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Kuba
hat stets ein vorbildliches Vorgehen im Kampf gegen
den Terrorismus gezeigt
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Rede des Armeegenerals
Raúl Castro Ruz, Vorsitzender des Staats- und des
Ministerrats, auf der Veranstaltung zum "Tag der
Opfer der Staatsterrorismus" im Theatersaal der
Revolutionären Streitkräfte am 6. Oktober 2010
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Wir zollen den 3.478
Kubanern Tribut, die aufgrund der in diesen
fünfzig Jahren gegen unser Vaterland durchgeführten
Terrorakte gestorben sind, sowie den 2.099 Kubanern,
die aus dem selben Grund für immer behindert sind.
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Die jetzige Regierung
der Vereinigten Staaten hat bei der jüngst
ratifizierten willkürlichen Einbeziehung Kubas in
die jährliche Liste des State Department über die „Sponsorstaaten
des Terrorismus" nicht nur eine infame Maßnahme
getroffen, sondern wieder einmal den
vorbildlichen Rekord Kubas hinsichtlich dieser
Materie ignoriert.
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Wie lange noch wird
Präsident Obama dem internationalen Aufruf nicht Folge
leisten und zulassen, dass die Ungerechtigkeit sich
durchsetzt, welche von ihm behoben werden kann? Wie
lange noch werden unsere Fünf Patrioten in Haft sein?
Liebe Familienangehörige der
Opfer des Staatsterrorismus gegen Kuba!
Liebe Freunde und Kameraden!
Wie
in der heute veröffentlichten Gesetzesverordnung des
Staatsrats angegeben ist, wird ab diesem Jahr der 6.
Oktober als der „Tag der Opfer des Staatsterrorismus"
begangen.
Vor genau vierunddreißig
Jahren wurden 73 unschuldige Menschen – 11
Staatsbürger von Guyana, fünf Bürger der
Demokratischen Volksrepublik Korea und 57 Kubaner in
einem im Fluge befindlichen Flugzeug ermordet, weil
eine Bombe an Bord eines Luftfahrzeugs der
Gesellschaft Cubana de Aviación explodierte, welches
gerade in Barbados gestartet war. Unter den
Passagieren befanden sich 24 junge Menschen der
Fechtsport-Jugendmannschaft, die bei der in
Venezuela stattgefundenen vierten Meisterschaft von
Mittelamerika und der Karibik alle Goldmedaillen
erlangt hatten.
Für die kubanische
Bevölkerung, die sofort ab dem Revolutionssieg zur
Zielscheibe des Staatsterrorismus wurde, kamen die
an jenem Tag erlittenen schmerzhaften Verluste mit
Entrüstung zu den zahlreichen Opfern hinzu, für die
wir heute immer noch Gerechtigkeit fordern.
Der Ursprung dieses
Phänomens liegt im Jahr 1959, als die im Entstehen
befindliche Revolution die ersten Maßnahmen
zugunsten der einfachen Bevölkerung traf.
Zu einem so frühen Zeitpunkt
wie März 1960 hat Präsident Eisenhower ein Programm
verdeckter Aktionen gegen die Insel verabschiedet,
das vor wenigen Jahren verlautbart wurde. Die US-amerikanische
Central Intelligence Agency übernahm die
leitende Rolle bei der Planung und logistischen
Absicherung und bei der Rekrutierung und Ausbildung
der Söldner zur Ausführung der Terrorakte unter dem
Schutz der Regierung jenes Landes.
Brandstiftung, Bombardements,
Sabotagen jeder Art, Entführung von Luftfahrzeugen,
Schiffen und kubanischen Staatsbürgern, Attentate
auf unsere diplomatischen Vertretungen und Ermordung
von Diplomaten; Beschießung von Dutzenden
Einrichtungen mit Maschinengewehrfeuer; vielfache
Versuche, die wichtigsten führenden Persönlichkeiten
der Revolution zu ermorden, besonders hunderte von
Attentats-Plänen und –Aktionen gegen den
Comandante en Jefe.
Dieses Jahr gedenken wir der
5 Jahrzehnte seit der brutalen Sabotage auf den
französischen Dampfer „La Coubre" im Hafen von
Havanna, die absichtlich so geplant wurde, um
eine doppelte Detonation von Sprengladungen zu
verursachen und damit die Zahl der Opfer zu
vervielfachen. Dieses Verbrechen hat den Tod von 101
Menschen verursacht und hunderte Verletzte,
einschließlich französische Besatzungsmitglieder.
