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In
Kuba ist das Buch kein Luxusartikel
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Inmitten der Weltwirtschaftskrise, die das Buch zu
einem Luxusartikel macht, wächst die Buchmesse in
Kuba und steigert die Anzahl der Aussteller. Dies
stellte Zuleica Romay, Präsidentin des Kubanischen
Buchinstituts auf der Eröffnungszeremonie der
Buchmesse fest.
An dem feierlichen Akt auf der Festung San Carlos de
la Cabaña nahmen die Mitglieder des Politbüros
Esteban Lazo, Vizepräsident des Staatsrates, und
Ricardo Alarcón, Präsident der Nationalversammlung,
gemeinsam mit weiteren kubanischen und ausländischen
Ministern und Intellektuellen teil.
Die Präsidentin des Kubanischen
Buchinstituts hieß die Minister für Kultur von
Guatemala, Paraguay, Argentinien, St. Vincent und
den Grenadinen, Haiti, Angola, Iran und Ecuador
willkommen, die an dem Fest der Literatur
teilnehmen, sowie die geladenen Autoren, was „es uns
ermöglichen wird, die Geschichten unserer
Heimatländer wieder zu lesen, sowie die Anerkennung
unserer Wurzeln stimulieren und das Vertrauen
festigen wird, dass wir selbst eine bessere Welt,
von der wir denken, dass sie möglich ist, erbauen
werden“.
Romay hob die Teilnahme von mehr als einhundert
ausländischen und fünfzig kubanischen Ausstellern
hervor, sowie die Anstrengung des Landes bei der
Herausgabe von 513 neuen Titeln in ca. viereinhalb
Millionen Exemplaren. Insgesamt haben die
kubanischen Leser Zugang zu mehr als sechs Millionen
Exemplaren, nicht nur in Havanna, sondern bis zum
6.März in allen Provinzen.
Die beiden Autoren und Denker,
denen die Messe gewidmet ist, Jaime Sarusky,
Nationalpreis für Literatur 2004, und Fernando
Martínez, Nationalpreis für Sozialwissenschaften
2003, hielten jeweils Dankansprachen.
Sarusky unterstrich die Reichweite
der Messe als Symbol der Nachhaltigkeit Kubas, die
Arbeit der Verlage zu fördern und zu
systematisieren, welche Autoren und Leser
verteidigt, und erachtete, dass „die Beibehaltung
dieses organischen und sinnvollen Angebots unter den
schwierigsten Bedingungen während 20 Buchmessen ein
Beispiel für die Willenskraft und Entschlossenheit
der Insel ist”.
Martínez wiederum berichtete von
seinem Werdegang als Forscher der revolutionären
Prozesse in Kuba und Lateinamerika.
Im Namen der Länder der
Bolivarianischen Allianz für die Völker unseres
Amerika (Bolivien, Nikaragua, Venezuela, Ecuador,
Kuba, Dominica, St. Vincent und die Grenadinen sowie
Antigua und Barbuda), die Ehrengäste sind, sprach
die ecuadorianische Ministerin für Kultur, Érika
Silva, die die ALBA als „originelle Initiative als
Antwort auf die neoliberale Globalisierung und die
kapitalistische Hegemonie“ bezeichnete, die „das
Sehnen dieser Völker nach einem Wandel
repräsentiert, um neue Lebensmodelle zu fördern, die
auf der Solidarität und der Souveränität beruhen“.
Silva erinnerte daran, dass dieser
Wille der Integration von Kuba und Venezuela im
Jahre 2004 ins Leben gerufen wurde, “um diesen Traum
der Vorkämpfer als den einzigen Weg zur Entwicklung
unserer Möglichkeiten wiederzubeleben“.
Die ecuadorianische Ministerin
bezeichnete die Messe als solidarisches Treffen der
kulturellen Interaktion und dankte Kuba für seine
Zielstrebigkeit und dafür, 20 dieser Buchfeste
erreicht zu haben.
Einen hervorragenden Einblick in
die musikalische Kultur Kubas boten das
Gitarrenensemble Sonantas Habaneras, das
Jesús Ortega dirigierte; der Nationalchor
unter Leitung von Digna Guerra; das
Kammerorchester von Havanna, und der
Liedermacher Eduardo Sosa, die die Eröffnung
musikalisch umrahmten. (Mireya Castañeda) •
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