausdruck, dass sie jedem einzelnen der kubanischen
Gesundheitsbrigadisten und besonders auch Genossen
Fidel übermittelt wird.
Bis zu diesem Montag retteten die kubanischen
Ärzte 73 431 Haitianer aus den Klauen der Cholera
bei einer außerordentlich niedrigen Letalitätsrate
von 0,37 %, wobei während der letzten laufenden 90
Tage in den ihrer Verantwortung unterstehenden
Einheiten kein Todesfall gemeldet wurde.