Angesichts jeder neuen
Aggression wurde die Revolution stärker und auf der
ganzen Linie radikaler. Die Konsolidierung des
revolutionären Prozesses brachte die Terroristen der
CIA und ihre Arbeitgeber - deren Aktionen
beabsichtigten, Panik und Entmutigung unter der
Bevölkerung hervorzurufen - dazu, einen Plan zur
Invasion auf Kuba zu entwerfen und auf der Florida
das größte Geheimdienstzentrum außerhalb des
Hauptsitzes in Langley zu schaffen.
Die Aggression auf die
Schweinebucht (Playa Giron) verursachte den Verlust
von 176 Mitbürgern und hinterließ 50 Behinderte,
deren Aufopferung es ermöglichte, dass unsere von
revolutionärem Geist bewegten Kämpfer die Invasion
vor Ablauf von 72 Stunden besiegen konnten, womit
sie die Beförderung jener Marionettenregierung in
unser Hoheitsgebiet verhinderten, die, behütet von
der CIA auf einem Militärstützpunkt in der Florida,
bereit war, die Intervention der Vereinigten Staaten
unter Beihilfe der OAS zu fordern.
Der gerade gewählte
Präsident Kennedy, der den Invasionsplan von der
vorangegangenen Regierung geerbt und seine
Ausführung genehmigt hatte, fand sich nicht damit ab,
die Verantwortung für dessen Aufsehen erregende
Niederlage zu übernehmen und wies an, die Operation
Mongoose durchzuführen. Diese beinhaltete 33
Aufgaben, von Plänen zur Ermordung der
Revolutionsführer bis zu Terroraktionen gegen
sozioökonomische Einrichtungen und der Einschleusung
von Waffen und Agenten zur Ausführung von Subversion
und Spionage.
Seit dessen Verabschiedung
bis Januar 1963 wurden 5.780 Terrorakte gegen
Kuba begangen, von denen 716 Sabotagen großen
Umfangs auf Industrieanlagen darstellten.
In diesem Zusammenhang waren
in den Vereinigten Staaten ansässige terroristische
Organisationen, die von der CIA finanziert und
beschützt werden, Vorläufer der Flugzeugentführungen
und der Verwendung von zivilen Flugzeugen für
kriegerische Aktionen gegen Kuba.
Es dauerte nicht lange, bis
diese Methoden sich gegen sie selbst wendeten, weil
sie eine weltweite Pandemie von Flugzeugentführungen
hervorriefen, was die Nutzung dieser Methoden durch
den internationalen Terrorismus stimulierte, und
diese Situation wurde allein durch die einseitige
Entscheidung der kubanischen Regierung gelöst, die
begann, die Entführer zurückzuschicken.
Nach der Ermordung von
Kennedy führte sein Nachfolger Lyndon Johnson die
terroristischen Pläne gegen die Insel fort. Von 1959
bis 1965 hat die CIA von US-amerikanischem Gebiet
aus insgesamt 229 bewaffnete Banden organisiert,
finanziert und logistisch versorgt, die aus 3.995
Söldnern im ganzen Land bestanden, und den Tod von
549 Kämpfern, Bauern und Teilnehmern an der
Alphabetisierung verursachten, außerdem tausende
Verletzte und hunderte Behinderte.
Ab diesem Zeitpunkt
verstärkten sich die Terroraktionen gegen
diplomatische Vertretungen und kubanische Büros und
Funktionäre im Ausland, wodurch der Tod von
wertvollen Genossen und Kollegen und zahlreiche
materielle Verluste verursacht wurden.
Am 11. September, aber im
Jahr 1980, wurde Félix García Rodríguez, Beamter der
UNO-Mission von Kuba, von dem Terroristen
kubanischer Abstammung Eduardo Arocena, Mitglied der
Terrororganisation „Omega 7" ermordet.
Am 5. Mai jenes Jahres
wurden 570 Kinder und 156 Mitarbeiter des
Kindergartens „Le Van Tan" durch das von Terroristen
verursachte Feuer eingekreist. Sie haben das Leben
dank dem schnellen und heldenhaften Eingreifen der
Sonderstreitkräfte und der Solidarität der
Bevölkerung gerettet.
Gleichzeitig war der von
aufeinanderfolgenden US-Regierungen durchgeführte
biologische Krieg eine weitere Modalität des
Staatsterrorismus gegen Kuba, durch den Krankheiten
ins nationale Hoheitsgebiet eingeführt wurden, die
den Gesundheitszustand unseres Volkes bedeutend
beeinträchtigt haben. Im Jahr 1981 haben Agenten im
Dienste der US-Regierung eine Epidemie des
hämorrhagischen Denguefiebers verbreitet und
deswegen sind 158 Personen, darunter 101 Kinder,
gestorben.
