"Bereit,
weiterzukämpfen,
bis ich sterbe"
•
Worte von René González, einem der
fünf kubanischen Antiterroristen, beim Verlassen des
Gefängnisses am 7. Oktober, nachdem er die Nacht in
der Strafzelle verbracht hatte
Leandro Maceo Leyva
"Bereit,
weiterzukämpfen, bis ich sterbe" waren die ersten
Worte von René González, nachdem er seine Töchter
Ivette und Irmita umarmt und geküsst hatte, die das
bewegende Treffen beim Verlassen des Gefängnisses
von Marianna, in Florida, am frühen Morgen des 7.
Oktober aufnahmen. Auch Cándido und Roberto, der
Vater und der Bruder des Helden, waren zugegen.
|

René mit seiner
Tochter Irmita und
seinem Vater Cándido nach Verlassen
des Gefängnisses |
Die Sendung Mesa Redonda des kubanischen
Fernsehens übertrug die Videoaufnahme, die außerdem
auf der Website Cubadebate veröffentlicht wurde.
"Meine Liebe, mein Schatz, wie geht es dir? (...
) sie sagen, ich sehe wirklich gut aus. Hier ist
deine große Tochter und filmt mich. Beide sind
wunderschön", erzählte er per Telefon seiner Frau
Olga Salanueva — die von den Vereinigten Staaten
keine Erlaubnis erhielt, einzureisen und bei René zu
sein.
Er fügte hinzu, dass er am Vorabend der
Entlassung aus dem Gefängnis von der
Gefängnisleitung ins "Loch" (Strafzelle) geschickt
wurde: "Ich verbrachte den Rest der Nacht im "Loch",
ich habe gut geschlafen und sie weckten mich. Ich
sprang auf, wie eine Feder. Alles ging ganz schnell;
vom Öffnen der Strafzelle bis ich rauskam: 10
Minuten", sagte er.
Man sieht auch, wie René das Lied El Mayor von
Silvio Rodríguez singt, während er mit seinen
Töchtern, seinem Vater und seinem Bruder im Auto
dorthin fährt, wo er in Florida wohnen wird, um die
von der Richterin Joan Lenard auferlegte neue Strafe
zu erfüllen.
Am 11. Oktober erschien der kubanische Held,
zusammen mit seinem Anwalt Philip Horowitz, vor dem
prüfenden Offizier des Bundesgerichts von Florida,
womit sein Regime der "überwachten Freiheit"
offiziell begann.