Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

K U L T U R

Havanna, 11. Februar2011

 

In Kuba ist das Buch kein Luxusartikel

LOGO • Inmitten der Weltwirtschaftskrise, die das Buch zu einem Luxusartikel macht, wächst die Buchmesse in Kuba und steigert die Anzahl der Aussteller. Dies stellte Zuleica Romay, Präsidentin des Kubanischen Buchinstituts auf der Eröffnungszeremonie der Buchmesse fest.

 In Kuba ist das Buch kein Luxusartikel An dem feierlichen Akt auf der Festung San Carlos de la Cabaña nahmen die Mitglieder des Politbüros Esteban Lazo, Vizepräsident des Staatsrates, und Ricardo Alarcón, Präsident der Nationalversammlung, gemeinsam mit weiteren kubanischen und ausländischen Ministern und Intellektuellen teil.

  Die Präsidentin des Kubanischen Buchinstituts hieß die Minister für Kultur von Guatemala, Paraguay, Argentinien, St. Vincent und den Grenadinen, Haiti, Angola, Iran und Ecuador willkommen, die an dem Fest der Literatur teilnehmen, sowie die geladenen Autoren, was „es uns ermöglichen wird, die Geschichten unserer Heimatländer wieder zu lesen, sowie die Anerkennung unserer Wurzeln stimulieren und das Vertrauen festigen wird, dass wir selbst eine bessere Welt, von der wir denken, dass sie möglich ist, erbauen werden“.
  Romay hob die Teilnahme von mehr als einhundert ausländischen und fünfzig kubanischen Ausstellern hervor, sowie die Anstrengung des Landes bei der Herausgabe von 513 neuen Titeln in ca. viereinhalb Millionen Exemplaren. Insgesamt haben die kubanischen Leser Zugang zu mehr als sechs Millionen Exemplaren, nicht nur in Havanna, sondern bis zum 6.März in allen Provinzen.

  Die beiden Autoren und Denker, denen die Messe gewidmet ist, Jaime Sarusky, Nationalpreis für Literatur 2004, und Fernando Martínez, Nationalpreis für Sozialwissenschaften 2003, hielten jeweils Dankansprachen.

  Sarusky unterstrich die Reichweite der Messe als Symbol der Nachhaltigkeit Kubas, die Arbeit der Verlage zu fördern und zu systematisieren, welche Autoren und Leser verteidigt, und erachtete, dass „die Beibehaltung dieses organischen und sinnvollen Angebots unter den schwierigsten Bedingungen während 20 Buchmessen ein Beispiel für die Willenskraft und Entschlossenheit der Insel ist”.

  Martínez wiederum berichtete von seinem Werdegang als Forscher der revolutionären Prozesse in Kuba und Lateinamerika.

  Im Namen der Länder der Bolivarianischen Allianz für die Völker unseres Amerika (Bolivien, Nikaragua, Venezuela, Ecuador, Kuba, Dominica, St. Vincent und die Grenadinen sowie Antigua und Barbuda), die Ehrengäste sind, sprach die ecuadorianische Ministerin für Kultur, Érika Silva, die die ALBA als „originelle Initiative als Antwort auf die neoliberale Globalisierung und die kapitalistische Hegemonie“ bezeichnete, die „das Sehnen dieser Völker nach einem Wandel repräsentiert, um neue Lebensmodelle zu fördern, die auf der Solidarität und der Souveränität beruhen“.

  Silva erinnerte daran, dass dieser Wille der Integration von Kuba und Venezuela im Jahre 2004 ins Leben gerufen wurde, “um diesen Traum der Vorkämpfer als den einzigen Weg zur Entwicklung unserer Möglichkeiten wiederzubeleben“.

  Die ecuadorianische Ministerin bezeichnete die Messe als solidarisches Treffen der kulturellen Interaktion und dankte Kuba für seine Zielstrebigkeit und dafür, 20 dieser Buchfeste erreicht zu haben.

  Einen hervorragenden Einblick in die musikalische Kultur Kubas boten das Gitarrenensemble Sonantas Habaneras, das Jesús Ortega dirigierte; der Nationalchor unter Leitung von Digna Guerra; das Kammerorchester von Havanna, und der Liedermacher Eduardo Sosa, die die Eröffnung musikalisch umrahmten. (Mireya Castañeda) •
 

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