So wurden auch mehrere
Seuchen eingeführt, mit dem Ziel, den
landwirtschaftlichen Sektor zu beeinträchtigen.
Dieselben haben unzählige Verluste bei der
Produktion von Nahrungsmitteln für die Bevölkerung
und bei wichtigen Exportartikeln des Landes
verursacht.
An fast allen Handlungen
haben direkt oder indirekt die US-Geheimdienste
teilgenommen, vor allem die CIA, fast immer unter
dem Deckmantel kubanischer konterrevolutionärer
Organisationen. Es ist unmöglich in einer einzigen
Rede die unendliche Anzahl von Plänen, Handlungen
und terroristischen Angriffen zu erwähnen, die gegen
unser Land ausgeheckt wurden. Jedoch die Liste der
Verantwortlichen ist sehr kurz, da es weiterhin
immer dieselben sind.
Wir sind heute dazu hier, um
den 3.478 Kubanern Tribut zu zollen, die
aufgrund der in diesen fünfzig Jahren gegen unser
Vaterland durchgeführten Terrorakte gestorben sind,
sowie den 2.099 Kubanern, die aus dem selben Grund
für immer behindert sind. Sie sind insgesamt 5.577
Opfer. Die Barbados-Märtyrer gehören zur langen
Liste der Gefallenen, die wir nicht vergessen und
niemals vergessen werden.
Jene Autoren des Verbrechens
von Barbados und vieler anderer gegen Kuba, d.h.
Orlando Bosch und Luis Posada Carriles, wohnten und
wohnen immer noch straflos in Miami. Der Erste dank
der offiziellen Begnadigung durch den damaligen
Präsidenten George Bush Senior, welcher Direktor der
CIA war, als seine Agenten das kubanische Flugzeug
sabotiert haben; und der Zweite wartet, unter dem
Schutz von Bush Junior in Freiheit auf den Prozess
wegen geringerer Vergehen und nicht wegen der
zahlreichen Anklagen wegen internationalem
Terrorismus, wie es sein müsste.
Bis vor sehr kurzer Zeit
haben diese Gruppen ihre Verbrechen öffentlich
verkündet und mit vollkommenem Zynismus weitere neue
Terrorakte angekündigt.
Wenn nicht die Straffreiheit
vorgeherrscht hätte, wären die 68 Terrorakte gegen
Kuba in den 90er Jahren vermieden worden, und wir
hätten nicht den Tod des jungen Italieners Fabio di
Celmo in Havanna zu beklagen, der während der 1997
entfesselten Welle von Terrorakten gegen
touristische Anlagen verursacht wurde.
Die aufschlussreichen
Erklärungen des geständigen Terroristen Chávez
Abarca, - der von den venezolanischen Behörden
festgenommen wurde, als er einen Anschlag auf die
Stabilität dieses Bruderlandes und anderer
lateinamerikanische Staaten verüben wollte - die vom
kubanischen Fernsehen am vergangenen 27. und 28.
September verbreitet wurden, bestätigen Details über
die neuen Wege des internationalen Terrors und
erbringen unwiderrufliche Beweise über die
Schuldhaftigkeit von Posada Carriles und dessen
Schirmherren in den Vereinigten Staaten.
Trotz aller diese Verbrechen
hat Kuba stets eine vorbildliche Vorgehensweise im
Kampf gegen den Terrorismus gezeigt und die
Verurteilung sämtlicher Handlungen dieser Natur in
allen ihren Formen und Bekundungen beibehalten.
Unser Land hat die 13 auf
diesem Gebiet bestehenden internationalen Abkommen
unterzeichnet und hält strikt die aus den
Beschlüssen der Generalversammlung der UNO und des
Sicherheitsrates der Vereinigten Nationen
entstandenen Verpflichtungen und Pflichten ein. Kuba
ist nicht im Besitz von irgendeiner Art von
Massenvernichtungswaffen und hat nicht die Absicht,
diese zu besitzen. Es hält seine Verpflichtungen aus
den geltenden internationalen Instrumenten über
atomare, chemische und biologische Waffen ein.
Das kubanische Territorium
wurde nie zur Organisierung, Finanzierung bzw.
Durchführung von Terrorakten gegen irgendein Land
benutzt, auch nicht gegen die Vereinigten Staaten,
und wird niemals dazu benutzt werden.
Mehrmals haben die
kubanischen Behörden der US-Regierung ihre
Bereitschaft zur Kenntnis gegeben, Information über
Attentatspläne und Terrorakte gegen Ziele in
jeglichen von beiden Ländern auszutauschen.
Wir haben der US-Regierung
rechtzeitig ausführliche Information über gegen Kuba
verübte Terrorakte übergeben. Der bekannteste Fall
ereignete sich in den Jahren 1997 und 1998, als wir
dem FBI reichliche Beweise über die Bomben-Explosionen
in mehreren kubanischen touristischen Anlagen
übergaben, wobei wir ihnen sogar den Zugang zu den
hier festgenommenen Tätern dieser Handlungen und zu
den Zeugen ermöglichten.
Das FBI in Miami, mit engen
Verbindungen zur kubanisch-amerikanischen extremen
Rechten, die die Schirmherrschaft über den
Terrorismus gegen die Insel ausübt, hat als
einzige Antwort darauf seine ganzen Kräfte auf die
Verfolgung und Verurteilung unserer Mitbürger
Antonio, Fernando, Gerardo, Ramón und René
konzentriert, welche die US-Regierung niemals hätte
ins Gefängnis bringen sollen.
Heutzutage weiß dank der
internationalen Solidarität die ganze Welt Bescheid
über die ungerechte und unmenschliche Behandlung
gegenüber den Fünf Patrioten, die darum
kämpften, das kubanische und sogar auch das US-amerikanische
Volk vor dem Terrorismus zu schützen.
Wie lange noch wird
Präsident Obama dem internationalen Aufruf nicht Folge
leisten und zulassen, dass die Ungerechtigkeit sich
durchsetzt, welche von ihm behoben werden kann? Wie
lange noch werden unsere Fünf Patrioten in Haft sein?
Die jetzige Regierung der
Vereinigten Staaten hat bei der jüngst ratifizierten
willkürlichen Einbeziehung Kubas in die jährliche
Liste des State Department über die „Sponsorstaaten
des Terrorismus" nicht nur eine infame Maßnahme
getroffen, sondern wieder einmal den
vorbildlichen Rekord Kubas hinsichtlich dieser
Materie ignoriert.
Die Vereinigten Staaten
haben ferner die Kooperation, die sie von Kuba
bekommen haben, verachtet. Bei drei Gelegenheiten –
im November und Dezember 2001 sowie im März 2002 -
haben unsere Vertreter den US-amerikanischen
Behörden ein Projekt für ein Programm zur
bilateralen Kooperation unterbreitet, um den
Terrorismus zu bekämpfen, und im Juli 2009 haben wir
unsere Bereitschaft wiederholt, in diesem Bereich zu
kooperieren, ohne irgendeine Antwort zu bekommen.
Die kubanische Regierung
fordert Obama eindringlich auf, bei seinem Kampf
gegen den Terrorismus konsequent zu sein und
standhaft ohne Doppelmoral gegen diejenigen zu
handeln, die vom US-amerikanischen Gebiet aus
terroristische Handlungen gegen Kuba verübt haben
und darauf bestehen, es weiter zu tun. Es würde eine
würdige Antwort auf den ihm vom Komitee der
Familienangehörigen von den Opfern der Sprengung des
kubanischen Flugzeugs in Barbados geschickten Brief
darstellen, der heute veröffentlicht wurde.
Man darf nicht für einen
Augenblick vergessen, dass unser Volk infolge des
Staatsterrorismus mehr Toten und Verschwundenen erlitten
hat, als durch die Attentate auf die Zwillingstürme
und das von Oklahoma zusammen verursacht wurden.
Ich möchte unsere Ehrung
beenden, indem wir die unvergessliche Trauerfeier
für die Opfer des Barbados-Verbrechens am 15.
Oktober 1976 ins Gedächtnis zurückrufen, als wir
alle geschworen haben, an jenen verwerflichen Mord
für immer, mit unauslöschlicher Empörung zu erinnern
und ihn zu verurteilen.
Wiederholen wir heute das
damalige Urteil vom Genossen Fidel:
Wenn ein energisches und
mannhaftes Volk weint, erzittert die Ungerechtigkeit!
Wir werden der ewigen
Verpflichtung den Gefallenen gegenüber treu bleiben!
Ruhm für unseren Helden und
Märtyrern !
(Übersetzung: Büro für
Dolmetsch- und Übersetzungsservice ESTI)
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